Der südkoreanische Batteriehersteller Samsung SDI hat einen langfristigen Liefervertrag für Lithium-Eisenphosphat (LFP)-Batterien für stationäre Energiespeichersysteme in Nordamerika abgeschlossen. Die US-Tochter „Samsung SDI America“ soll ab 2027 für einen Zeitraum von drei Jahren LFP-Zellen an ein namentlich nicht genanntes Energie-Unternehmen liefern. Das Auftragsvolumen beträgt laut Samsung umgerechnet rund 1,36 Milliarden US-Dollar.
Umrüstung von Produktionslinien
Bislang hatte Samsung SDI sich überwiegend auf Nickel-Cobalt-Aluminium (NCA)-Zellen konzentriert. Die Produktion der LFP-Zellen soll im bestehenden Werk in Indiana erfolgen, wo Fertigungslinien für Elektrofahrzeug-Batterien auf Energiespeichersystem-Produkte umgestellt werden. Die zum Einsatz kommenden LFP-Zellen sind Teil des All-in-one-Systems „Samsung Battery Box 2.0“, das mehrere Batterie-Racks in einem Container integriert. Dem Unternehmen zufolge ermöglicht diese Lösung eine vereinfachte Installation und basiert auf prismatischen Zellen in Aluminiumgehäusen.
Verdopplung des ESS-Bedarfs
Die Entscheidung für LFP-Zellen steht im Zusammenhang mit der steigenden Nachfrage bei kosteneffizienten und sicheren Energiespeichersystemen (ESS) in den USA, insbesondere aufgrund des Ausbaus erneuerbarer Energie und der zunehmenden Nutzung von KI-Anwendungen. Studien zufolge wird sich der Bedarf im Bereich stationärer Speichern in den USA bis 2030 mehr als verdoppeln. Samsung SDI sieht sich als einziger nicht-chinesischer Hersteller prismatischer ESS-Zellen mit Fertigung in den USA in einer günstigen Wettbewerbsposition.
Quelle:
https://www.samsungsdi.com/sdi-now/sdi-news/4642.html

