Das japanische Unternehmen „Idemitsu Kosan“ hat mit dem Bau einer großtechnischen Pilotanlage zur Herstellung von Festelektrolyten begonnen. Die Entscheidung folge auf interne Tests an zwei kleineren Anlagen, in denen bereits Muster hergestellt und Produktionstechnologien validiert worden seien. Die neue Anlage entstehe am Standort Chiba und soll bis Ende 2027 fertiggestellt sein. Die geplante Produktionskapazität liege bei mehreren hundert Tonnen pro Jahr.
Kooperation mit Toyota
Das Unternehmen sieht in Festelektrolyten einen zentralen Bestandteil von All-Solid-State-Batterien (ASSB), die künftig in batterieelektrischen Fahrzeugen zum Einsatz kommen sollen. Idemitsu arbeitet dabei mit dem japanischen Automobilhersteller Toyota zusammen, der 2027 oder 2028 erste Serienfahrzeuge mit ASSB auf den Markt bringen will. Die in der neuen Anlage produzierten Materialien sind laut Unternehmensangaben für diese Batterien vorgesehen.
Herstellung von Lithiumsulfid
Die Entwicklung der Massenproduktion erfolgt im Rahmen eines Förderprogramms der japanischen NEDO-Behörde zur „grünen Innovation“. Neben der Pilotanlage für Festelektrolyte errichtet Idemitsu eine weitere Anlage zur Herstellung von Lithiumsulfid, einem wichtigen Zwischenprodukt. Deren Fertigstellung ist für Juni 2027 geplant. Eigenen Angaben zufolge nutzt das Unternehmen bei der Festelektrolytenproduktion Schwefel, der als Nebenprodukt aus der Erdölverarbeitung stammt. Bereits seit Mitte der 1990er Jahre untersucht Idemitsu diesen Rohstoff hinsichtlich seiner Eignung für die Batterietechnik.

