Nissan, Oxford und Gelion arbeiten an Festkörperbatterien mit Schwefelkathode

Das Nissan Technical Centre Europe, die University of Oxford und Gelion sind in ein dreijähriges Entwicklungsprojekt für Festkörperbatterien auf Lithium-Schwefel-Basis gestartet. Das Vorhaben trägt den Namen „CoRe-SoLiS” und soll eine kostengünstigere und robustere Batteriechemie für Elektrofahrzeuge untersuchen.

Die Gesamtkosten liegen den Angaben der Beteiligten zufolge bei 3,4 Millionen Pfund. Davon stammen 2,4 Millionen Pfund aus Fördermitteln aus dem UK Battery Innovation Programme. Gelions britische Tochtergesellschaft erhält demnach 1,6 Millionen Pfund.

Schwefel statt Nickel und Kobalt

Im Zentrum steht Gelions Nano-Encapsulated Sulfur, kurz NES. Das Material soll als Kathodenbestandteil in künftige Festkörperbatterien integriert werden. Damit verfolgt Gelion den Ansatz, Nickel und Kobalt in heutigen Lithium-Ionen-Kathoden durch Schwefel zu ersetzen. Schwefel gilt im Projektkontext als günstiger und weit verbreiteter Rohstoff. Gelion gibt zudem an, dass NES in bestehende Fertigungslinien eingebracht werden könne.

Das Projekt ist auf automobile Anwendungen ausgerichtet. Geplant ist ein Batteriepack mit hoher Leistung, schneller Lade- und Entladefähigkeit, hoher Energiedichte und langer Lebensdauer. Nissan bringt Anforderungen an Leistung, Sicherheit und Herstellbarkeit ein. Die University of Oxford steuert Anodenmaterialien und Zellkompetenz bei. Nissan verknüpft das Vorhaben mit seiner Elektrifizierungsstrategie in Europa und dem Standort Sunderland. Für Gelion sollen die Projektergebnisse eine spätere Skalierung, Fertigung und Kommerzialisierung unterstützen.

Quelle:
https://gelion.com/news/nissan-collaboration/

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