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Elektrisierende Top-Events in ganz Europa: Batterietechnologie gewinnt an Bedeutung

Allein im November erwarten Branchenakteure und Fachbesucher europaweit noch rund ein halbes Dutzend hochkarätige Events zu relevanten und innovativen Batteriezell- und Batteriespeicher- Themen. Battery-News.de hat alle wichtigen Informationen zu Veranstaltungsorten und -zeiten sowie die Themenschwerpunkte zusammengefasst.

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BMW bestellt angeblich Batteriezellen bei SVOLT

Svolt Energy hat einen Auftrag für die Lieferung von fast 90 Gigawattstunden Batteriekapazität an BMW in Europa erhalten, wie lokale Medien unter Berufung auf Industriequellen berichten. Der geschätzte Wert dieses Auftrags beläuft sich auf etwa 13 Milliarden US-Dollar. Diese Batterien werden voraussichtlich ab 2027 in BMW-Fahrzeugen zum Einsatz kommen und auf der Short-Blade-Zelltechnologie von Svolt Energy basieren, welche im CTP-Design (Cell-to-Pack) eingebracht werden. Obwohl weder Svolt Energy noch BMW diese Vereinbarung offiziell bestätigt haben, wird der Auftrag als strategischer Schritt angesehen, um die geplante Batteriekapazität von 160 Gigawattstunden zu erreichen, die BMW in diesem Jahr anstrebt. Diese Kapazität könnte möglicherweise nicht allein von den bereits bestätigten Zellpartnern CATL und Eve Energy abgedeckt werden. CATL und Eve Energy errichten derzeitig Batteriefabriken im ungarischen Debrecen. Am selben Standort baut BMW aktuell das Fahrzeugwerkt für die Neue Klasse. Quelle: https://cnevpost.com/2023/10/12/svolt-energy-gets-order-to-supply-batteries-to-bmw-report/

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Stellantis wählt Indiana für zweite Batteriefabrik

Stellantis und der südkoreanische Zellproduzent Samsung SDI haben den Standort ihres zweiten gemeinsamen Batteriewerks bekanntgegeben. Das Joint Venture, StarPlus Energy genannt, wird ebenfalls in Kokomo, Indiana, eine Gigafactory errichten. Das Joint Venture befindet sich bereits im Aufbau einer Zellfertigung vor Ort. Die Eröffnung der zweiten gemeinsamen Batteriefabrik in Indiana ist für das Jahr 2027 geplant und könnte voraussichtlich 1.400 Mitarbeiter beschäftigen. Beide Unternehmen werden somit am Produktionsstandort in Indiana über eine gemeinsame jährliche Produktionskapazität von 67 Gigawattstunden verfügen. Die Produktion im ersten gemeinsamen Werk wird voraussichtlich im ersten Quartal 2025 beginnen. Diese Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Stellantis mit den Verlusten aufgrund der fast vierwöchigen Streiks der United Auto Workers zu kämpfen hat. Die Gewerkschaft fordert, dass Stellantis, General Motors und Ford Motor Co ihre Joint-Venture-Batteriefabriken für Elektrofahrzeuge in die Rahmenvereinbarungen der Gewerkschaft mit den Automobilherstellern integrieren. Stellantis und Ford haben bisher Widerstand geleistet und betont, dass es sich bei den Batteriewerken um eigenständige Unternehmen handelt, die niedrigere Arbeitskosten erfordern. GM hat bereits zugestimmt, seine Joint-Venture-Batteriefabriken in seinen Rahmenvertrag aufzunehmen. Quelle: https://www.reuters.com/business/autos-transportation/samsung-sdi-stellantis-choose-indiana-second-joint-ev-battery-plant-2023-10-11/

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West Midlands Gigafactory in Gesprächen mit Batterieherstellern

Das West Midlands Gigafactory Joint Venture bestätigte Gespräche mit mehreren asiatischen Batterieherstellern über zukünftige Investitionen in Coventry. Dieser Standort ist nach Aussagen von West Midlands der einzige in Großbritannien mit einer Baugenehmigung für eine Zellfertigung mit einer Kapazität von bis zu 60 Gigawattstunden pro Jahr.

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Altium und Lunaz kooperieren bei End-of-Life Batterielogistik

Das britische Unternehmen Altilium und der Upcycling- sowie Elektrifizierungsspezialist Lunaz haben eine Partnerschaft zum Transport von End-of-Life-Batterien geschlossen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit soll ein Elektro-LKW entwickelt werden, der speziell für den Transport von Altbatterien ausgelegt ist und die in den Batterien verbliebene elektrische Energie nutzen kann. Dies soll den Transport der Batterien zu den geplanten Recyclinganlagen von Altilium nachhaltiger gestalten und gleichzeitig die Batterien vor dem Recycling entladen. Das Pionierprojekt wird vom Automotive Transformation Fund (ATF) gefördert. Altilium plant, im Jahr 2026 in Teesside die größte Recyclinganlage für Elektroauto-Batterien in Großbritannien zu eröffnen. Die Anlage wird die Kapazität haben, Batterien aus 150.000 Elektrofahrzeugen pro Jahr zu recyceln und 30.000 Tonnen kathodenaktiver Materialien (CAM) für die Rückführung und Wiederverwendung in der Lieferkette für Elektroautobatterien zu produzieren. Der Transport alter Elektroauto-Batterien ist aufgrund ihres Gewichts und der Gesundheits- und Sicherheitsrisiken schwierig und teuer. Laut Altilium macht der Transport im Durchschnitt 41% der Gesamtkosten des Recyclings aus und trägt mit 3,5% zu den THG-Emissionen im Lebenszyklus einer recycelten Batterie bei. Durch dieses Projekt hofft Altilium, den Kohlenstoff-Fußabdruck des Batterierecyclings um bis zu 5% zu reduzieren. Quelle: https://altilium.tech/wp-content/uploads/2023/10/Altilium-Lunaz-APC-announcement-09.10.2325.pdf

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PowerCo und Umicore JV baut erste Produktionsstätte in Polen

Das Joint Venture zwischen der Volkswagen-Tochter PowerCo und dem belgischen Materialtechnologie-Konzern Umicore plant den Bau seiner ersten Anlage für Kathodenmaterialien. IONWAY wird eine Anlage errichten, die direkt an die vorhandene Umicore-Anlage in Nysa, Polen, angrenzt. Das Hauptziel dieses Joint Ventures besteht darin, Vorstufen- (pCAM) und Kathodenaktivmaterialien (CAM) herzustellen.

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„Die Elektromobilität drängt eine gesamte Industrie zu neuem Denken“

Im Batterie-Markt gibt es aktuell viele neue Entwicklungen. Speziell bei der Herstellung von Elektrodenmassen können Anlagenbetreiber verschiedene Technologien und Maschinen einsetzen. Eine Produktionsmöglichkeit ist die kontinuierliche Herstellung mittels Doppelschneckenextrusion. Battery-News sprach mit Thorsten Stirner, Teamleiter Verfahrenstechnik bei Coperion, zu den Vorteilen dieses Prozesses und den Anforderungen bei einer Umstellung des aktuellen Mischprozesses. Battery-News: Im Bereich der Batterieherstellung – und speziell bei der Produktion von Batteriemassen – gibt es in den letzten Jahren viel Bewegung. Traditionell werden Elektrodenmassen oftmals diskontinuierlich hergestellt. Doch neue Entwicklungen zeigen, dass der Einsatz eines Doppelschneckenextruders im Rahmen einer kontinuierlichen Produktion eine immer größere Bedeutung einnimmt. Was sind die Vorteile einer Umstellung? Thorsten Stirner: Mit der Umstellung auf ein kontinuierliches Herstellungsverfahren und dem Einsatz von Doppelschneckenextrudern kann die Produktion im Hinblick auf die Kosten und Qualität optimiert werden. Bei der kontinuierlichen Produktion erfolgt ein fließender Übergang von einem Prozessschritt zum nächsten. Dafür müssen sämtliche Verfahrensschritte effizient aufeinander abgestimmt sein. Da für die kontinuierliche Produktion weniger manuelle Schritte als bei der traditionellen Herstellung nötig sind, ermöglicht sie einen höheren Automatisierungsgrad, einen reduzierten Personal- und auch Platzbedarf und dadurch geringere Betriebskosten. Mit einem höheren Automatisierungsgrad kann zudem die Formulierung exakt eingehalten werden. So ist eine reproduzierbare, gleichbleibend hohe Produktqualität sichergestellt. Battery-News: Herzstück der kontinuierlichen Produktion ist der Doppelschneckenextruder – welche Vorteile liefert diese Maschine? Thorsten Stirner: Doppelschneckenextruder sind Hochleistungsextruder, die den Prozess der Batterieherstellung optimieren können. Eine wesentliche Rolle bei der Qualität von Batteriemassen spielt die Homogenität der Slurries – hier punktet der Extruder besonders: Er verfügt über eine hohe dispersive Mischleistung, also dem Aufbrechen der festen Agglomerate. Das anschließende distributive Mischen und die Homogenisierung erzeugen als Resultat eine sehr homogene Masse und dadurch eine hohe Endproduktqualität. Je nach Material und Zustandsform der Inhaltsstoffe kann dieses an Maschinenteilen haften. Die ineinandergreifenden, dichtkämmenden Doppelschnecken der ZSK-Baureihe verhindern strömungsarme Zonen über die gesamte Länge des Verfahrensteils und ermöglichen dadurch eine optimale Selbstreinigung, die unter anderem einen einfachen Rezepturwechsel ermöglicht. Zudem bewirken sie einen konstant hohen Förderwirkungsgrad, reduzieren damit das Restmaterial im Extruder und ermöglichen eine materialeffizientere Produktion. Anlagenbetreibern ist es wichtig, schnell und flexibel auf Produktionsänderungen reagieren zu können. Diese Anforderung kann mit der kontinuierlichen Extrusion umgesetzt werden: Zum einem kann der Durchsatz des Extruders an den Produktionsprozess angepasst werden, so dass die extrudierte Elektrodenmasse direkt im Anschluss beschichtet werden kann. Dank eines einfachen Scale-up sind Produktionsbereiche zwischen 2 l/h bis 1.600 l/h, abhängig von der Maschinenbaugröße, realisierbar. Zum anderen können Rezepturänderungen, wie beispielsweise eine Reduktion oder Substitution toxischer Lösungsmittel ohne großen Aufwand umgesetzt werden. Durch die modulare Bauweise des Verfahrensteils des Doppelschneckenextruders können verschiedene Verfahrenszonen geschaffen werden, in denen je nach Rezeptur gefördert, gemischt, homogenisiert und entgast werden kann. Somit können anwendungsspezifische Spezifikationen individuell und flexibel durch eine Anpassung der Schnecken und einen geänderten Verfahrens-Aufbau umgesetzt werden. Auch hinsichtlich der Energiebilanz weist der Extruder Vorteile auf. Durch die Reduktion und Substitution von Lösungsmittel kann der Energiebedarf aufgrund kürzerer Trocknungszeiten verringert werden, so dass die Produktion klimafreundlicher erfolgen kann. Battery-News: Neben dem Extruder spielt auch das Thema Dosierung eine wichtige Rolle im Prozess. Können Sie uns erklären, warum Dosierer eine so große Bedeutung für die Endproduktqualität haben? Stirner: Coperion bietet Gesamtanlagen zur Batteriemassenherstellung an, in denen der Extruder und Dosierer eine zuverlässige Einheit bilden. Für die Qualität des Endproduktes ist die genaue und zuverlässige Dosierung ein wesentlicher Aspekt. Die gravimetrischen Feststoff- und Flüssigkeitsdosierer von Coperion K-Tron eignen sich ideal für diese Aufgaben, da sie eine sehr hohe Genauigkeit, große Zuverlässigkeit und Flexibilität bieten. Es steht eine Vielzahl von Dosierlösungen zur Auswahl, die alle auf der Grundlage von über 100 Jahren Erfahrung in der Materialhandhabung entwickelt wurden. Die „Smart Force Transducer“ (SFT)-Wägetechnologie in Kombination mit der neuen Generation der KCM-Dosiersteuerung ermöglicht hochgenaues Dosieren sogar in einem schwierigen Anlagenumfeld. Der dynamische Filteralgorithmus identifiziert und extrahiert kontinuierlich störende Massenkomponenten aus der Gewichtsmessung, selbst unter schwierigen Prozessbedingungen. Dank dieses digitalen Filters sind die SFT-Wägezellen in der Lage, eine genaue, stabile und zuverlässige Gewichtsmessung unter sämtlichen Betriebsbedingungen zu liefern. Bei der Produktion von Batteriemassen sind die Feststoffe oft schwerfließende Pulver. Hier eignen sich besonders Doppelschneckendosierer, da sie ein größeres Einlaufvolumen als Einfachschneckendosierer haben und so das Material zuverlässiger zum Auslauf bringen. Ob bei kleineren Dosierleistungen für Pilot- oder Entwicklungslinien oder größeren Leistungen für Produktionsanlagen, die Coperion K-Tron Dosierwaagen zeichnen sich durch einen breiten Drehzahlbereich aus, was zur Flexibilität der Rezepturgestaltung beiträgt. Sämtliche Dosierwaagen sind einfach zu demontieren und reinigen. Produktseitige Teile sind aus Edelstahl konstruiert und somit optimal für die Wash-in-Place-Reinigung geeignet. Für das bei der Batteriemassenherstellung erforderliche Containment sind Ausführungen bis zu einem OEB Level 4 erhältlich. Dank weiteren speziell entwickelten Optionen, wie der elektronischen Druckkompensation EPC oder der ActiFlow Schüttgut-Fließhilfe, tragen Coperion K-Tron Dosierer mit ihrer hochgenauen und zuverlässigen Dosierleistung wesentlich zum funktionierenden Herstellungsprozess und einer hohen Endproduktqualität bei. Neben der Technologie selbst sind aber auch die Flexibilität der Dosierer und die große Auswahl passender Optionen wesentliche Aspekte, damit die Gesamtanlage reibungslos funktionieren kann. Battery-News: Neben Extruder und Dosierer ist auch das Thema Schüttguthandling – und hier insbesondere das Thema Containment – ein wichtiger Punkt bei der Herstellung von Batteriemassen. Wie trägt Coperion diesem Thema Rechnung? Stirner: Da bei der Produktion toxische Stoffe zum Einsatz kommen, ist Containment (meist OEB-Level 3 bis 4) unerlässlich. Coperion liefert das Schüttguthandling, die Dosierung und Extrusion als komplettes System aus einer Hand; dabei planen, entwickeln und bauen wir ein entsprechendes Containment-Konzept für die komplette Anlage, so dass der Austritt von Gefahrstoffen verhindert wird. Von der Entleerung der toxischen Schüttgüter aus Gebinden wie Big Bags sowie der Dosierung der Rohstoffe in den Extruder erfolgt die Produktion unter entsprechend geschützten Bedingungen. Dazu gehören Maßnahmen zur Aspiration bei der pneumatischen Förderung wie Abluftfilter oder die staubdichte Auslegung von Komponenten, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Coperion konzipiert und baut seit mehr als 60 Jahren Gesamtanlagen. Durch diese langjährige Erfahrung und das entsprechende Know-how sind wir in der Lage, das von uns gelieferte System sicher für die Arbeitsumgebung und die Umwelt zu gestalten. Um ein konkretes Beispiel zu nennen, ist bei den Coperion K-Tron Dosierern z.B. die Zuführung staubdicht; der Dosierer,

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