Panasonic Energy hat im japanischen Kadoma einen neuen Forschungs- und Entwicklungsstandort für Lithium-Ionen-Batterien in Betrieb genommen. Das Energy Innovation Square soll Entwicklungsschritte von neuen Materialien bis zu Zellendesign und Prototypen an einem Standort zusammenführen.
Rund 500 Beschäftigte aus Produktplanung, Technologieentwicklung und Analyse arbeiten dort. Das neue Zentrum umfasst rund 24.500 Quadratmeter auf sechs Etagen. Zu seinen Aufgaben gehören Materialentwicklung, Prototypenbau und Analyse von Lithium-Ionen-Zellen.
Kürzere Wege von der Batteriezelle zur Serienproduktion
Bisher waren Entwicklung und Prototypenbau auf mehrere Standorte verteilt. Durch die Zusammenlegung in Kadoma will Panasonic Energy unter anderem Transporte zwischen den Einrichtungen reduzieren. Nach Unternehmensangaben soll sich dadurch die Entwicklungszeit für entsprechende Prozessschritte um mindestens 15 Prozent verkürzen.
Parallel soll eine neue digitale Infrastruktur Daten aus Simulationen und praktischen Tests zusammenführen. Prozessüberwachung und statistische Auswertungen sollen dabei helfen, Simulationen und Zellendesigns weiterzuentwickeln.
Entwicklung für Elektroautos und Rechenzentren
Die dort entwickelten Batterietechnologien und Produktionsverfahren sollen später auch in die internationalen Fertigungsstandorte des Unternehmens übertragen werden. Panasonic Energy nennt dafür unter anderem seine Werke in Nevada und Kansas.
Hintergrund ist eine zunehmende Differenzierung der Anforderungen an Batteriespeicher. Für Elektrofahrzeuge stehen laut Unternehmen hohe Kapazität und Lebensdauer im Vordergrund. Anwendungen in KI-Rechenzentren verlangen dagegen höhere Leistungen. Als mögliche künftige Einsatzfelder nennt Panasonic Energy zudem Drohnen, Robotaxis und humanoide Roboter.

