Tesla hat seine Absicht zurückgezogen, den Liefervertrag mit dem australischen Unternehmen Syrah Resources zu beenden. Hintergrund war ein angeblicher Qualitätsmangel bei Proben von aktivem Anodenmaterial aus der Anlage Vidalia im US-Bundesstaat Louisiana.
Nach Angaben von Syrah akzeptiert Tesla nun, dass das Unternehmen konforme Proben produziert und ausreichende Fortschritte bei der Behebung des beanstandeten Mangels erzielt hat. Damit ist der konkrete Kündigungsvorbehalt aus der Mitteilung vom Juli 2025 zunächst vom Tisch.
Endgültige Freigabe bleibt offen
Der Vertrag aus dem Jahr 2021 sah vor, dass Syrah Tesla über vier Jahre hinweg 8.000 Tonnen Graphit-Anodenmaterial aus Vidalia liefern sollte. Die Anlage hat laut Syrah eine Kapazität von 11.250 Tonnen aktivem Anodenmaterial pro Jahr und ist der einzige vertikal integrierte, großskalige Produzent von Anodenmaterialien außerhalb Chinas.
Trotz der Entspannung ist die Vereinbarung nicht endgültig abgesichert. Syrah weist selbst darauf hin, dass Tesla weiterhin das bestehende Recht behält, den Vertrag zu kündigen, falls das Material aus Vidalia die finale Qualifikation nicht erreicht. Das Unternehmen befindet sich eigenen Angaben zufolge in fortgeschrittenen Phasen der Qualifikationstests mit Tesla.
Quellen:
https://www.reuters.com/business/autos-transportation/tesla-withdraws-termination-notice-graphite-supply-deal-with-australias-syrah-2026-05-31/
https://www.syrahresources.com.au/investors/asx-announcements

