Battery-News

Batterieentwicklung

Matthews Engineering nimmt Entwicklungszentrum in Vreden vollständig in Betrieb

Matthews Engineering hat sein neues Entwicklungszentrum in Vreden vollständig in Betrieb genommen. Laut Unternehmensangaben ist dort nun auch die Demonstrations- und Testlinie „MEODEO” verfügbar. Damit könne das Zentrum nun Prozesse für Batterien und Energiespeicher vom Labor bis zur industriellen Fertigung abbilden. Das im Mai 2025 eröffnete Zentrum umfasst 1.000 Quadratmeter. Es ist auf die Bereiche Entwicklung, Tests und Prozessoptimierung im Bereich Energiespeicher ausgelegt. Laut Unternehmensangaben soll die Anlage die Lücke zwischen Laborvalidierung, Pilotversuchen und industrieller Fertigung verkleinern. MEODEO als 1:1-Testlinie Matthews beschreibt die MEODEO-Anlage als vollmaßstäbliche Demonstrations- und Testlinie für die Entwicklung und Herstellung trockener Batterieelektroden. Kunden sollen dort Prozessdaten gewinnen, die auf die eigenen Produktionslinien übertragbar sind. Die Anlage ist laut Unternehmensangaben für Gigafactory-Umgebungen kommerziell verfügbar. Sie kann unter anderem hinsichtlich Walzenanzahl, Walzenhärte, Betriebsgeschwindigkeit und Wickelkonzept angepasst werden. Die Multi-Roll-Kalandrierung verarbeitet Elektrodenbreiten von bis zu 850 Millimetern. Matthews nennt eine mögliche Betriebsgeschwindigkeit von bis zu 150 Metern pro Minute.  Testumgebung für mehrere Prozessschritte Das Entwicklungszentrum kombiniert laut Unternehmensangaben Labor-, Pilot- und Produktionsanlagen. Neben trockenen Elektroden nennt Matthews auch Separatorfolien, Bipolarplatten-Prägung und Membranbeschichtung als Anwendungsfelder. Trockenräume mit weniger als einem Prozent relativer Luftfeuchte und Reinraumbedingungen sollen Tests feuchtigkeitsempfindlicher Materialien ermöglichen. Das Zentrum sei zudem in ein größeres Entwicklungsnetzwerk eingebunden. Dazu gehören Kapazitäten für Beschichtungen und Separatorfolien. Quelle:https://matthews-engineering.com/de/einblicke/presse-mitteilungen/development-center-vreden-meodeo/

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CATL nimmt Testzentrum für Energiespeicher in Betrieb

Der chinesische Batteriehersteller CATL hat in Xiamen ein neues Test- und Validierungszentrum für Energiespeicher in Betrieb genommen. Die Anlage umfasst nach Unternehmensangaben zehn Hektar und kostete rund drei Milliarden Yuan, umgerechnet etwa 440 Millionen US-Dollar. CATL bezeichnet die Einrichtung als die größte Testplattform dieser Art. In dem Zentrum sollen stationäre Batteriespeicher vor der Auslieferung unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden. Damit reagiert CATL auf ein bekanntes Problem der Branche: Viele Speicherprojekte erreichen im Betrieb offenbar nicht die erwartete Leistung. Laut Unternehmensangaben arbeitet fast jede fünfte große Speicheranlage weltweit unter Plan. Zudem hätten 46,5 Prozent der Systeme Netzanschlussverzögerungen von mehr als zwei Monaten. Fokus auf Netzanschluss, Sicherheit und extreme Bedingungen Kern der Anlage sind fünf Labore. In diesen werden unter anderem das Netzanschlussverhalten, die Hochvolt-Sicherheit, thermische Risiken, die Umweltbeständigkeit und die elektromagnetische Verträglichkeit geprüft. CATL nennt einen 35-kV-/100-MVA-Netzsimulator, Prüfungen bis 500 kV und eine Brandtesthalle mit 20-MW-Kalorimeter als zentrale Ausstattungsmerkmale. Auch vollständige 40-Fuß-Container sollen unter Hochleistungsbetrieb getestet werden können. Der Schritt passt zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Nach Angaben von Reuters erwartet CATL, dass Energiespeicher bis 2030 die Hälfte des weltweiten Umsatzes ausmachen werden. Derzeit liege der Anteil bei etwa 25 Prozent, vor fünf Jahren waren es lediglich zwei Prozent. Batterien für Elektrofahrzeuge bleiben mit rund drei Vierteln der Verkäufe aktuell noch das Hauptgeschäft. Quellen:https://www.catl.com/en/news/6815.htmlhttps://www.reuters.com/business/energy/chinese-battery-maker-catl-expects-energy-storage-make-up-half-global-sales-by-2026-06-04/

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Basquevolt stellt Lithium-Metall-Batteriezelle vor

Der spanische Batterieentwickler Basquevolt hat mit der BQV400L seine erste standardisierte Batteriezelle präsentiert. Laut Unternehmensangaben erreicht die Zelle eine gravimetrische Energiedichte von 402 Wh/kg und eine Kapazität von 27 Ah. Die Zelle nutzt eine NMC-Lithium-Metall-Chemie und soll eine Pulsleistung von 8,9 C ermöglichen. Sie werde in Spanien produziert, wobei rund 75 Prozent der Komponenten aus Europa stammen. Polymer-Elektrolyt als technischer Kern Laut Basquevolt nutzt die BQV400L erstmals in einem standardisierten Zellprodukt den proprietären Polymer-Elektrolyten des Unternehmens. Die Technologie soll für industrielle Anwendungen in Bereichen wie dem Automobilbau, der Luftfahrt und der stationären Energiespeicherung geeignet sein. Basquevolt präsentiert die Zelle als sogenannte Drop-in-Lösung, die mit bestehender Gigafactory-Infrastruktur kompatibel ist. Größere zusätzliche Investitionen in die Fertigung seien demnach nicht erforderlich. Die Markteinführung folgt auf eine Vereinbarung mit Ampere, der Elektrofahrzeug- und Softwareeinheit der Renault Group. Gemeinsam wollen beide Unternehmen Lithium-Metall-Batterien für künftige Elektrofahrzeuge entwickeln und unter realen automobilen Bedingungen validieren. Basquevolt betrachtet die BQV400L als Zwischenschritt auf dem Weg zur Industrialisierung seiner Festkörperbatterietechnologie. Quelle:https://basquevolt.com/en/news/news/BASQUEVOLT_Launches_BQV400L

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Ganfeng Lithium startet Kleinserie mit Festkörperbatterien

Der chinesische Lithium-Produzent Ganfeng Lithium hat eigenen Angaben zufolge eine Kleinserienproduktion von Festkörperbatterien mit einer Energiedichte von 500 Wh/kg begonnen. Grundlage hierfür sind Protokolle eines Investorengesprächs, die das chinesische Unternehmen am Mittwoch veröffentlicht hat. Die Zelle habe eine Kapazität von 10 Ah und soll laut Ganfeng als erstes Festkörperprodukt dieser Größe die Marke von 500 Wh/kg erzielen. 400-Wh/kg-Zelle soll Validierung abgeschlossen haben Parallel dazu meldet Ganfeng Fortschritte bei einer Festkörperzelle mit 400 Wh/kg. Deren Lebensdauer habe in Tests mehr als 1.100 Ladezyklen überschritten. Zudem sei die technische Validierung abgeschlossen. Das Unternehmen sieht darin Potenzial für Anwendungen im größeren Maßstab. Der chinesische Lithiumkonzern verfolgt bei Festkörperbatterien zwei Entwicklungswege. Neben Lithium-Metall-Anoden arbeitet Ganfeng auch an Silizium-Kohlenstoff-Anoden. Das Ziel besteht darin, Hürden bei der Industrialisierung zu überwinden und die Massenproduktion von Batterien mit hoher spezifischer Energie zu beschleunigen. Auch bei den siliziumbasierten Anoden mache man Fortschritte. Ganfeng nennt dafür ein Produktfeld von 320 bis 480 Wh/kg. Eine 320-Wh/kg-Zelle habe bereits mehr als 1.000 Zyklen erreicht. Die 480-Wh/kg-Technologie sieht das Unternehmen eigenen Angaben zufolge auf Branchen-Spitzenniveau. Als Zielmärkte nennt Ganfeng hochwertige Elektrofahrzeuge, Anwendungen der sogenannten Low-Altitude Economy, Robotik und Unterhaltungselektronik. Die Hochenergiebatterien seien bereits im AE200-100 von Aerofugia Technology, der eVTOL-Sparte von Geely, eingesetzt worden. Quellen:https://cnevpost.com/2026/05/21/ganfeng-starts-small-scale-production-500-wh-kg-solid-state-batteries/https://static.cninfo.com.cn/finalpage/2026-05-20/1225321744.PDF

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BYD und Corvus Energy vereinbaren Kooperation für maritime LFP-Batteriesysteme

BYD Energy Storage und das norwegische Unternehmen Corvus Energy haben eine strategische Kooperationsvereinbarung geschlossen. Ziel ist die Entwicklung und breitere Einführung von Lithium-Eisenphosphat-Batteriesystemen für maritime Anwendungen. Die Vereinbarung wurde während der 18. China International Battery Fair in Shenzhen unterzeichnet. Laut den Unternehmen sollen Forschung und Entwicklung, Zertifizierung und Markteinführung gemeinsamer Batteriesysteme vorangetrieben werden. Der Fokus liegt auf Hochleistungs-LFP-Systemen für den Einsatz auf Schiffen. Dabei wollen die Partner BYDs Zelltechnologie mit Corvus Energys Erfahrung bei maritimen Energiespeichersystemen verbinden. Laut Corvus Energy folgt die neue Vereinbarung auf eine Absichtserklärung vom Dezember 2025, die einen langfristigen Rahmen für die Zusammenarbeit bei maritimen Batterietechnologien schuf. Die nun unterzeichnete Vereinbarung formalisiert die nächste Phase der Kooperation. Corvus Energy hat seinen Hauptsitz in Bergen, Norwegen. Das 2009 in Kanada gegründete Unternehmen entwickelt Energiespeichersysteme für maritime, Offshore- und Hafenanwendungen. Nach eigenen Angaben wurden bereits mehr als 1.350 Projekte in verschiedenen maritimen Segmenten umgesetzt. Zudem sollen mehr als 50 Prozent der Schiffe mit emissionsfreier Technologie Systeme von Corvus Energy nutzen. Quelle:https://corvusenergy.com/news/corvus-energy-and-byd-energy-storag-strengthen-partnership-with-strategic-cooperation-agreement-to-advance-next-generation-maritime-battery-technology

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FastBat PEM

FastBat: PEM der RWTH Aachen und Partner starten Batterieforschungscluster mit 50m Euro Förderung

Der Lehrstuhl PEM der RWTH Aachen hat heute gemeinsam mit Forschungs- und Industriepartnern das Forschungscluster „Fast Battery Customization“ (FastBat) in Aachen gestartet. Ziel des Projekts ist der Aufbau einer regionalen Wertschöpfungskette für Batterie- und Recyclingtechnologien im Rheinischen Revier sowie die beschleunigte Entwicklung neuer Batteriesysteme. Nach Angaben der Beteiligten stellt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt dafür über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt 50 Millionen Euro bereit. Das Cluster ist Teil der Strukturförderung für ehemalige Kohleregionen. Ziel ist es, Forschungsergebnisse schneller in industrielle Anwendungen zu überführen und neue wirtschaftliche Perspektiven in der Region zu schaffen. Im Fokus stehen verkürzte Entwicklungszyklen, flexible Produktionsverfahren sowie Batteriesysteme für Spezialanwendungen, beispielsweise in der Landwirtschaft oder Luftfahrt. Das Forschungscluster fügt sich zugleich unmittelbar in die Hightech Agenda Deutschland der Bundesregierung ein, die den Ausbau der Batterietechnologie in Europa als strategisches Ziel definiert hat. Ziel von FastBat ist der Aufbau einer eigenständigen, wettbewerbsfähigen Wertschöpfungskette für Batterie- und Batterierecycling-Technologien im Rheinischen Revier sowie die beschleunigte Überführung von Innovationen in industrielle Anwendungen. Darüber hinaus soll das Cluster die technologische Souveränität Europas im Bereich Batterietechnologie stärken und Abhängigkeiten entlang globaler Lieferketten reduzieren. Der Fokus auf lokale Wertschöpfung, Recycling und skalierbare Produktionsverfahren adressiert dabei zentrale industrie- und energiepolitische Herausforderungen Europas. Gäste aus Forschung, Industrie und Politik v.l. Prof. Dr. Achim Kampker, Dr. Henrik Born, Parlamentarischer Staatssekretär Matthias Hauer, Ministerin Ina Brandes, Bürgermeister Dr. Ralf Otten, Dekan Prof. Dr. Wolfgang Schröder Beim offiziellen Projektstart in Aachen waren neben zahlreichen Industrie- und Forschungspartnern auch NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes, der Parlamentarische Staatssekretär Matthias Hauer beim Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie der Aachener Bürgermeister Dr. Ralf Otten anwesend. Gemeinsam betonten die Beteiligten die zentrale Rolle der Batterie als Schlüsseltechnologie für die Digitalisierung und Elektrifizierung zahlreicher Industrien. Darüber hinaus wurde hervorgehoben, wie wichtig es sei, technologische Exzellenz und Innovationen schneller in die industrielle Serienanwendung zu überführen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern. „Derzeitige Entwicklungszyklen sind zu langwierig“, sagt Achim Kampker, Leiter des PEM Lehrstuhls an der RWTH bei der Eröffnung. „Die Batterieforschung fokussiert sich bislang überwiegend auf Produkt- und Prozessinnovationen mit niedrigen Technologiereifegraden, anstatt die Time-to-Market zu verkürzen und die Flexibilität von Produktionssystemen zu erhöhen.“ Beides sei jedoch essenziell, da zunehmend Anwendungen mit hoher Variantenvielfalt und sehr spezifischen Anforderungen elektrifiziert würden – darunter die Landwirtschaft, Luftfahrt, der Bergbau sowie Verteidigungsanwendungen. Im Rahmen einer Führung über die Marktstände der einzelnen Forschungscenter erhielten die Gäste zudem detaillierte Einblicke in die geplanten Vorhaben, Forschungsansätze und Ziele des Clusters. Dabei wurden unter anderem neue Konzepte für Batterieentwicklung und -produktion, Recycling, Digitalisierung sowie industrielle Skalierung vorgestellt. Forschung zu Produktion, Recycling und Batteriemanagement Marktstand Center V: “Implementation” FastBat ist in fünf Forschungsbereiche gegliedert. Diese beschäftigen sich unter anderem mit datenbasierten Simulationen, künstlicher Intelligenz und neuen Testverfahren, um Entwicklungszeiten zu verkürzen. Weitere Schwerpunkte sind Festkörper- und Natrium-Ionen-Batterien, energieeffiziente Produktionsprozesse sowie Recyclingverfahren für Batteriematerialien. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Transfer der Forschungsergebnisse in industrielle Anwendungen. Dazu gehören Qualifizierungsangebote, Reallabore und Programme für Start-ups.Zum Partnernetzwerk zählen mehrere RWTH-Lehrstühle, die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB, die Universität Münster sowie Unternehmen wie unter anderem PEM Motion, Accure und Cellovate. Quellen:PEM der RWTH Aachen

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CMBlu

CMblu überschreitet Unicorn-Schwelle mit 50 Mio. Euro Series C

Das deutsche Batterieunternehmen CMblu Energy hat eine Series-C-Finanzierung über 50 Millionen Euro abgeschlossen. Mit dem initialen Closing erreicht das Unternehmen eine Bewertung von über 1 Milliarde Euro und zählt damit zu den Unicorns im Energiespeichermarkt. Parallel positioniert sich das Unternehmen gezielt für Anwendungen im Bereich Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Fokus auf organische Batterietechnologie CMblu entwickelt organische Flow-Batterien, die ohne Lithium, Kobalt oder Nickel auskommen und auf eine langfristig stabile Energieversorgung ausgelegt sind. Ziel ist es, sogenannte Baseload-Infrastruktur bereitzustellen, um den steigenden Energiebedarf von Rechenzentren und datenintensiven Anwendungen zu unterstützen. Quelle:CMBlu

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Batterielagerung im Fokus: Warum der Betriebszustand über das Risiko entscheidet

Lithium-Ionen-Batterien sind aus modernen Industriebetrieben nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig stellen sie die Intralogistik vor wachsende Sicherheitsanforderungen. Entscheidend ist dabei: Das Gefahrenpotenzial ist nicht konstant, sondern hängt stark vom jeweiligen Zustand der Batterie ab. Der Betriebszustand der Zellen bestimmt maßgeblich, wie hoch das Risiko für thermische Instabilitäten im Lager einzuschätzen ist. Ein fundiertes Verständnis der internen Prozesse ist die Grundlage für jedes belastbare Brandschutzkonzept. Der Aufbau von Lithium-Ionen-Zellen zeigt, warum: Die hohe Energiedichte bringt im Fehlerfall erhebliche Risiken mit sich. Insbesondere die Trennung von Anode und Kathode durch den Separator ist ein kritischer Punkt – wird diese Barriere beschädigt, kann es zu internen Kurzschlüssen kommen. Der Ladezustand als zentraler Risikofaktor Dabei gilt der Ladezustand (engl.: State of Charge, SOC) als einer der wichtigsten Parameter für die Sicherheit gelagerter Batterien. Je höher der Energiegehalt in der Zelle, desto intensiver verläuft eine mögliche Reaktion im Schadensfall. In der Praxis hat sich daher eine Lagerung bei einem mittleren Ladezustand von etwa 30 bis 50 Prozent etabliert. In diesem Bereich ist die Reaktivität deutlich reduziert. Eine voll geladene Batterie hingegen birgt das höchste Risiko für einen Thermal Runaway: Die chemische Spannung ist maximal, sodass ein interner Kurzschluss zu einer abrupten Energiefreisetzung führen kann. „In der Praxis sehen wir immer wieder, dass nicht die Batterie an sich das Risiko darstellt, sondern ihr Zustand zum Zeitpunkt der Einlagerung“, sagt Paul Fricke von Protecto. „Hohe Ladezustände oder bereits vorgeschädigte Zellen erhöhen die Wahrscheinlichkeit kritischer Ereignisse deutlich.“ Um diese Risiken besser zu kontrollieren, setzen viele Betriebe inzwischen auf automatisierte Monitoringsysteme, die den Ladezustand während der Lagerung kontinuierlich überwachen. Alterung, Vorschäden und Dendriten: Wie Zellen instabil werden Neben dem aktuellen Ladezustand spielt der allgemeine Gesundheitszustand (engl.: State of Health, SOH) eine zentrale Rolle. Mit zunehmender Alterung steigt die Wahrscheinlichkeit für interne Defekte. Ein wesentlicher Mechanismus dabei ist die sogenannte Dendritenbildung: Dabei wachsen feine, nadelartige Lithiumstrukturen an den Elektroden. Diese können im Laufe der Zeit den Separator durchdringen und interne Kurzschlüsse auslösen – ein schleichender Prozess, der die Sicherheit der Zelle deutlich beeinträchtigen kann. Zusätzlich wirken weitere Faktoren auf die Zellintegrität: Besonders kritisch ist die Lagerung von Batterien, die bereits Auffälligkeiten zeigen. Ein aufgeblähtes Gehäuse oder ungewöhnliche Wärmeentwicklung sind klare Warnsignale. Solche Einheiten sollten umgehend separiert und in geeigneten Brandschutzcontainern isoliert werden, um eine Brandausbreitung zu verhindern. Umgebungseinflüsse im Lagerbetrieb Auch die Umgebungsbedingungen haben einen direkten Einfluss auf das Risikoprofil. Hohe Temperaturen beschleunigen Alterungsprozesse und senken die Schwelle für thermische Reaktionen. Ein professionelles Lagermanagement stellt daher sicher, dass Batterien in klimatisierten Bereichen ohne direkte Sonneneinstrahlung gelagert werden. Ziel ist es, externe Stressfaktoren konsequent zu minimieren. Monitoring und präventive Analytik als Schlüssel Kontinuierliches Monitoring ist ein zentraler Baustein moderner Sicherheitskonzepte. Die Überwachung von Zellspannung und Temperatur ermöglicht es, kritische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Telemetriedaten werden dabei in Echtzeit ausgewertet, um Trends – etwa eine schleichende Erwärmung – früh zu identifizieren. So lassen sich potenzielle Risiken adressieren, bevor es zu einem offenen Schadensereignis kommt. Der Ernstfall braucht Qualifikation und klare Abläufe Technische Systeme allein reichen jedoch nicht aus. Entscheidend ist auch der sichere Umgang durch geschultes Personal. Klare Prozesse und definierte Handlungsanweisungen sorgen dafür, dass im Ernstfall schnell und richtig reagiert wird. Mit Blick auf die steigenden Produktionskapazitäten in Europa gewinnt eine standardisierte Qualifizierung zunehmend an Bedeutung – nicht zuletzt für die industrielle Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Betriebszustand als zentrale Stellgröße Die Lagerung von Lithium-Ionen-Batterien erfordert eine differenzierte Betrachtung. Der Betriebszustand – geprägt durch Ladezustand, Alter und physische Integrität – ist die zentrale Stellgröße für das Risiko. Unternehmen, die diese Faktoren systematisch überwachen und in ihre Sicherheitskonzepte integrieren, können das Risiko für kritische Zwischenfälle im Lager deutlich reduzieren.

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CATL stellt neues Batterie-Lineup vor

Auf einem Technik-Event in Peking hat der chinesische Batteriehersteller CATL mehrere neue Batteriesysteme und Infrastrukturkonzepte vorgestellt. Das Unternehmen verfolgt eine Strategie, die auf die parallele Nutzung verschiedener Batteriechemien setzt, anstatt sich auf eine einzelne Technologie zu konzentrieren. Laut Unternehmensangaben ist dies notwendig, um die unterschiedlichen Anforderungen von Elektrofahrzeugen und Energiesystemen abzudecken. Mehrere Batteriechemien im Fokus CATL sieht Lithium-Eisenphosphat bei der Energiedichte als weitgehend ausgereizt. Diese Chemie wird daher stärker auf schnelles Laden ausgelegt. Nickel-Mangan-Kobalt-Systeme seien wegen ihrer hohen Energiedichte weiterhin relevant. Ergänzend positioniert das Unternehmen Natrium-Ionen-Batterien für Anwendungen bei niedrigen Temperaturen und für die stationäre Speicherung. Die neueste, dritte Generation der Shenxing-Batterie basiert auf LFP-Chemie und legt den Fokus auf Schnellladen. Laut CATL erreicht sie Ladeleistungen von bis zu 15C, mit 10C als Dauerwert. Ein Ladehub von 10 auf 80 Prozent soll in 3 Minuten und 44 Sekunden erfolgen. Nach 1.000 Vollzyklen liegt die Restkapazität über 90 Prozent, so das Unternehmen.  Die dritte Generation der Qilin-Batterie nutzt Nickel-Mangan-Kobalt-Chemie. Die Energiedichte wird mit 280 Wh/kg angegeben. Die maximale Leistung beträgt 3 MW, bei einem Gewicht des Batteriepacks von 625 kg. Im Vergleich zu equivalenten LFP-Systemen nennt CATL eine Gewichtsreduktion von 255 kg und ein um 112 Liter geringeres Volumen. Die neue Qilin Condensed Battery basiert ebenfalls auf NMC-Chemie mit nickelreicher Kathode und Silizium-Kohlenstoff-Anode. Sie erreicht 350 Wh/kg bzw. 760 Wh/l. Das Gehäuse besteht aus einer Titanlegierung und ist laut CATL dünner und leichter. Die Technologie soll Reichweiten von bis zu 1.500 km ermöglichen. Die zweite Generation der Freevoy-Hybridbatterie für Plug-in-Hybridmodelle kombiniert LFP- und NCM-Chemie in einer Mischstruktur. Dadurch sollen Reichweiten von bis zu 600 Kilometern im rein elektrischen Betrieb möglich sein. Natrium-Ionen bald im großen Maßstab Mit der Naxtra-Batterie treibt CATL die Entwicklung der Natrium-Ionen-Technologie voran. Diese Chemie verzichtet auf Lithium und soll Vorteile bei niedrigen Temperaturen bieten. Das Unternehmen gibt an, mehrere Produktionsprobleme gelöst zu haben, darunter Probleme mit der Feuchtigkeitskontrolle, Gasbildung und Materialhaftung. Eine Serienproduktion im GWh-Maßstab ist für Ende 2026 vorgesehen. Quelle:https://www.prnewswire.com/news-releases/catl-unveils-six-major-innovations-multi-chemistry-systems-to-redefine-new-energy-mobility-experience-302749135.html

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MEET Battery Research Center will mit modularer Fertigung Batterieentwicklung beschleunigen

Am MEET Battery Research Center der Universität Münster ist das Forschungsprojekt „REFlexBatt 2.0” gestartet. Ziel ist der Aufbau einer modularen Pilotlinie für die automatisierte Produktion von Batteriezellen. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben wird mit rund fünf Millionen Euro durch die EU und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Als Industriepartner ist die deutsche Safion GmbH beteiligt. Die geplante Anlage soll unterschiedliche Zellchemien und Designs bereits in frühen Entwicklungsphasen produzieren können. Hintergrund ist die zunehmende Diversifizierung bei Batteriematerialien, etwa durch Systeme auf Basis von Natrium oder Kalium. Diese stellen veränderte Anforderungen an Produktionsprozesse. Fokus auf flexible Prozesse und Rückverfolgbarkeit Kern des Projekts ist eine Pilotlinie mit austauschbaren Kontaktkomponenten. Dadurch lassen sich Prozessschritte beim Wechsel der Technologie schnell anpassen. Das modulare Konzept soll zudem Kreuzkontaminationen vermeiden. Das Forschungszentrum erwartet dadurch kürzere Innovationszyklen und eine schnellere Überführung neuer Zelltechnologien in die Anwendung. Die einzelnen Prozessschritte könnten so schneller in industrielle Maßstäbe überführt werden. Parallel dazu wird ein Track-and-Trace-System aufgebaut. Jede Elektrode erhält eine eindeutige Kennzeichnung, die sie während des gesamten Produktionsprozesses begleitet. Dies umfasst die Fertigung, die Zellassemblierung und die Leistungstests. In Kombination mit Prozessdaten und Analytik soll so der Einfluss einzelner Parameter präziser bestimmt werden. Quelle:https://www.uni-muenster.de/MEET/en/presse/news/Start_Project_Reflexbatt.shtml

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