Das Unternehmen ANDRITZ Schuler hat einem führenden Batteriehersteller in Süddeutschland eine 1,5-Gigawatt-Formierungslinie geliefert. Seit Anfang 2026 werden damit Batteriezellen für einen renommierten deutschen OEM produziert.
Deutscher Premium-Automobilhersteller
Die Anlage fungiere als Serienformierungslinie für innovative zylindrische Booster-Zellen, die besonders schnelle und energieeffiziente Lade- und Entladezyklen ermöglichen und daher als Booster-Batterien in Elektrofahrzeugen (EV) geeignet sein sollen. Bei dem namentlich nicht genannten Endkunden handele es sich um einen renommierten deutschen Premium-Automobilhersteller.
Aktivierung der Zellchemie
Bei der Formierung handelt es sich um den letzten Schritt im Herstellungsprozess von Batteriezellen. Nach der Elektrodenproduktion und dem Zusammenbau der Zelle wird dabei deren Chemie durch Lade- und Entladeprozesse aktiviert. Durch den Einsatz der Technologie des von ANDRITZ Schuler übernommenen Unternehmens ANDRITZ Sovema sorge die Formierungslinie für einzigartige Leistung.
Mehr als zwei Millionen Daten pro Sekunde
Mit mehr als 50.000 Kanälen, 200 Formierungskammern, integrierter Leistungselektronik und einem vollständigen Track-&-Trace-System sammele das vollautomatisierte System pro Sekunde mehr als zwei Millionen Daten von den Batterien und ermögliche automatisiertes Be- und Entladen. Die Linie mit einer Länge von 22 Metern sowie einer Breite und Höhe von jeweils zehn Metern sei auf hohe Energieeffizienz ausgelegt und verfüge über ein intelligentes Service- und Wartungskonzept.
Spezialisiert auf digitale Lösungen
Mit dem Großauftrag positioniere sich das Tochterunternehmen des internationalen Technologiekonzerns ANDRITZ Group als Schlüsselakteur in der globalen Produktion von Batteriezellen, sagt CEO Martin Drasch. ANDRITZ Schuler biete neben seiner Expertise in der Batteriezellenproduktion auch umfassende Dienstleistungen wie Installation, Inbetriebnahme und Support entlang des gesamten Lebenszyklus an. „Unsere umfangreiche Erfahrung in digitalen Lösungen und Datenmanagement sowie unser Bekenntnis zur Steigerung der Energieeffizienz durch fortschrittliche Leistungselektronik spielen eine entscheidende Rolle in der Zusammenarbeit“, sagt Drasch. Das Unternehmen arbeite bereits intensiv an Nachfolgeaufträgen.
Foto: ANDRITZ

