Das vom Aachener Batterie-Recycling-Unternehmen „cylib“ aus gebrauchten Nickel-Mangan-Kobalt (NMC)-Akkus gewonnene Lithiumcarbonat ist die industrielle Kreislauftauglichkeit bescheinigt worden. Ein namentlich nicht genannter internationaler Zellhersteller bestätigte dem Material die Erfüllung aller geforderten Spezifikationen, so dass es künftig zur Herstellung neuer Elektrofahrzeugbatterien eingesetzt werden kann.
Recycling-Effizienz über 90 Prozent
Laut „cylib“ wurde das Lithiumcarbonat in der Aachener Pilotanlage unter Verwendung der unternehmenseigenen OLiC-Technologie produziert. Dabei handelt es sich um ein wasserbasiertes Verfahren zur Rückgewinnung von Lithium und Graphit. Bei dem Prozedere mit einer Recycling-Effizienz von mehr als 90 Prozent werden auch andere Materialien wie Nickel, Kobalt und Mangan zurückgewonnen. Der CO₂-Fußabdruck werde gegenüber der Primärgewinnung um rund 80 Prozent reduziert. Die Integration des recycelten Materials in neue Batterien stärke die europäische Rohstoffversorgung und verringere somit die Abhängigkeit von Importen.

