Der französische Batteriehersteller Saft, eine Tochter von TotalEnergies, eröffnet neue Produktionslinien für Festkörperbatterien am Standort Bordeaux. Die TotalEnergies-Tochter will damit die Elektrifizierung der Luft- und Raumfahrt unterstützen. Als erster französischer Hersteller könne Saft Festkörperbatterien sowohl mit Sulfid- als auch mit Polymerelektrolyten für den Betrieb bei Raumtemperatur entwickeln und produzieren.
Die neuen Anlagen sollen mehrjährige Forschungsarbeiten in industrielle Fertigung überführen. Angaben zur Produktionskapazität oder zu weiteren Zeitplänen macht das Unternehmen allerdings nicht.
Höhere Energiedichte und weniger Emissionen
Festkörperbatterien ersetzen den flüssigen Elektrolyten herkömmlicher Lithium-Ionen-Batterien durch ein festes Material. Saft zufolge erhöht das die Sicherheit der Zellen. Zugleich soll die Energiedichte um bis zu 50 Prozent höher liegen als bei klassischen Lithium-Ionen-Batterien.
Für die Herstellung setzt Saft auf ein Verfahren mit trockener Elektrodenfertigung. Nach Unternehmensangaben kann es die CO₂-Emissionen dieses Produktionsschritts um bis zu 40 Prozent senken. Wie die Bilanz der gesamten Batterieproduktion ausfällt, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
Erste Zellen für die Erprobung in der Luftfahrt
In der Luftfahrt hat Saft bereits halbfeste Batteriezellen zur Bewertung künftiger elektrischer und hybrider Flugzeugkonzepte geliefert. Für Luft- und Raumfahrt sind laut Saft vor allem Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Energiedichte relevant. Das Unternehmen berichtet zudem von Interesse aus der Raumfahrtindustrie.

