Deutschland war im Jahr 2025 laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) der zweitgrößte Produktionsstandort für Elektrofahrzeuge weltweit. VDA-Präsidentin Hildegard Müller zufolge wurden in der Bundesrepublik rund 1,67 Millionen E-Autos hergestellt – 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Einzig China liege weiterhin vor Deutschland, während die USA auf Platz drei folgten.
Eigene Batterieproduktion weiter kritisch
Besonders relevant für die Batterie-Industrie: Batterieelektrische Fahrzeuge machen mit 1,22 Millionen Einheiten (plus 15 Prozent) den größten Anteil aus, Plug-in-Hybride legten um 54 Prozent auf rund 450.000 Einheiten zu. Damit wächst neben der Fahrzeugproduktion vor allem der Bedarf an leistungsfähigen Batteriesystemen deutlich. Bei Batteriezellen bleibt Europa indes strukturell abhängig. Trotz laufender Gigafactory-Projekte wie Salzgiga von PowerCo, sei die Skalierung eigener Zellkapazitäten weiterhin ein kritischer Faktor für Kosten, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit.
Weiteres Wachstum erwartet
Neue staatliche Kaufanreize – etwa Zuschüsse für private Elektrofahrzeugkäufer mit niedrigerem Einkommen – sollen die Nachfrage unterdessen weiter ankurbeln. Für 2026 erwartet der VDA daher ein weiteres Produktionswachstum. Entscheidend werde jedoch sein, ob Batterie-Wertschöpfung, Energiepreise und Lade-Infrastruktur mit diesem Tempo Schritt halten können.
Quelle:
Reuters

