Group14 Technologies hat eine Erweiterung seiner Series-D-Finanzierung um 150 Millionen Euro abgeschlossen. Das teilte der Hersteller von Silizium-Batteriematerialien am 29. Oktober 2026 mit. Das Kapital stammt von einem neuen Investor, dessen Namen das Unternehmen nicht nennt. Damit wächst die Finanzierungsrunde auf insgesamt mehr als 665 Millionen US-Dollar.
Im Zuge der Finanzierung plant Group14 einen Produktionsstandort im spanischen Sagunto. Das Werk BAM-4 soll zunächst ein Produktionsmodul mit einer Kapazität von 10 Gigawattstunden erhalten. Produziert werden soll dort das Silizium-Batteriematerial SCC55. Einen Termin für den Produktionsbeginn in Spanien nennt das Unternehmen nicht.
Geplante Produktionskapazität steigt auf 40 Gigawattstunden
Mit dem spanischen Werk beziffert Group14 seine kurzfristig angestrebte Produktionskapazität auf insgesamt 40 Gigawattstunden.
Im südkoreanischen Sangju ist ein Modul des Standorts BAM-3 mit 10 Gigawattstunden bereits in Betrieb. Die Produktion wird laut Unternehmen hochgefahren. Für BAM-2 in Moses Lake im US-Bundesstaat Washington sind zwei Module mit zusammen 20 Gigawattstunden vorgesehen. Sie sollen im ersten Halbjahr 2027 die Produktion aufnehmen.
Daneben betreibt Group14 seit 2021 eine kommerzielle Pilotanlage in Woodinville. Von dort hat das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 150 Kunden mit SCC55 beliefert.
Spanien soll europäische Lieferketten erschließen
Mit Sagunto will Group14 näher an die Lieferketten europäischer Fahrzeughersteller rücken. Die regionale Verteilung seiner Werke soll nach Unternehmensangaben Lieferketten absichern und die Betreuung von Kunden erleichtern. SCC55 kommt laut Group14 bereits in Smartphones, Drohnen, Hochleistungssportwagen und elektrischen Senkrechtstartern zum Einsatz.

