Der luxemburgische Nanoröhren-Experte OCSiAl hat mit der Batteriesparte des Volkswagen-Konzerns, PowerCo, eine Liefervereinbarung unterschrieben. Im Rahmen dieser Kooperation wird OCSiAl PowerCo mit einwandigen Kohlenstoff-Nanoröhren für die Unified-Cell-Batterieplattform beliefern. Die Materialien sind für die Anlage in Salzgitter vorgesehen. Laut Unternehmensangaben sollen sie dort in Graphitanoden eingesetzt werden.
OCSiAl beschreibt die Nanoröhren als leitfähige Additive. Sie sollen die elektrische Leitfähigkeit von Graphitanoden erhöhen und die Wärmeableitung verbessern. Das Unternehmen leitet daraus Vorteile bei Ladeleistung, Entladeleistung, Sicherheit und Lebensdauer der Batteriezellen ab.
Lieferung aus europäischer Produktion
Die Lieferung soll aus dem OCSiAl-Werk in Serbien erfolgen. Damit würde ein Teil der Beschaffung kritischer Batteriematerialien innerhalb Europas erfolgen. Laut OCSiAl hat der Standort sämtliche Qualitäts- und Zuverlässigkeitsanforderungen erfüllt und wurde von PowerCo auditiert. Auch andere Batteriehersteller aus Europa und Asien sollen Audits durchgeführt haben.
OCSiAl vermarktet seine einwandigen Kohlenstoff-Nanoröhren unter der Marke TUBALL. Nach Unternehmensangaben beliefert der Hersteller die Mehrheit der europäischen Produzenten von Batterien für Elektrofahrzeuge. Die Materialien kommen demnach in den Kathoden- und Anodensystemen von Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz.
OCSiAl verweist zudem auf rund eine Million Elektrofahrzeuge, deren Batterien bereits Nanoröhren des Unternehmens enthalten. Im November 2025 kündigte OCSiAl außerdem den Bau eines Werks für Graphen-Nanoröhren in Luxemburg an. Die Investition soll 300 Millionen US-Dollar betragen.

