Battery-News

Autorenname: Cornelius Karow

CALB bringt Semi-Festkörperbatterie in leichte Nutzfahrzeuge

Der chinesische Batteriehersteller CALB hat am 28. März auf einer Nutzfahrzeugmesse in Hefei eine Fest-Flüssig-Hybridbatterie vorgestellt. Laut Unternehmensangaben befindet sich das System bereits in der Serienproduktion. Es ist für den Einsatz in leichten Nutzfahrzeugen von Chery Automobile vorgesehen. Damit erreicht die Semi-Festkörpertechnologie erstmals eine breitere Anwendung im Segment leichter Nutzfahrzeuge. Dieser Technologieansatz kombiniert feste und flüssige Elektrolytbestandteile und stellt somit einen Zwischenschritt auf dem Weg zu vollständig festen Batterien dar. Höhere Energiedichte erhöht Nutzlast CALB gibt eine Energiedichte der Zellen von 400 Wattstunden pro Kilogramm an. Die höhere Energiedichte ermöglicht eine Gewichtsreduzierung der Batterie und verbessert somit direkt die Nutzlast bei leichten Nutzfahrzeugen. Der Hersteller gibt an, dass die Batterie 44 Sicherheitstests bestanden hat, darunter Prüfungen zu thermischer Ausbreitung, Feuer und mechanischer Belastung. Diese Tests sollen die Einhaltung aktueller chinesischer Sicherheitsstandards übertreffen. Beim Laden unterstützt das System eine 2C-Schnellladung. Der Ladezustand soll sich innerhalb von 15 Minuten von 30 auf 80 Prozent erhöhen lassen. CALB hebt auch das Verhalten bei niedrigen Temperaturen hervor. Demnach beträgt die Reichweite bei minus 25 Grad Celsius mehr als 20 Prozent mehr als bei konventionellen Batterien. Zudem wird eine kontinuierliche Entladung mit 1C angegeben. Quelle:https://cnevpost.com/2026/03/30/semi-solid-battery-adoption-light-trucks-calb-launch/

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POSCO Future M startet Kooperation für Lithium-Metall-Batterien

Die südkoreanischen Unternehmen POSCO Future M, Kumho Petrochemical und BEI haben eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung einer neuen Batterietechnologie unterzeichnet. Im Fokus steht dabei der Ansatz einer anodenfreien Lithium-Metall-Batterie. Laut den beteiligten Unternehmen soll diese Technologie höhere Energiedichten und schnellere Ladezeiten ermöglichen. Verzicht auf Anodenmaterial zur Erhöhung der Energiedichte Die geplante Batterie verzichtet auf ein klassisches Anodenmaterial. Der dadurch gewonnene Raum wird für eine höhere Energiedichte genutzt, die um 30 bis 50 Prozent höher sein soll als bei konventionellen Lithium-Ionen-Batterien. Beim Laden lagern sich Lithium-Ionen direkt auf einer metallischen Stromableiterfolie ab. Dieser Prozess soll die Ladegeschwindigkeit auf mehr als das Doppelte erhöhen. Als mögliche Einsatzfelder werden Drohnen, Anwendungen im Bereich Luftmobilität, Elektrofahrzeuge und Robotik genannt. Die Technologie soll zudem mit bestehender Produktionsausrüstung kompatibel sein. Das würde laut Unternehmensangaben Investitionskosten und Prozesskomplexität reduzieren. Aufgabenverteilung innerhalb der Kooperation POSCO Future M bringt eigenen Angaben zufolge seine Technologie für Kathodenmaterial ein. Kumho Petrochemical soll leitfähige Carbon-Nanoröhren liefern, welche die elektrische Leitfähigkeit und Lebensdauer verbessern sollen. BEI übernimmt die Umsetzung in fertige Batteriezellen und stellt Produktionskapazitäten bereit. Die Unternehmen planen eine Weiterentwicklung bis hin zur möglichen Kommerzialisierung. Konkrete Zeitpläne wurden nicht genannt. Quelle:https://www.poscofuturem.com/en/pr/view.do?num=1005

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Qualitätssicherung von Lithium-Ionen-Batterien in Europa

Die Battery-News präsentieren eine Übersicht von Unternehmen im Bereich Qualitätssicherung von Lithium-Ionen-Batterien. Die zugrunde liegenden Daten stammen aus offiziellen Mitteilungen der jeweiligen Akteure und verlässlichen Quellen aus dem Umfeld der Batterieproduktion. Die Karte wurde im Zuge des „Battery Atlas 2026“ veröffentlicht und steht in hoher Auflösung zum kostenfreien Download bereit. Sollte ein Unternehmen fehlen oder es generelle Anmerkungen geben, nimmt die Redaktion der Battery-News entsprechende Hinweise gern entgegen.

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tozero nimmt Batterie-Recyclinganlage in Deutschland in Betrieb

Der Münchner Batterierecycler tozero hat eine industrielle Demonstrationsanlage zur Rückgewinnung kritischer Rohstoffe aus Altbatterien in Betrieb genommen. Die Anlage befindet sich im Chemical Park Gendorf und wurde laut Unternehmensangaben innerhalb von sechs Monaten errichtet. Sie soll jährlich rund 1.500 Tonnen Batteriematerial verarbeiten und dabei mehr als 100 Tonnen Lithiumcarbonat sowie Graphit und Nickel-Kobalt-Gemische zurückgewinnen. Das Unternehmen gibt an, ein hydrometallurgisches Verfahren ohne Säuren einzusetzen, das die Rückgewinnung in einem einzigen Prozessschritt ermöglicht. Die resultierenden Materialien sollen eine Reinheit erreichen, die eine direkte Wiederverwendung in der Produktion erlaubt. Zudem behauptet tozero, dass die Kosten unter denen klassischer Bergbauverfahren liegen.  Recyceltes Lithium und Graphit wurden eigenen Angaben zufolge bereits mit Herstellern von Batteriekomponenten qualifiziert. Die Anlage dient gleichzeitig als Grundlage für eine größere Produktionsstätte, deren Bau bis 2030 geplant ist. Diese soll jährlich 45.000 Tonnen Batteriematerial verarbeiten und deutlich höhere Mengen an Lithium und Graphit liefern. Bedeutung für Rohstoffversorgung in Europa Die Initiative steht im Kontext politischer Zielsetzungen wie dem EU Critical Raw Materials Act, der einen steigenden Anteil recycelter Rohstoffe vorsieht. Europa ist derzeit stark von Importen abhängig, insbesondere bei Lithium und Graphit. Gleichzeitig wächst durch die Elektromobilität das Aufkommen an Altbatterien. Das Unternehmen betrachtet Recycling daher als zentralen Baustein, um diese Abhängigkeit zu verringern. Quelle:Info per E-Mail

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POSCO Future M und Molten planen Entwicklung von Anodenmaterial aus Methan

Der südkoreanische Batteriematerialhersteller POSCO Future M hat eine Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Unternehmen Molten vereinbart. Ziel ist die Entwicklung von natürlichem Graphit-Anodenmaterial auf Basis von Methangas. Im Rahmen der Kooperation stellt Molten das Graphit durch Methanpyrolyse her. Dieses Material soll anschließend von POSCO Future M weiterverarbeitet werden. Die Weiterverarbeitung erfolgt über die Tochtergesellschaft FutureGraph, bevor das Endprodukt in einem Werk in Sejong entsteht. Damit wird ein Ansatz verfolgt, der nicht auf konventionell abgebautem Graphit basiert. Molten gibt an, als einziges Unternehmen Graphit durch Methanpyrolyse herstellen zu können. Alternative Rohstoffbasis für Anodenmaterial Nach Unternehmensangaben enthält aus Methan gewonnenes Graphit weniger metallische Verunreinigungen als abgebautes Material. Dies könnte den Aufwand für Reinigungsschritte reduzieren. Daraus ergeben sich laut Unternehmensangaben potenzielle Kostenvorteile in der Produktion von Anodenmaterialien. Ein weiterer Aspekt ist die Entstehung von Wasserstoff als Nebenprodukt der Methanpyrolyse. Innerhalb der POSCO-Gruppe wird geprüft, diesen Wasserstoff weiterzuverwenden. Mögliche Anwendungen sind die Energieerzeugung sowie wasserstoffbasierte Stahlherstellungsverfahren. Konkrete Zeitpläne, etwa für Pilotprojekte oder eine industrielle Umsetzung, werden im Zusammenhang mit der Vereinbarung nicht genannt. Quelle:https://www.poscofuturem.com/en/pr/view.do?num=1004

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Samsung SDI sichert LFP-Kathodenmaterial für ESS-Produktion

Samsung SDI hat eine Liefervereinbarung mit dem südkoreanischen Materialhersteller L&F abgeschlossen. Ziel ist der Bezug von Kathodenmaterialien für Lithium-Eisenphosphat-Batterien über einen Zeitraum von drei Jahren, beginnend im kommenden Jahr. Das Volumen des Vertrags liegt Unternehmensangaben zufolge bei rund 1,6 Billionen KRW (etwa 1,07 Milliarden US-Dollar). Eine Verlängerungsoption um weitere drei Jahre ist Bestandteil der Vereinbarung. Die Materialien sollen für Energiespeichersysteme verwendet werden. Die Produktion ist im US-Bundesstaat Indiana vorgesehen, wo Samsung SDI gemeinsam mit Stellantis das Joint Venture StarPlus Energy betreibt. Dort werden bereits bestehende Fertigungslinien teilweise von Elektrofahrzeugbatterien auf ESS-Anwendungen umgestellt. Ab dem vierten Quartal dieses Jahres ist eine parallele Massenproduktion von LFP- und NCA-Batterien geplant. Diversifizierung der Lieferkette im Fokus Die Vereinbarung steht im Kontext einer strategischen Neuausrichtung der Lieferketten. Die Batterieindustrie war bislang stark von chinesischen Lieferanten für LFP-Kathodenmaterial abhängig. Gleichzeitig verschärfen die USA die regulatorischen Vorgaben für Produkte mit China-Bezug, unter anderem durch Regelungen zu sogenannten „Prohibited Foreign Entities“. Samsung SDI verfolgt eigenen Angaben zufolge das Ziel, diese Abhängigkeiten zu reduzieren. Die Zusammenarbeit mit einem inländischen Partner wird als Schritt zur Stabilisierung der Materialversorgung dargestellt. L&F hatte bereits im August des vergangenen Jahres Investitionen in die LFP-Kathodenproduktion angekündigt und baut derzeit Kapazitäten von 60.000 Tonnen pro Jahr auf. Parallel dazu erweitert Samsung SDI seine Aktivitäten im nordamerikanischen Markt für Energiespeicher. Ende des vergangenen Jahres wurde ein Liefervertrag über etwa 2 Billionen KRW mit einem US-Energieunternehmen geschlossen. Mitte März folgte ein weiterer Auftrag im Wert von rund 1,5 Billionen KRW. Quelle:https://www.samsungsdi.com/sdi-now/sdi-news/4822.html?pageIndex=1&pagesize=15&idx=4822

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BAIC meldet Fortschritte bei Natrium-Ionen-Batterien

Der chinesische Automobilkonzern BAIC hat Fortschritte bei der Entwicklung von Natrium-Ionen-Batterien gemeldet. Ein Prototyp habe die Entwicklungsphase abgeschlossen, so das Unternehmen. Damit erweitert BAIC seine sogenannte Aurora-Batterieplattform, die nun Lithium-Ionen-, Festkörper- und Natrium-Ionen-Technologien umfasst. Die vorgestellte Batterie basiert auf einem prismatischen Zellformat. Laut BAIC liegt die Energiedichte einer einzelnen Zelle bei über 170 Wh/kg. Zudem soll die Batterie eine Schnellladefähigkeit von 4C bieten. Das Unternehmen hebt außerdem die Leistungsfähigkeit unter extremen Temperaturen hervor. Demnach arbeitet die Batterie in einem Bereich von -40 bis 60 °C stabil und erreicht bei -20 °C noch über 92 Prozent ihrer Energieabgabe. BAIC betont, dass die Batterie bei Belastungstests wie Überladung, Hitzeeinwirkung und mechanischer Beanspruchung weder Feuer fing noch explodierte. Das Unternehmen sieht darin eine Übererfüllung aktueller chinesischer Sicherheitsstandards. Unabhängige Prüfungen oder detaillierte Testbedingungen werden nicht genannt. Laut BAIC gelten die Entwicklungsarbeiten am Prototypen als abgeschlossen. Zudem sei ein Produktionsprozess für die prismatischen Zellen definiert worden. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge rund 20 Patente angemeldet, unter anderem für Materialien, Elektrolyte und Systemintegration. Quelle:https://cnevpost.com/2026/03/20/baic-unveils-sodium-ion-battery-breakthrough/

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Ultium Cells kündigt LFP-Produktion für Energiespeicher in Spring Hill an

Das Joint Venture Ultium Cells, eine Kooperation von General Motors und LG Energy Solution, richtet das Werk in Spring Hill auf die Produktion von Lithium-Eisenphosphat-Batterien für Energiespeichersysteme aus. In die Umrüstung der Produktionsanlagen fließen laut Unternehmensangaben rund 70 Millionen US-Dollar. Die Fertigung soll demnach im zweiten Quartal 2026 beginnen. Eine konkrete Angabe zum Anteil der künftigen LFP-Produktion am Gesamtvolumen des Werks macht das Unternehmen nicht. Es wird lediglich beschrieben, dass die Anlagen derzeit umgerüstet und die Belegschaft entsprechend geschult wird. Fokus auf stationäre Energiespeicher Die in Spring Hill produzierten LFP-Zellen sollen an die US-Energiespeichersparte von LG Energy Solution geliefert werden. Dort werden sie schließlich zu kompletten Speichersystemen weiterverarbeitet, die in Nordamerika unter anderem für Stromnetze und Rechenzentren eingesetzt werden. Das Unternehmen begründet diese Ausrichtung mit einer steigenden Nachfrage nach Energiespeichern. LFP-Zellen gelten in diesem Einsatzbereich als kostengünstiger als nickelhaltige Batterien. Bei stationären Anwendungen spielen Gewicht und Bauraum eine geringere Rolle, wodurch andere Kriterien in den Vordergrund rücken.  LG Energy Solution plant eigenen Angaben zufolge, die weltweite Produktionskapazität für Energiespeicherbatterien in diesem Jahr auf über 60 GWh zu erhöhen. Mehr als 80 Prozent dieser Kapazität sollen in Nordamerika angesiedelt sein. Quelle:https://www.ultiumcell.com/newsroom/latest-news/2026/03/17/Ultium-Cells-Spring-Hill-Diversifies-Production-with-LFP-Batteries-for-Energy-Storage-Systems

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Eve Energy stellt Festkörperbatterien vor

Der chinesische Batteriehersteller Eve Energy hat zwei neue Festkörperbatterien vorgestellt. Die Modelle Longquan No. 3 und Longquan No. 4 wurden demnach erstmals am 17. März am Standort Chengdu produziert. Die Markteinführung sei ein weiterer Schritt in Richtung Kommerzialisierung dieser Technologie. Die Produktionsmuster sind jedoch vorerst auf die Validierung von Produktionsprozessen beschränkt. Die beiden Zellmodelle sind für verschiedene Anwendungsfälle ausgelegt. Dabei ist Longquan No. 4 ist für den Einsatz in Elektrofahrzeugen vorgesehen. Sie besitzt eine Kapazität von 60 Ah und kann unter einem Druck von 5 MPa betrieben werden. Konkrete Leistungsdaten der Zelle wurden nicht genannt. Die Longquan No. 3 ist für den Bereich der Unterhaltungselektronik vorgesehen. Sie arbeitet bei einem Stapeldruck von unter 2 MPa.  Eve betont, dass Festkörperbatterien stabile Grenzflächen zwischen den festen Materialien erfordern. Der hierfür notwendige Druck gelte als eine zentrale technische Hürde der Technologie. Eine Reduzierung dieses Druckerfordernisses könnte die Integration in Fahrzeuge erleichtern. Das Unternehmen behauptet, mit den neuen Zellen Fortschritte in diesem Bereich erzielt zu haben. Seit 2022 betreibt Eve Energy seinen Standort in Chengdu. Zunächst entstand dort eine konventionelle Batterielinie mit einer Kapazität von 9 GWh. Parallel dazu wurde eine Fertigungsbasis für Festkörperbatterien aufgebaut. Laut dem Unternehmen wurden dort bis 2025 Produktionsprozesse für Zellen mit einer Kapazität zwischen 10 und 60 Ah etabliert Quelle: https://cnevpost.com/2026/03/19/eve-energy-rolls-out-2-new-all-solid-state-batteries

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