Battery-News

Autorenname: Cornelius Karow

OPmobility und ProLogium prüfen Festkörperbatterien für E-Auto-Packs

OPmobility und ProLogium haben eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei Festkörperbatterien unterzeichnet. Ziel ist es, Festkörperzellen von ProLogium in Batteriemodule und -pakete für Elektrofahrzeuge zu integrieren. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer standardisierten Batteriemodullösung. Diese soll künftig von Automobilherstellern auf verschiedenen E-Auto-Plattformen eingesetzt werden können. ProLogium soll Festkörperzellen liefern, die OPmobility elektrisch testet. OPmobility übernimmt nach den vorliegenden Angaben die Auslegung, Entwicklung und Fertigung der daraus abgeleiteten Batteriemodule. Technische Validierung gesamter Batteriearchitekturen Festkörperbatterien gelten in der Branche als mögliche Schlüsseltechnologie für kommende Elektrofahrzeuge. Im Raum stehen Vorteile bei Reichweite, Ladeeffizienz und Sicherheit. Ob diese Eigenschaften im Fahrzeug tatsächlich erreicht werden, hängt jedoch nicht allein von der Zelle ab. Entscheidend ist auch, wie sie auf Modul- und Packebene integriert wird. Genau dort setzt die Kooperation an. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen prüfen, wie sich die Vorteile einzelner Zellen in konkrete Batteriearchitekturen übertragen lassen. Damit sollen Automobilhersteller belastbarere Daten zur Leistung solcher Systeme erhalten. Zugleich soll die Entwicklung integrierter Lösungen beschleunigt werden. Laut den Angaben der Unternehmen soll die Absichtserklärung gemeinsame Test- und Engineering-Standards festlegen. Der Prozess beginnt mit Leistungstests und der Entwicklung von Batteriemodulen. Anschließend soll daraus ein Weg zur Fahrzeugintegration abgeleitet werden. Quelle:https://prologium.com/prologium-and-opmobility-sign-mou-to-develop-next-generation-solid-state-battery-modules-for-mobility/https://autonews.gasgoo.com/articles/ev/opmobility-and-prologium-sign-mou-to-co-develop-next-gen-solid-state-battery-packs-2065725750249103361

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EU-Kommission startet neues Förderinstrument für Batteriezellfertigung

Die Europäische Kommission hat die „Battery Booster Facility” formal eingerichtet. Über dieses neue Instrument sollen bis zu 1,5 Milliarden Euro aus den Einnahmen des EU-Emissionshandels in die europäische Batterieindustrie fließen. Das Ziel besteht darin, Hersteller von Batteriezellen beim Hochlauf der Produktion in Europa zu unterstützen. Erstmals will die Kommission in diesem Bereich direkte Unterstützung in Form von zinsfreien Darlehen leisten. Zuschüsse sind nicht vorgesehen. Laut der Kommission soll das Darlehensmodell zu einer soliden Kapitalplanung beitragen, private Investitionen ergänzen und Unternehmen schneller in Richtung wirtschaftlicher Tragfähigkeit führen. Fokus auf Elektrofahrzeuge und Produktion im EWR Förderfähig sind Projekte, die Batterietechnologie herstellen, die für Elektrofahrzeuge geeignet ist. Die Produkte dürfen den Angaben zufolge auch in anderen Anwendungen genutzt werden. Die Produktion muss im Europäischen Wirtschaftsraum angesiedelt sein. Zudem ist eine Mindestkapazität von 10 Gigawattstunden festgelegt. Pro Projekt kann das Darlehen höchstens 500 Millionen Euro betragen. Bei der Bewertung der Anträge sollen technische und finanzielle Reife sowie der wirtschaftliche Mehrwert für Europa berücksichtigt werden. Die Kommission plant, im dritten Quartal 2026 eine Ausschreibung zu starten. Diese soll voraussichtlich sechs Wochen laufen. Die ersten Projektzusagen und Zahlungen sollen noch vor Ende 2026 erfolgen. Die neue Fazilität steht im Zusammenhang mit früheren Maßnahmen des Innovation Fund. Dazu zählen eine Ausschreibung über eine Milliarde Euro für die Batteriezellfertigung für Elektrofahrzeuge aus dem Jahr 2024 sowie eine Aufstockung um 200 Millionen Euro für Investitionen in die europäische Batterieproduktion. Quelle:https://climate.ec.europa.eu/news-other-reads/news/new-battery-booster-set-inject-eu15-billion-european-battery-industry-2026-06-09_en

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Neuer Podcast: Battery Matters startet mit Sebastian Wolfs neuem Unternehmen in der Debüt-Episode

Was bewegt die Batterieindustrie wirklich – und wer gestaltet sie? Battery Matters, der neue Quartals-Podcast von Battery News und der Volta Foundation, bringt Klarheit: mit prägnanten Rückblicken, Trendanalysen und offenen Gesprächen mit den wichtigen Köpfen der Branche. Battery News und die Volta Foundation haben gemeinsam ein neues Podcast-Format ins Leben gerufen: Battery Matters – ein Name mit Doppelbedeutung, der sowohl auf Batteriematerialien als auch auf die Relevanz der Batterie als Schlüsseltechnologie anspielt. Die Hosts Christoph Lienemann (Battery News) und Lauren Allanson, Director of Member Development bei der Volta Foundation, entwickelten das Konzept über Jahre hinweg bei verschiedenen Begegnung auf den wichtigsten Veranstaltungen der Branche. Die Volta Foundation ist das weltweit größte Branchennetzwerk der Batterieindustrie – eine gemeinnützige Organisation mit mehr als 75.000 Fachleuten und über 200 Mitgliedsunternehmen. Warum Europa seine Energieinfrastruktur selbst kontrollieren muss Die Debüt-Episode ist mit Sebastian Wolf hochkarätig besetzt: Der frühere CEO von PowerCo, der Batteriezell-Tochter des Volkswagen-Konzerns, verantwortete dort den Aufbau von Gigafabriken in Salzgitter, Valencia und Kanada. Wolf verließ PowerCo vor rund einem halben Jahr und gründete seither die WLF Energy GmbH, die am 9. Juni 2026 auf der The Battery Show Europe in Stuttgart ihren öffentlichen Auftritt hatte. WLF Energy versteht sich als vertikal integrierte Plattform für saubere Energie, die Solarstromerzeugung, Batteriespeicher, Batteriemanagementsysteme (BMS), Energiemanagementsysteme (EMS), KI-gestützte Optimierung und den Handel mit Energie in einem einzigen Ökosystem vereint. Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es, die Kosten für sauberen Strom in Europa auf unter 0,10 Euro je Kilowattstunde zu senken. Zu den wesentlichen Bausteinen zählen die Übernahme der Cellovate GmbH – einer BMS-Ausgründung der PEM Aachen GmbH – sowie von VersaPowr AS, einem Spezialisten für Leistungselektronik und Energiemanagementsysteme. Hinzu kommt eine neu geschlossene strategische Partnerschaft mit Farasis Energy zur gemeinsamen Entwicklung von Batterietechnologien und Energiespeicherprodukten der nächsten Generation. Im Podcast erläutert Wolf die Strategie von WLF Energy: Batteriezellen werden kurzfristig aus China importiert, während die Entwicklung von BMS und EMS gezielt in Europa aufgebaut wird – ein Ansatz, den er als schnellsten Weg zu einer bezahlbaren und souveränen Energieinfrastruktur auf dem Kontinent sieht. Blick nach vorn: Prognose, Termin, Trend Jede Episode folgt einem dreiteiligen Aufbau: einem Rückblick auf die wichtigsten Entwicklungen des zurückliegenden Quartals, einer Zusammenfassung der drei prägendsten Ereignisse sowie einem ausführlichen Gespräch mit einem hochrangigen Gast – stets live auf einer Branchenveranstaltung aufgezeichnet. Den Abschluss bildet ein Ausblick auf das kommende Quartal: eine Prognose, ein Schlüsselereignis und ein Thema, das es im Auge zu behalten gilt. Battery Matters ist ab sofort auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts verfügbar. Neue Folgen erscheinen quartalsweise – bei entsprechender Resonanz auch häufiger.

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GM prüft Verzicht auf LFP-Batterien für künftige Elektroautos

General Motors könnte seine Batteriepläne ändern. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervor. Der US-Autobauer erwägt laut Angaben seines Batteriechefs Kurt Kelty, keine LFP-Zellen in das eigene EV-Portfolio aufzunehmen. Bisher hatte GM angekündigt, Lithium-Eisenphosphat-Batterien für spätere Elektroauto-Modelle zu entwickeln. Die Produktion sollte Ende 2027 in einem gemeinsam betriebenen Werk in Tennessee starten. Stattdessen richtet GM den Fokus stärker auf Lithium-Mangan-reiche Batterien, kurz LMR. Das Unternehmen sieht in dieser Zellchemie offenbar die wichtigere Technologie für größere Stückzahlen. Laut GM sollen LMR-Zellen in den USA etwa so viel kosten wie LFP-Zellen, aber bei gleichem Gewicht und Volumen mehr Energie speichern können. Das Werk in Tennessee soll zwar in diesem Monat mit der Produktion von LFP-Zellen beginnen. Diese sind jedoch für stationäre Energiespeicher vorgesehen und nicht für Elektroautos. Strategie weicht vom Markttrend ab Ein Verzicht auf LFP-Zellen in Elektroautos würde von der Strategie vieler Wettbewerber abweichen. Mehrere Hersteller nutzen LFP-Zellen, um die Kosten zu senken und günstigere Elektrofahrzeuge anzubieten. Dazu zählen Tesla, Rivian und Ford. Chinesische Hersteller hatten die Technologie bereits früh in großem Umfang eingesetzt. LFP-Batterien gelten als günstiger, robuster und sicherer als viele nickelreiche Zellchemien. Ihre geringere Energiedichte kann jedoch zu kürzeren Reichweiten führen. GM nutzt in mehr als einem Dutzend US-Elektromodellen bisher leistungsstärkere, nickelreiche Batterien. Der neue Chevrolet Bolt soll dagegen LFP-Zellen des chinesischen Unternehmens CATL verwenden. Quelle:https://www.reuters.com/business/autos-transportation/gm-may-ditch-lfp-batteries-future-evs-2026-06-10/

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WLF Energy stellt Plattform für saubere Energie vor

Auf der Battery Show Europe in Stuttgart hat WLF Energy seinen öffentlichen Marktauftritt vollzogen. Das Unternehmen plant den Aufbau einer vertikal integrierten Plattform für saubere Energie. Diese soll die Bereiche Erzeugung, Speicherung, Energiemanagement, digitale Optimierung und Energiehandel in einem System bündeln. Das Ziel ist es, sauberen Strom in Europa perspektivisch für weniger als 0,10 Euro pro Kilowattstunde anzubieten.  Im Zentrum der Strategie steht die Batterietechnik. Durch vertikale Integration möchte WLF Energy die Systemkomplexität von Batteriespeichern reduzieren, Ineffizienzen in der Wertschöpfungskette beseitigen und so drastisch niedrigere Energiekosten für Verbraucher ermöglichen. Die Plattform soll sowohl für Versorgerprojekte als auch für Industrie-, Gewerbe- und Wohnanwendungen nutzbar sein. Zukäufe und Partnerschaften sollen Kompetenzen bündeln Ein bedeutender Schritt stellt die Übernahme der Cellovate GmbH sowie des BMS-Geschäftsbereichs von PEM Motion dar. PEM Motion will sich künftig stärker auf Batterietests, Compliance, Batterieanalyse, Engineering-Dienstleistungen sowie Training und Operations konzentrieren. WLF Energy übernimmt damit Know-how im Bereich Batteriemanagementsysteme. Zudem hat WLF Energy eine strategische Partnerschaft mit Farasis Energy angekündigt.  Die Speicherplattform, die den technischen Kern der Unternehmensstrategie von WLF bilden soll, ist auf Sicherheit, Lebensdauer und Gesamtbetriebskosten ausgerichtet, wie das Unternehmen mitteilte. Konkret werden Batterien mit mehr als 25.000 Zyklen, Entladeraten bis 50C, KI-gestützte Zustandsüberwachung und vorausschauende Wartung genannt. Erste Einspeisung für 2027 erwartet Kommerziell verweist WLF Energy auf Projektpipelines im Bereich der erneuerbaren Energien in den nordischen Ländern, auf Batteriespeicherprojekte und auf eine Absichtserklärung als Batteriepack-Lieferant für ein US-Unternehmen, das Elektromotorräder herstellt. Erste Einspeisungen ins Netz werden für das erste Quartal 2027 erwartet. Quellen:https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/wlf-energy-startet-europas-schneller-113000987.htmlhttps://www.pem-motion.com/de/post/wlf-energy-integrates-pem-motions-bms-business-unit-into-european-clean-energy-value-chain-platform

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Peak Energy und General Motors entwickeln Natrium-Ionen-Zellen für Netzspeicher

Peak Energy und General Motors wollen gemeinsam Natrium-Ionen-Batteriezellen für stationäre Netzspeicher entwickeln. Grundlage hierfür ist eine strategische Partnerschaft, die laut den Unternehmen auch eine Investition von GM Ventures in Peak Energy umfasst. Das Ziel besteht darin, die Zellen in großskaligen Energiespeichersystemen einzusetzen. Die Technologie soll frühestens 2028 für die Massenproduktion bereitstehen. GM soll die Natrium-Ionen-Zelle in seinen Batterielaboren in Michigan entwickeln. Zugleich behält der Konzern exklusive Fertigungsrechte. Peak Energy will die Zellen anschließend in eigene Energiespeichersysteme integrieren. Passiv gekühlte Speicher als Kostenargument Peak Energy setzt nach eigenen Angaben auf passiv gekühlte Speichersysteme. Sie sollen ohne energieintensive aktive Kühlung auskommen, wie sie bei vielen Lithium-Eisenphosphat-Systemen üblich ist. Das Unternehmen behauptet, seine Natrium-Ionen-Systeme könnten die Speicherkosten gegenüber konventionellen Systemen um 20 Prozent senken. GM sucht zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten für Batterieinvestitionen Für GM erfolgt der Schritt in einer Phase schwächerer Elektroauto-Verkäufe in den USA. Laut NYT haben GM und andere Hersteller ihre Produktion von Elektroautos zurückgefahren. Grund dafür sind unter anderem weggefallene Steueranreize und hohe Verluste aus bisherigen Investitionen in Elektroautos. Stationäre Speicher könnten den Autobauern dabei helfen, ihre bestehende Batteriekompetenz breiter zu nutzen. Tesla verkauft solche Systeme bereits seit 2015 und auch Ford plant große Batteriespeicher. Quellen:https://www.nytimes.com/2026/06/09/business/energy-environment/general-motors-storage-batteries-electric-vehicles.htmlhttps://peakenergy.com/news/latest/gm-partnership

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Nissan, Oxford und Gelion arbeiten an Festkörperbatterien mit Schwefelkathode

Das Nissan Technical Centre Europe, die University of Oxford und Gelion sind in ein dreijähriges Entwicklungsprojekt für Festkörperbatterien auf Lithium-Schwefel-Basis gestartet. Das Vorhaben trägt den Namen „CoRe-SoLiS” und soll eine kostengünstigere und robustere Batteriechemie für Elektrofahrzeuge untersuchen. Die Gesamtkosten liegen den Angaben der Beteiligten zufolge bei 3,4 Millionen Pfund. Davon stammen 2,4 Millionen Pfund aus Fördermitteln aus dem UK Battery Innovation Programme. Gelions britische Tochtergesellschaft erhält demnach 1,6 Millionen Pfund. Schwefel statt Nickel und Kobalt Im Zentrum steht Gelions Nano-Encapsulated Sulfur, kurz NES. Das Material soll als Kathodenbestandteil in künftige Festkörperbatterien integriert werden. Damit verfolgt Gelion den Ansatz, Nickel und Kobalt in heutigen Lithium-Ionen-Kathoden durch Schwefel zu ersetzen. Schwefel gilt im Projektkontext als günstiger und weit verbreiteter Rohstoff. Gelion gibt zudem an, dass NES in bestehende Fertigungslinien eingebracht werden könne. Das Projekt ist auf automobile Anwendungen ausgerichtet. Geplant ist ein Batteriepack mit hoher Leistung, schneller Lade- und Entladefähigkeit, hoher Energiedichte und langer Lebensdauer. Nissan bringt Anforderungen an Leistung, Sicherheit und Herstellbarkeit ein. Die University of Oxford steuert Anodenmaterialien und Zellkompetenz bei. Nissan verknüpft das Vorhaben mit seiner Elektrifizierungsstrategie in Europa und dem Standort Sunderland. Für Gelion sollen die Projektergebnisse eine spätere Skalierung, Fertigung und Kommerzialisierung unterstützen. Quelle:https://gelion.com/news/nissan-collaboration/

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Matthews Engineering nimmt Entwicklungszentrum in Vreden vollständig in Betrieb

Matthews Engineering hat sein neues Entwicklungszentrum in Vreden vollständig in Betrieb genommen. Laut Unternehmensangaben ist dort nun auch die Demonstrations- und Testlinie „MEODEO” verfügbar. Damit könne das Zentrum nun Prozesse für Batterien und Energiespeicher vom Labor bis zur industriellen Fertigung abbilden. Das im Mai 2025 eröffnete Zentrum umfasst 1.000 Quadratmeter. Es ist auf die Bereiche Entwicklung, Tests und Prozessoptimierung im Bereich Energiespeicher ausgelegt. Laut Unternehmensangaben soll die Anlage die Lücke zwischen Laborvalidierung, Pilotversuchen und industrieller Fertigung verkleinern. MEODEO als 1:1-Testlinie Matthews beschreibt die MEODEO-Anlage als vollmaßstäbliche Demonstrations- und Testlinie für die Entwicklung und Herstellung trockener Batterieelektroden. Kunden sollen dort Prozessdaten gewinnen, die auf die eigenen Produktionslinien übertragbar sind. Die Anlage ist laut Unternehmensangaben für Gigafactory-Umgebungen kommerziell verfügbar. Sie kann unter anderem hinsichtlich Walzenanzahl, Walzenhärte, Betriebsgeschwindigkeit und Wickelkonzept angepasst werden. Die Multi-Roll-Kalandrierung verarbeitet Elektrodenbreiten von bis zu 850 Millimetern. Matthews nennt eine mögliche Betriebsgeschwindigkeit von bis zu 150 Metern pro Minute.  Testumgebung für mehrere Prozessschritte Das Entwicklungszentrum kombiniert laut Unternehmensangaben Labor-, Pilot- und Produktionsanlagen. Neben trockenen Elektroden nennt Matthews auch Separatorfolien, Bipolarplatten-Prägung und Membranbeschichtung als Anwendungsfelder. Trockenräume mit weniger als einem Prozent relativer Luftfeuchte und Reinraumbedingungen sollen Tests feuchtigkeitsempfindlicher Materialien ermöglichen. Das Zentrum sei zudem in ein größeres Entwicklungsnetzwerk eingebunden. Dazu gehören Kapazitäten für Beschichtungen und Separatorfolien. Quelle:https://matthews-engineering.com/de/einblicke/presse-mitteilungen/development-center-vreden-meodeo/

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CATL nimmt Testzentrum für Energiespeicher in Betrieb

Der chinesische Batteriehersteller CATL hat in Xiamen ein neues Test- und Validierungszentrum für Energiespeicher in Betrieb genommen. Die Anlage umfasst nach Unternehmensangaben zehn Hektar und kostete rund drei Milliarden Yuan, umgerechnet etwa 440 Millionen US-Dollar. CATL bezeichnet die Einrichtung als die größte Testplattform dieser Art. In dem Zentrum sollen stationäre Batteriespeicher vor der Auslieferung unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden. Damit reagiert CATL auf ein bekanntes Problem der Branche: Viele Speicherprojekte erreichen im Betrieb offenbar nicht die erwartete Leistung. Laut Unternehmensangaben arbeitet fast jede fünfte große Speicheranlage weltweit unter Plan. Zudem hätten 46,5 Prozent der Systeme Netzanschlussverzögerungen von mehr als zwei Monaten. Fokus auf Netzanschluss, Sicherheit und extreme Bedingungen Kern der Anlage sind fünf Labore. In diesen werden unter anderem das Netzanschlussverhalten, die Hochvolt-Sicherheit, thermische Risiken, die Umweltbeständigkeit und die elektromagnetische Verträglichkeit geprüft. CATL nennt einen 35-kV-/100-MVA-Netzsimulator, Prüfungen bis 500 kV und eine Brandtesthalle mit 20-MW-Kalorimeter als zentrale Ausstattungsmerkmale. Auch vollständige 40-Fuß-Container sollen unter Hochleistungsbetrieb getestet werden können. Der Schritt passt zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Nach Angaben von Reuters erwartet CATL, dass Energiespeicher bis 2030 die Hälfte des weltweiten Umsatzes ausmachen werden. Derzeit liege der Anteil bei etwa 25 Prozent, vor fünf Jahren waren es lediglich zwei Prozent. Batterien für Elektrofahrzeuge bleiben mit rund drei Vierteln der Verkäufe aktuell noch das Hauptgeschäft. Quellen:https://www.catl.com/en/news/6815.htmlhttps://www.reuters.com/business/energy/chinese-battery-maker-catl-expects-energy-storage-make-up-half-global-sales-by-2026-06-04/

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Podcast zur Lage der europäischen Batterieindustrie mit Prof. Heiner Heimes

In der aktuellen Folge von „eMobility Insights“ spricht electrive-Chefredakteur Peter Schwierz mit Prof. Heiner Heimes vom PEM der RWTH Aachen über den Stand der europäischen Batteriezellproduktion. Das Gespräch ordnet ein, warum viele ursprüngliche Ausbaupläne inzwischen deutlich zurückgenommen wurden. Laut electrive sind die angekündigten Zellproduktionskapazitäten in Europa von rund 2.000 auf unter 1.000 Gigawattstunden pro Jahr gesunken. Heimes sieht die zentrale Schwierigkeit weniger im Bau neuer Fabriken als im stabilen Hochlauf der Produktion. Entscheidend seien Qualität, geringe Ausschussraten und ausreichend Kapital. Der Podcast behandelt auch die Folgen des Falls Northvolt für das Vertrauen in europäische Batterieprojekte. Zugleich verweist Heimes auf Felder, in denen Europa weiterhin Ansatzpunkte hat, darunter Recycling, Testinfrastruktur sowie Modul- und Packfertigung. Auch PowerCo, die Batterietochter von Volkswagen, wird als wichtiger Prüfstein genannt. Der Beitrag bietet damit eine nüchterne Einordnung der Frage, welche Rolle Europa in der Batterie-Wertschöpfung noch einnehmen kann. Den Podcast gibt es hier bei electrive:Zum Gespräch mit Heiner Heimes

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