Die europäische Batterieindustrie tritt in eine entscheidende Phase. Am 9. Juni 2026 hat die Europäische Kommission die Battery Booster Facility eingerichtet, die bis zu 1,5 Milliarden Euro an zinsfreien Darlehen bereitstellt, um Zellherstellern den Produktionshochlauf im Europäischen Wirtschaftsraum zu erleichtern.
Deutschland zeigt exemplarisch, wie ambivalent dieser Hochlauf verlaufen kann: Volkswagens Tochter PowerCo hat Ende 2025 die Zellproduktion in der Gigafabrik in Salzgitter gestartet. Gleichzeitig stocken oder verzögern sich mehrere angekündigte Projekte: Der geplante Ausbau von CATLs Standort in Erfurt ist offen, ACCs Projekt in Kaiserslautern liegt auf Eis, und auch die Zukunft von Cellforce in Schwarzheide ist ungewiss. Das Fraunhofer ISI geht davon aus, dass der Produktionshochlauf in Europa weiterhin mit erheblichen Herausforderungen verbunden sein wird.
Zugleich wächst die Nachfrage weiter: Der deutsche Fahrzeugbestand hat im Januar 2026 die Marke von zwei Millionen batterieelektrischen Pkw überschritten, und das Jahr 2025 schloss mit einem Rekord von 545.142 BEV-Neuzulassungen – einem Plus von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilt. Genau dieses Spannungsfeld zwischen steigender Nachfrage und ungleichmäßigem Produktionshochlauf macht Kosten- und Energieeffizienz in der Zellfertigung heute wichtiger denn je.
Ein Prozessschritt mit überproportionaler Wirkung
Einer der wirkungsvollsten Hebel für Kosten- und Energieeffizienz in der Zellfertigung liegt in einem einzigen Verarbeitungsschritt: der Kathodentrocknung. Sie allein verursacht bis zu 45 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in einem Trockenraum – und bietet damit das größte Potenzial, Energie einzusparen, die Ausbeute zu erhöhen und die Zellqualität zu verbessern. Wer diesen Schritt im Griff haben will, muss extreme Bedingungen kontrollieren: Temperaturen bis 160 °C, aggressive NMP-Lösemittel und ultratrockene Umgebungen, in denen schon kleine Messfehler schnell teuer werden.
Genau dieser Herausforderung widmet sich ein neues On-Demand-Webinar des Messtechnik-Spezialisten Vaisala.
Das erwartet Sie im Webinar
In einem kostenlosen, 30-minütigen Webinar (auf Deutsch) zeigt Vaisala-Experte David Dlugay, wie Hersteller die Kathodentrocknung unter diesen Bedingungen optimieren und teure Stillstandzeiten vermeiden können.
Kernthemen des Webinars sind:
- Warum der Taupunkt der ideale Messparameter zur Steuerung und Optimierung der Trocknung ist
- Wie sich hohe Temperaturen und aggressive Chemikalien mit zuverlässiger In-situ-Messung beherrschen lassen
- Bewährte Verfahren für Installation, Genauigkeit, Reaktionszeit und Betriebszeit
An wen sich das Webinar richtet
Das Webinar richtet sich an Hersteller von wiederaufladbaren Batterien, Akteure in der Midstream-Produktion, Betreiber von Trockenräumen sowie an alle, die die Zukunft der europäischen Batterieherstellung mitgestalten.
Jetzt anmelden und on-demand ansehen:
Effiziente Kathodentrocknung in der Batterieherstellung | Vaisala

