Der japanische Batteriehersteller Maxell plant, die Produktion prismatischer Lithium-Ionen-Akkus bis spätestens Mai 2025 vollständig einzustellen. Damit endet eine fast 30-jährige Ära, in der die Zellen unter anderem in Mobiltelefonen, Smartphones und tragbaren Spielkonsolen zum Einsatz kamen. Aufgrund sinkender Rentabilität und dem Vormarsch laminiert aufgebauter Batteriezellen verliert das Segment immer mehr Bedeutung. Die chinesische Tochtergesellschaft „Wuxi Maxell Energy Co.“ soll im Zuge des Produktionsstopps aufgelöst werden.
Strategischer Fokus auf Festkörperbatterien
Mit dem Ausstieg aus der Fertigung prismatischer Zellen setzt Maxell ein klares Zeichen Richtung Festkörperbatterie. Das Unternehmen konzentriere seine Ressourcen ab sofort auf die Technologie, die als besonders sicher, leistungsstark und langlebig gilt. Anwendungsschwerpunkte sieht Maxell vor allem in der Industrie, im Bereich der Elektromobilität sowie in medizinischen Geräten, wo hohe Anforderungen an Energieeffizienz und Betriebssicherheit existieren.
Aktuelle Verluste als Zukunftsinvestition
Die Umstellung bringe zunächst finanzielle Belastungen mit sich. Maxell rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem außerordentlichen Verlust von umgerechnet rund 24,6 Millionen Euro, bestehend aus Bestandsabschreibungen und zusätzlichen Abfindungen. Langfristig ziele das Unternehmen jedoch auf profitables Wachstum in Märkten mit hoher technologischer Dynamik und positioniere sich als innovativer Anbieter moderner Energiespeicherlösungen.