Das sächsische Unternehmen JT Energy Systems hat den Bau eines stationären Batteriespeichers mit einer Spitzenleistung von 25 Megawatt im heimischen Freiberg erfolgreich beendet. In dem „leistungsstärksten Batteriesystem seiner Art“ kommen gebrauchte Module aus Elektro-Staplern und -Pkw zum Einsatz.

In Österreich sind zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus Forschung und Wirtschaft zur 27. Auflage des „International Congress for Battery Recycling“ zusammengetroffen. Im Salzburger Kongresszentrum standen aktuelle Recycling-Verfahren, innovative Ansätze und neue Trends in der Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Batterien auf dem Programm.

Das Chemie-Unternehmen Evonik hat einen neuen Prozess zur wirtschaftlichen und umweltschonenden Rückgewinnung von Lithium aus gebrauchten Batteriezellen präsentiert. Derzeit werde an der Skalierung des aktuellen Labormaßstabs geforscht. Intern herrsche Zuversicht, in drei bis fünf Jahren die Marktreife zu erreichen.

Das in Deutschland gegründete Batterie-Recycling-Unternehmen „tozero“ hat in einer von „Atlantic Labs“ geführten Pre-Seed-Finanzierungsrunde 3,5 Millionen Euro erhalten. Der Start-up-Betrieb wirbt damit, durch einen neuartigen Prozess kritische Materialien wie Lithium, Nickel und Kobalt aus Lithium-Ionen-Zellen wiederzugewinnen.

Der südkoreanische Stahlerzeuger POSCO hat den Bau seines Recycling-Werks für Batteriezellen in der polnischen Ortschaft Dyhernfurth abgeschlossen. Dort sollen jährlich 7.000 Tonnen „schwarzer Masse“ aus alten Zellen des europäischen Markts hergestellt werden. Den ersten Spatenstich hatte der Konzern im Oktober 2021 gesetzt.

Der US-amerikanische Batterie-Recycler Redwood Materials kooperiert künftig mit der Volkswagen Group of America geschlossen. Die Partnerschaft regelt die Verwertung von Akkupacks aus Elektrofahrzeugen der Marken VW und Audi in den USA. Der Vereinbarung zufolge wird das Recycling sämtlicher Battriepacks von Redwood abgewickelt.

BASF will in Schwarzheide eine Anlage errichten, die das Recycling schwarzer Masse aus Batterien im großtechnischen Maßstab ermöglicht. Die jährliche Produktionskapazität soll etwa 15.000 Tonnen Elektroauto-Batterien und Material entsprechen. BASF erweitert damit seinen Standort im Süden des Landes Brandenburg.

Volvo Energy beteiligt sich mit rund 4,7 Millionen Euro am britischen Unternehmen Connected Energy, das in der Speicherung von Energie aus langlebigen Batterien aktiv ist. Damit hält Volvo Energy zehn Prozent des in Norwich ansässigen Second-Life-Batteriespeicherspezialisten und gesellt sich zu vier weiteren neuen Investoren.

Das Unternehmen Fenecon plant den Bau einer Fabrik im bayrischen Iggensbach zur Herstellung von Energiespeicher-Lösungen aus gebrauchten Elektrofahrzeug-Batterien. Das Werk soll ab 2024 entstehen und durch die EU mit 4,5 Millionen Euro gefördert werden. Weitere finanzielle Mittel sollen via Crowdfunding in das Projekt fließen.

Indiens größter Elektronik-Recycler „Attero“ will für insgesamt eine Milliarde US-Dollar Recycling-Werke in Polen, den USA und Indonesien errichten. Der Start der polnischen Anlage ist für das vierte Quartal 2022 geplant. In Ohio soll das Recycling ab dem dritten Quartal 2023 und in Indonesien Anfang 2024 beginnen.

Das US-amerikanische Unternehmen Blue Whale Materials (BWM) hat angekündigt, insgesamt mindestens fünf Recycling-Anlagen in Europa und den USA zu errichten. Blue Whalesʼ unternehmenseigene Technologie recycelt Lithium-Ionen-Batterien zur Rückgewinnung unter anderem von Kobalt, Nickel, Mangan und Lithium.

Die Recycling-Kooperation Hydrovolt hat im südnorwegischen Fredrikstad den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Die Recycling-Anlage des Joint Ventures von Northvolt und Hydro verfügt über eine Jahreskapazität von rund 12.000 Tonnen Batteriepacks – gleichbedeutend mit etwa 25.000 Elektrofahrzeugbatterien.

Das Technologie-Unternehmen ACE Green Recycling (ACE) plant in Texas den Bau und den Betrieb des derzeit größten emissionsfreien und nachhaltigen Batterie-Recycling-Parks Nordamerikas. Die etwa 40.000 Quadratmeter große Anlage soll in der Lage sein, sowohl Lithium-Ionen-Batterien als auch Bleisäure zu recyceln.

Der Rohstoffkonzern Glencore und das kanadische Recycling-Unternehmen Li-Cycle haben eine Kooperation angekündigt. Dabei will Glencore rund 200 Millionen US-Dollar investieren, während die Kanadier für Glencore ein bevorzugter Partner in der Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Batterien werden sollen.

Der Zellproduzent und -entwickler Farasis hat nach zehnjähriger Forschung eine Methode zur direkten Wiederverwertung von Batteriematerialien vorgestellt. Das Recycling-Verfahren komme derzeit bei der Rückgewinnung von Kathodenmaterial zur Anwendung und verspreche eine Recycling-Quote von mehr als 99 Prozent.