EcoPro BM will sein Werk im ungarischen Debrecen für die Produktion weiterer Kathodenmaterialien umrüsten. Neben Nickel-Kobalt-Aluminium (NCA) soll die Anlage künftig auch Nickel-Kobalt-Mangan (NCM) verarbeiten. Damit richtet der südkoreanische Hersteller die Produktion stärker auf den europäischen Markt für Elektroautos aus.
Für den Umbau veranschlagt EcoPro BM rund 40 Milliarden Won, umgerechnet etwa 29 Millionen US-Dollar. Die Auslieferung erster NCM-Materialien an europäische Kunden soll im vierten Quartal 2027 beginnen. Nach Unternehmensangaben ist unter anderem die Belieferung eines deutschen Premium-Automobilherstellers vorgesehen.
Werk in Debrecen soll NCA und NCM produzieren
Das Werk in Debrecen nahm im ersten Halbjahr den kommerziellen Betrieb auf. Die Produktion läuft seit Juni in größerem Umfang. Im September soll die zweite Linie starten. Für dieses Jahr strebt EcoPro BM rund 10.000 Tonnen Produktion an. Im kommenden Jahr sollen es 30.000 Tonnen werden. Sobald alle drei Produktionslinien mit voller Kapazität laufen, soll die Jahreskapazität des Werks bei 54.000 Tonnen Kathodenmaterial liegen. Nach Angaben von EcoPro BM reicht diese Menge für Batterien von rund 600.000 Elektroautos.
Bislang sind die Linien für NCA-Materialien ausgelegt. EcoPro BM bestellt nun zusätzliche Ausrüstung und bereitet den Umbau auf eine kombinierte NCA-NCM-Produktion vor.
Der Standort ist Teil eines größeren Produktionskomplexes der EcoPro-Gruppe. Dort betreibt EcoPro Innovation außerdem eine Anlage zur Lithiumverarbeitung. Ihre Kapazität liegt bei jährlich 8.000 Tonnen Lithiumhydroxid. EcoPro AP produziert am Standort Industriegase.

