Der südkoreanische Batteriehersteller „LG Energy Solution“ (LGES) hat seinen Liefervertrag mit „Freudenberg Battery Power Systems“ (FBPS) im Wert von umgerechnet rund 2,7 Milliarden US-Dollar vorzeitig storniert. Laut einer Pflichtmitteilung beruht die Entscheidung auf dem Rückzug von FBPS aus dem Batteriegeschäft.
Batteriemodule für Nutzfahrzeuge
FBPS ist eine Tochter der deutschen Freudenberg-Gruppe und betreibt ein Montagewerk für Batteriepakete in Midland im US-Bundesstaat Michigan. Die Anlage befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Standorten der LG-Zellproduktion. Die Planung sah vor, dass LG Batteriemodule liefert, die bei Freudenberg zu Packs für nordamerikanische Nutzfahrzeughersteller weiterverarbeitet werden sollten. LGES zufolge wurden für den Vertrag keine projektspezifischen Investitionen oder Entwicklungsaufwände getätigt.
Wegfall von US-Subventionen
Der Vertragsrückzug erfolgt in einem Marktumfeld, das von rückläufiger Nachfrage nach Elektrofahrzeugen sowie geänderten politischen Rahmenbedingungen in den USA geprägt ist. Der Wegfall staatlicher Subventionen, insbesondere einer Steuervergünstigung von 7.500 US-Dollar pro Fahrzeug, veranlasst derzeit zahlreiche Hersteller zur Reduktion ihrer Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität.

