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Der seit diesem Jahr weltweit führende Batteriezellhersteller LG Chem, der ebenso Süd Koreas größter Chemikalienhersteller ist, hat nach einer heutigen Vorstandsitzung beschlossen, dass Batteriegeschäft als eigenständige Einheit auszugliedern. Das neue Unternehmen, was nach der Zustimmung der Aktionäre in einer Versammlung am 30. Oktober, am 1. Dezember dieses Jahres gegründet werden soll, wird den vorläufigen Namen LG Energy Solutions tragen.

Die großen koreanischen Batteriehersteller, LG Chem, SK Innovation und Samsung SDI, die inzwischen ein Drittel des weltweiten Batteriemarktes beliefern, zeigen sich im Vorfeld von Teslas Battery-Day, am 22.09, zum einen interessiert, haben aber auch klare Erwartungen an die vorgestellte Technologie. Tesla eigenes Batterieprojekt „Roadrunner“ steht im Fokus und die Frage: Wie weit ist Tesla in der Batteriezelltechnik & -produktion?

Wie Reuters, unter Berufung auf die französische Zeitung Journal du Dimanche (JDD) am Sonntag mitteilte, sucht der chinesische Konzern für erneuerbare Energien, Envision, in Frankreich nach einem geeigneten Ort für den Aufbau einer Batteriefabrik. Envision möchte so den wachsenden europäische Bedarf an Batterien beliefern.

SK Innovation (SKI), dass erst gestern mit einer kommenden Partnerschaft mit Hyundai aufwarten konnte, plant den weiteren Ausbau der Batteriezellfertigungskapazitäten in Europa. Ein drittes Batteriewerk am Standort Ungarn soll nach aktuellen Informationen in der Diskussion stehen. „Wir haben Vorbereitungen zur Identifizierung eines geeigneten Standorts eingeleitet.“, so ein SKI-Sprecher.

Während in Deutschland vor allem die entstehende Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) in Münster in Bezug auf eine großvolumige Forschungsfertigung von Batteriezellen von sich reden macht, ist in England UK BIC das Aushängeschild in dieser Art der Batterieforschungsproduktion. 2018 begannen die ersten konkreten Planungen am Projekt. Inzwischen sind zumindest die Bauplanungen weitestgehend abgeschlossen und erste Fabrikteile bereits errichtet.

Das südkoreanische Batterieunternehmen Kokam, eine Tochter von SolarEdge, hat ein neues Batteriesystem für unterbrechungskritische elektrische Anwendungen auf den Markt gebracht. Kokam ist bereits auf dem Markt der Notstrombatteriesysteme aktiv und bewirbt das neue System vor allem in Bezug auf die innovative Zelltechnik und die hohe Energiedichte.

Keinen Monat dauert es mehr bis Tesla auf seinen, wegen Corona auf den 22. September verschobenen, Battery Day die neusten unternehmenseigenen Entwicklungen zur Batterie vorstellen wird, da Bericht Tesla CEO heute bereits wie er die Entwicklung der Batteriezelle in den nächsten Jahren sieht. „400 Wh/kg produziert für den Volumenmarkt, mit hoher Zyklenbeständigkeit, sind nicht mehr weit entfernt.“

Wie sich durch Drohnen Vorbeiflug Beobachtungen des Tesla Werkgeländes in Fremont, Kalifornien, zeigte, forciert Tesla am Stammwerk die Produktion eigener Batteriezellen, bekannt vor allem unter dem inzwischen öffentlich gewordenen internen Projektnamen Roadrunner. Aller Vorrausicht nach plant Tesla zur ersten eigenen Batterieproduktion den Ausbau eines bereits vor Ort bestehenden Gebäudes.

Der deutsche Batteriehersteller AKASOL erhöht die Produktionsleistung im US-Standort Hazel Park von 400 MWh auf 2 GWh und bestellt dafür eine vollautomatisierte Produktionsanlage. Grund für den Produktionsanstieg sei vor allem ein langfristiger Vertrag mit einem Nutzfahrzeughersteller, der ab 2021 bereits AKASOL „Hochenergiebatteriesysteme“ nutzen möchte. Die vollen 2 GWh Produktionsleistung sollen ab 2023 zur Verfügung stehen.

In einer aktuellen Meldung erklärt sich das Bundeswirtschaftsministerium bereit, die Errichtung der Batteriezellfertigung von Northvolt in Schweden mit einer staatlichen Garantie von 525 Mio. US-Dollar zu unterstützen. Neben der Bundesregierung sind bereits BMW und VW am schwedischen Batteriezellfertigungs-Start-Up in Kooperationen beteiligt. Erste Batteriezellen sollen ab dem Jahr 2024 durch Northvoltanlagen produziert werden. Langfristig soll die Produktionsleistung bis zu 40 GWh pro Jahr betragen.

Die Elektromobilität auf dem Vormarsch. Nahezu täglich gibt es neue Ankündigungen rund um die Batterien und deren Lieferkette. Das wichtige System ist ein zentraler Erfolgsfaktor und gleichzeitig ein wichtiger Kostenfaktor. Eine gute Gelegenheit, ein weiteren Blick auf die Marktentwicklung für Lithium-Ionen-Batterien zu werfen.

Zum August 2020 sind inzwischen 17 verschiedene Unternehmungen auf dem Markt der Batteriezellfertigung in Europa im Rahmen von GWh-Projekten aktiv. Ende Juli hinzugekommen ist das Unternehmen Verkor. Verkor, dass seine Batteriezellen unter anderem für Elektroautos herstellen möchte, plant seine Fertigung aller Voraussicht nach in Frankreich. Ab dem Jahr 2023 will Verkor im Volumen von 16 GWh pro Jahr Batteriezellen herstellen und liegt damit genau mit der ersten Ausbaustufe der Batteriewerke von PSA in Kaiserslautern und Dury, welche jedoch schon ab 2022 produzieren wollen, gleich auf.

Elon Musk, CEO von Tesla, verlangt von den weltweiten Nickelminenbetreibern, dass diese mehr und nachhaltigeres Nickel, als wesentlichen Grundstoff für die in Tesla Fahrzeugen verbauten Batteriezellen produzieren. Für das Unternehmen, welches es schafft nachhaltiges Nickel in großen Mengen an Tesla und dessen Batteriepartner zu liefern, stellt Musk dazu einen „gigantischen“ Vertrag in Aussicht.

Der bayrische Autobauer BMW und das schwedische Batteriezellfertigungs-Start-Up Northvolt haben einen Vertrag im Volumen von 2 Milliarden Euro, beginnend ab dem Jahr 2024, unterzeichnet. Mit der Unterschrift möchte BMW die Belieferung mit Batteriezellen für künftige Elektrofahrzeuge sicherstellen.

Im hochbeschleunigten Wettkampf der Batteriezellherstellungsriesen hat LG Chem nun die Konkurrenten CATL und Panasonic im Auftragsvolumen überholt und ist neue Nr. 1 der Batteriezellhersteller. Mit einem Bestellvolumen von 125 Milliarden US-$ sind die Produktionsstätten der Koreaner die nächsten fünf Jahre ausgelastet.