Samsung SDI hat seinen Zeitplan für die Kommerzialisierung von Feststoffbatterien konkretisiert. Nach Angaben des Unternehmens soll die Serienproduktion in der zweiten Jahreshälfte 2027 im südkoreanischen Werk Ulsan beginnen.
Bereits Anfang Juli hatte Samsung SDI einen Investitionsplan für den Zeitraum von 2026 bis 2040 vorgestellt. Demnach sollen insgesamt 25 Billionen Won (etwa 17 Milliarden US-Dollar) in die Standorte Ulsan und Cheonan fließen. Davon sind 16 Billionen Won für den Ausbau des Werks Ulsan vorgesehen. Dort sollen Produktionslinien für Feststoffbatterien, Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) für Energiespeicher sowie Natrium-Ionen-Batterien entstehen. Weitere 9 Billionen Won sind für den Standort Cheonan eingeplant, der als Technologie- und Validierungszentrum dient.
Pilotfertigung als Grundlage für den Produktionsstart
Für die Vorbereitung der Serienfertigung hat Samsung SDI nach eigenen Angaben am Forschungs- und Entwicklungsstandort Suwon eine 6.500 Quadratmeter große Pilotanlage errichtet. Dort wurden mehrere Entwicklungs- und Validierungsphasen für Materialien und Fertigungsprozesse abgeschlossen. Die Produktionslinie in Ulsan soll auf diesen Ergebnissen aufbauen.
Technologisch setzt das Unternehmen auf sulfidbasierte Festelektrolyte. Als Ziel nennt Samsung SDI eine Energiedichte von mehr als 900 Wh/L. Nach Angaben des Unternehmens wurden bereits Musterzellen an potenzielle Kunden aus den Bereichen Elektrofahrzeuge, verkörperte Künstliche Intelligenz und humanoide Robotik zur Erprobung ausgeliefert.
Samsung SDI plant nach eigenen Angaben zunächst die Kommerzialisierung in Südkorea. Anschließend soll das Produktionsmodell schrittweise auf internationale Werke übertragen werden, sobald die Skalierung erprobt ist.

