Der französische Bergbaukonzern Imerys hat sein Lithium-Vorhaben in Großbritannien vorerst eingefroren. Laut einer offiziellen Mitteilung setzt das Unternehmen die Entwicklung in Cornwall aus, um sich auf ein fortgeschritteneres Projekt in Frankreich zu konzentrieren. Das Vorhaben im Südwesten Englands sah die jährliche Gewinnung von mehr als 20.000 Tonnen Lithiumcarbonat vor. Diese Menge hätte den Bedarf von rund 500.000 Elektrofahrzeugen decken können.
„Care and Maintenance“-Zustand
Bei der Vorlage seiner Jahresergebnisse erklärte das Unternehmen, das britische Projekt werde in den „Care and Maintenance“-Zustand versetzt, so dass die aktive Entwicklung pausiere. Ein konkreter Zeitplan für eine mögliche Wiederaufnahme wurde indes nicht genannt. Imerys begründete seine Entscheidung damit, dass sich zwei Projekte dieser Größenordnung in unterschiedlichen Ländern nur schwer parallel steuern ließen.
Fokus auf „Emili“ in Zentralfrankreich
Künftig solle der Schwerpunkt auf das Emili-Projekt in Zentralfrankreich liegen, dessen Stand bereits fortgeschritten sei. Das Vorhaben soll ab 2030 eine jährliche Produktion von 34.000 Tonnen Lithiumhydroxid erreichen. Laut Imerys will der französische Staat 50 Millionen Euro für eine Minderheitsbeteiligung investieren.
Quelle:
https://www.reuters.com/business/energy/imerys-freezes-uk-lithium-project-focus-france-2026-02-19/

