Der taiwanesische Batteriehersteller „ProLogium Technology“ hat im französischen Dünkirchen den symbolischen ersten Spatenstich für seine europäische Gigafactory gesetzt. Dabei handelt es sich um die erste Produktionsstätte des Unternehmens außerhalb Taiwans. Am Standort Dünkirchen soll künftig die vierte Generation der sogenannten all-anorganischen Festkörper-Lithium-Keramikbatterien produziert werden.
Vollständig keramischer Elektrolyt
ProLogium plane den Aufbau einer industriellen Massenproduktionsplattform, die auf Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit ausgelegt sei. Im Zentrum stehe ein vollständig keramischer Elektrolyt, der die Vorteile klassischer Festkörper- und Flüssigelektrolyt-Systeme miteinander kombiniere. Die Ansiedlung soll Arbeitsplätze schaffen, die Elektrifizierung vorantreiben und die Abhängigkeit von außereuropäischen Batterietechnologien reduzieren. Das Vorhaben wird durch staatliche Förderprogramme wie „France 2030“ und den „Green Industry Act“ unterstützt.
Zwölf Gigawattstunden bis 2032
Der Projektzeitplan sieht vor, dass die erste Ausbaustufe der Fabrik im Jahr 2028 in Betrieb geht. In dieser Phase soll eine Produktionskapazität von rund 0,8 Gigawattstunden erreicht werden. Bis 2030 sei eine Erweiterung auf vier Gigawattstunden geplant, bis 2032 soll die Kapazität auf zwölf Gigawattstunden steigen. Langfristig bestehe in Abhängigkeit von der Marktentwicklung die Option, den Standort auf bis zu 48 Gigawattstunden auszubauen.
Dekarbonisiertes Industrie-Cluster
ProLogium begründet die Standortwahl mit der industriellen Infrastruktur der Region Hauts-de-France, die multimodale Logistikanbindungen sowie Zugang zu CO₂-armer Energie durch die Nähe zum Kernkraftwerk Gravelines bietet. Zudem entwickelt sich Dünkirchen zunehmend zu einem dekarbonisierten Industrie-Cluster mit Fokus auf Batterien und Energiewende.
Quelle:
Unternehmensmitteilung ProLogium Technology

