Der deutsche Technologiekonzern Freudenberg Group hat seine Aktivitäten im Batterie- und Brennstoffzellensegment grundlegend neu ausgerichtet. Zum 1. Januar 2026 wurde die Geschäftseinheit Freudenberg e-Power Systems organisatorisch aufgelöst. Das Unternehmen stellt seine Aktivitäten in den Bereichen Batteriezellen, Module und Systeme sowie Brennstoffzellensysteme ein. Von der Auflösung des Batteriegeschäfts sind rund 600 Beschäftigte betroffen, überwiegend in den USA.
Damit zieht Freudenberg Konsequenzen aus einem Marktumfeld, das sich insbesondere in den USA deutlich schwächer entwickelt hat als erwartet. Der Konzern begründet diesen Schritt mit einer Kombination aus geringer Nachfrage in zentralen Anwendungen, fehlender Infrastruktur und hohen Kosten. Hinzu kämen politische und regulatorische Unsicherheiten sowie ein intensiver globaler Wettbewerb. Laut Unternehmensangaben hätten diese Faktoren die wirtschaftliche Skalierung des Systemgeschäfts erheblich erschwert.
Fokus verlagert sich auf Komponenten und Wasserstoff
Während das Batteriegeschäft beendet wird, hält Freudenberg an ausgewählten Aktivitäten im Wasserstoffbereich fest. Das Geschäft mit Wasserstoffkomponenten wurde in die Sparte Freudenberg Sealing Technologies integriert. Parallel dazu verweist das Unternehmen auf fortgesetzte Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in neue Technologien, darunter auch digitale Anwendungen und künstliche Intelligenz. Diese Maßnahmen sollen die Grundlage für zukünftige Geschäftsmodelle schaffen.

