Der Automobilkonzern Stellantis hat einen Part seiner Beteiligung an dem Batteriezellwerk „NextStar Energy“ im kanadischen Windsor veräußert. Käufer ist der südkoreanische Joint-Venture-Partner und Batteriehersteller LG Energy Solution (LGES). Das Projektvolumen des Werks wird mit rund sechs Milliarden US-Dollar angegeben. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines aktuell schwächeren Markthochlaufs für Elektrofahrzeuge in Nordamerika.
Neuverteilung der Finanzierung
Berichten zufolge übernimmt LGES den Anteil des Werkes in Ontario für einen symbolischen Kaufpreis. Gleichzeitig bleibe das Unternehmen operativ für die Batteriezellproduktion verantwortlich. Ziel der Transaktion sei es, die finanzielle Last in der aktuellen Marktphase neu zu verteilen und die langfristige Fortführung des Projekts abzusichern. Das Werk gilt als zentraler Baustein für die Versorgung von Stellantis mit Batteriezellen in Nordamerika.
Genereller Strategiewechsel
Der Anteilsverkauf verdeutlicht den hohen Kapitalbedarf beim Aufbau großskaliger Zellfertigung. In einem Umfeld mit einem verlangsamtem Wachstum des Marktes für Elektrofahrzeuge gewinnen flexible Beteiligungsmodelle und Risikoaufteilungen zwischen OEMs und Zellherstellern an Bedeutung. Beobachtern zufolge könnte die stärkere Rolle spezialisierter Batterieproduzenten künftig häufiger zu Anpassungen bestehender Joint-Venture-Strukturen führen.
Stabilisierung des Hochlaufs
Unterdessen bewerten Vertreter der regionalen Wirtschaftsförderung Windsor-Essex den Einstieg von LGES positiv. Eine klarere Eigentümer- und Betreiberstruktur könne Investitionsentscheidungen beschleunigen und den Hochlauf der Produktion stabilisieren. Für die Region Windsor bleibt das Batteriewerk ein Schlüsselprojekt für industrielle Wertschöpfung, Beschäftigung und Qualifizierung im Batteriebereich.
Quelle:
Windsor Star

