Battery-News

Autorenname: Cornelius Karow

Rio Tinto übernimmt Mehrheitsanteil an Nemaska Lithium

Der internationale Bergbaukonzern Rio Tinto hat die Mehrheit an Nemaska Lithium in der kanadischen Provinz Québec übernommen. Nach Kapitalbeteiligungen seit März 2025 hält das Unternehmen nun 53,9 Prozent der Anteile. Die Regierung der Provinz Québec hält über ihre Beteiligungsgesellschaft Investissement Québec 46,1 Prozent. Mit der Mehrheitsbeteiligung übernimmt Rio Tinto die direkte operative Führung. Das Unternehmen will eigene Prozesse und Standards in den Bereichen Entwicklung, Betrieb und Vertrieb einbringen. Ziel ist der Aufbau eines integrierten Lithiumgeschäfts in Québec. Die Mehrheitsübernahme folgt auf die Arcadium-Übernahme im März 2025, durch die Rio Tinto zunächst 50 Prozent an Nemaska Lithium erworben hat. Nemaska Lithium betreibt das Lithiumhydroxid-Werk in Bécancour sowie die Spodumen-Mine Whabouchi in der Region Eeyou Istchee James Bay. Ende 2025 waren die Bauarbeiten am Standort Bécancour zu 60 Prozent abgeschlossen. Laut Angaben des Unternehmens Rio Tinto wurden die Ingenieurarbeiten abgeschlossen. Die Inbetriebnahme des Werks ist für 2026 vorgesehen. Die erste Produktion wird für das Jahr 2028 erwartet. Rio Tinto bewertet derzeit die künftige Versorgung des Werks mit Spodumen. Hierzu werden die Whabouchi-Mine sowie die unternehmenseigene Galaxy-Mine untersucht. Die Prüfung soll im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden. Die Regierung von Québec plant, über Eigenkapital weitere Investitionen von bis zu 200 Millionen US-Dollar zu tätigen. Rio Tinto wiederum will im Jahr 2026 mehr als 300 Millionen US-Dollar in den Ausbau seines Lithiumgeschäfts in Québec investieren. Quelle:https://www.riotinto.com/en/news/releases/2026/rio-tinto-assumes-majority-interest-and-management-responsibilities-at-nemaska-lithium

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LG Energy Solution Vertech und Qcells schließen Batterie-Deal über 5 GWh

Der koreanische Batteriehersteller LG Energy Solution Vertech und der südkoreanische Photovoltaik-Hersteller Qcells haben eine mehrjährige Vereinbarung über Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von 5 Gigawattstunden in den USA bekannt gegeben. Der Deal betrifft Lithium-Ionen-Energiespeichersysteme für Utility-Projekte. Die Umsetzung ist für EPC-Vorhaben von Qcells zwischen 2028 und 2030 vorgesehen. Zusätzlich übernimmt LG Energy Solution Vertech Lifecycle-Services für die installierten Systeme. Bereits im Mai 2024 hatte Qcells Batterieabnahmeverträge über 4,8 Gigawattstunden mit LG Energy Solution Vertech geschlossen. Mit der neuen Vereinbarung verdoppelt sich das gesicherte Volumen nun. Die Systeme basieren auf containerisierten Lithium-Ionen-Lösungen mit LFP-Zellen. Diese Zellen werden nach Angaben von LG Energy Solution in US-Werken, unter anderem in Holland, Michigan, gefertigt. LG Energy Solution produziert dort bis zu 16,5 Gigawattstunden Speicherzellen pro Jahr. Bis Ende 2026 soll die Kapazität in Nordamerika auf rund 50 Gigawattstunden steigen. Quelle:https://news.lgensol.com/company-news/press-releases/4563/

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Albemarle setzt Lithiumhydroxid-Anlage in Australien außer Betrieb

Der US-amerikanische Chemiekonzern Albemarle hat angekündigt, seine Lithiumhydroxid-Anlage in Kemerton, Westaustralien, vorläufig stillzulegen. Betroffen ist die verbleibende Produktionslinie Train 1, die mit sofortiger Wirkung in den Status „Care and Maintenance” überführt wird. Bereits im Jahr 2024 hatte das Unternehmen die Produktionslinie Train 2 außer Betrieb genommen und die Ausbaupläne für die Linien 3 und 4 gestoppt. Die Anlage verarbeitet Spodumen aus der Mine Greenbushes. An diesem Projekt hält Albemarle über ein australisches Joint Venture eine Beteiligung sowie die Hälfte der Abnahmerechte. Als Gründe für die Stilllegung nennt Albemarle anhaltende Marktvolatilität und Kostendruck. Das Unternehmen verweist darauf, dass die jüngsten Preissteigerungen bei Lithium nicht ausreichen, um die wirtschaftlichen Herausforderungen der Hartgesteinsverarbeitung im Westen zu kompensieren. Mit der Maßnahme soll die finanzielle Flexibilität des Unternehmens erhöht werden. Die prognostizierten Absatzmengen für das Jahr 2026 bleiben hingegen unverändert. Albemarle will die Nachfrage nach Lithiumhydroxid über andere Produktionsstandorte bedienen. Laut Mitteilung bleiben auch die Bergbauaktivitäten in Australien unverändert. Dazu zählen Beteiligungen an den Minen Greenbushes und Wodgina sowie Explorationsprojekte in Westaustralien. Quelle:https://www.prnewswire.com/news-releases/albemarle-announces-plans-to-idle-its-kemerton-lithium-hydroxide-processing-plant-302685521.html

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PEM forscht an Echtzeit-Vermessung von Slurry im Mischprozess

Der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen forscht gemeinsam mit dem Industriepartner SURAGUS im Verbundprojekt „MixItUp“ an der Echtzeit-Vermessung von Slurry im Mischprozess. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und ist auf drei Jahre angelegt. Ziel ist die Entwicklung einer In-situ-Messmethode zur Charakterisierung von Slurrys in der Batterieproduktion. Bisherige Verfahren zur elektrischen Charakterisierung von Slurrys erfordern zeitaufwendige Labormessungen und erlauben keine Echtzeit-Prozesskontrolle. Das Projekt zielt auf ein Inline-Messverfahren ab, das direkt während des Mischprozesses eingesetzt werden kann. Kern der Entwicklung ist ein induktives Sensorsystem mit FPGA-basierter Echtzeit-Signalverarbeitung. Mithilfe eines Wirbelstromsensors sollen die elektrische Leitfähigkeit, die Homogenität und die Partikelverteilung erfasst werden. Das Sensorsystem misst die elektrischen Eigenschaften der Suspension kontaktlos während des Mischens. Die Messwerte werden mit den Prozessparametern in einer Datenbank abgeglichen. So sollen eine kontinuierliche Überwachung, eine frühzeitige Fehlererkennung und eine angepasste Prozesssteuerung ermöglicht werden. Die Methode wird zunächst im Teststand validiert und anschließend auf eine Pilotlinie übertragen. Am Ende des Projekts soll ein industrietaugliches Messsystem vorliegen, das in mindestens zwei Anwendungen demonstriert wird. Vorgesehen sind der Einsatz beim Mischen von Elektrodenpasten für Batteriezellen sowie bei einer weiteren Funktionspaste, etwa aus der Brennstoffzellenproduktion. Quelle:https://www.pem.rwth-aachen.de/go/id/brlnoj#aaaaaaaaabrlnth

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Gotion und BASF kooperieren bei Festkörperbatterien

Der chinesische Batteriehersteller Gotion High-tech und der deutsche Chemiekonzern BASF haben eine strategische Zusammenarbeit zur Entwicklung von Festkörperbatterien vereinbart. Das entsprechende Memorandum wurde in Hefei, dem Hauptsitz von Gotion, unterzeichnet. Laut Unternehmensangaben soll die Kooperation die gemeinsame Forschung und Entwicklung von Hochleistungsmaterialien für die nächste Generation von Festkörperbatterien umfassen. Im Fokus stehen dabei mehrere Kernmaterialien sowie technische Hürden bei der Kommerzialisierung. Genauere Details zur konkreten Ausgestaltung der Zusammenarbeit nannte Gotion nicht. Die Partnerschaft baut auf einer seit 13 Jahren bestehenden Zusammenarbeit der beiden Unternehmen auf. Gotion betreibt bereits eine Pilotproduktionslinie mit einer Kapazität von 0,2 GWh für die konzerneigene „Gemstone“-Festkörperbatterie. Die Ausbeute liege demnach bei über 90 Prozent, die Energiedichte bei 300 Wattstunden pro Kilogramm. Für 2027 sind eine Kleinserienfertigung sowie Integrationstests in Fahrzeugen vorgesehen. Die Massenproduktion erwartet das Unternehmen für das Jahr 2030. Quelle:https://cnevpost.com/2026/02/10/gotion-basf-partner-solid-state-battery-tech/

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