Tesla-Chef Elon Musk hat vor kurzem unerwartet die Baustelle für seine neue Gigafactory in Grünheide besucht. Am brandenburgischen Standort kündigte Musk an, die Batterieproduktion trotz der bisherigen Verzögerungen noch im laufenden Jahr aufzunehmen.

Varta hat einen Industrieauftrag aus dem Automobilbereich übernommen. Das gab der deutsche Batteriespezialist bei der Vorstellung seiner Geschäftszahlen für das erste Quartal 2021 bekannt. Dabei gehe es um die neuen Batteriezellen „Varta V4Drive“ im Format 21700. Den Namen des Kunden nannte das Unternehmen indes nicht.

VW-Partner QuantumScape prüft derzeit offenbar eine Produktion von Festkörperbatterien in Salzgitter. Laut einer gemeinsamen Vereinbarung, die QuantumScape bei Twitter vorstellte, soll der Standort für eine Pilotanlage zur künftigen Herstellung von JV-Festkörperzellen noch 2021 gefunden werden.

Panasonic erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen um fast ein Drittel höheren Betriebsgewinn. Vor allem wegen der wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Pandemie werde die Nachfrage für Geräte, Komponenten und Batterien steigen, teilt das Unternehmen mit. Panasonic profitierte auch davon, dass die jahrelange Partnerschaft mit Tesla und dessen jüngstem Absatzerfolg nun endlich Geld einbringt.

Laut Volkswagen-Chef Herbert Diess ist der Konzern auf der Suche nach externem Geld für seinen Plan, bis 2030 sechs Batteriezellfabriken in Europa zu errichten. Dabei ist offenbar auch ein Börsengang im Gespräch. Die Unterstützung sei nötig, da die Batteriezellkapazitäten nicht alleine von VW aufgebaut werden könnten.

Laut einer aktuellen Mitteilung von BMW hat das Unternehmen nach Dingolfing an den Standorten Regensburg und Leipzig sein zweites und drittes Werk zur Produktion von Hochvoltbatterien und Batteriekomponenten in Betrieb genommen. Künftig sollen dort die Batteriesysteme für die vollelektrischen Fahrzeuge der fünften Generation entstehen.

Teslas Giga-Berlin verzögert sich

Autor: Die Redaktion

Veröffentlicht am: 29.04.2021

Laut aktuellen Informationen hat Tesla die Behörden darüber informiert, dass es den Genehmigungsantrag für Grünheide um die Batteriezellproduktion erweitern möchte. Wie sich das zuständige Umweltministerium in Brandenburg äußerte, wird in den Antragsunterlagen nun offiziell die Errichtung und der Betrieb einer Anlage zur Batteriezellherstellung einbezogen. Durch die aktuellen Änderungen im Antrag wird sich der Start der Fahrzeugfertigung wohl um Monate verzögern.

Mit der aktuellen Änderung ist davon auszugehen, dass für die Einbeziehung einer Batteriezellfertigung erneut die Öffentlichkeit mit einbezogen werden muss. Ein Vorgang, der für Tesla ungelegen kommen wird, da es immer wieder erhebliche Diskussion zum geplanten Standort mit öffentlichen Stellen und Anwohnern gab. Vor allem das Thema Wasserverbrauch begleitet das Projekt als einer der größten Streitpunkte schon seit langem. Tesla selbst erkennt dabei, dass das von Elon Musk Giga-Berlin getaufte Projekt, das in Brandenburg liegt, sich nicht vor Ende des Jahres in Betrieb nehmen lassen wird. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach sagte dabei in Bezug auf die Änderungen im Antrag: „Wann das Genehmigungsverfahren abgeschlossen sein wird, dazu kann hier und heute kein konkretes Datum benannt werden – denn hier gilt ganz klar der Grundsatz Qualität vor Schnelligkeit“

Seit Baubeginn stellt Tesla mit seiner enormen Geschwindigkeit die öffentlichen Stellen und Genehmigungsbehörden vor Herausforderungen. Immer wieder mussten vorab Genehmigungen erteilt werden, da die Prüfung der von Tesla eingereichten Dokumente nicht mit dem Bauvorhaben Schritt halten konnte.

lgchem.com
Volkswagen AG
Adobe Stock Lizenz
4 RundzellenBenedikt Hürter
pixabay.com
pixabay.com
Adobe Stock Lizenz
bam.de
svolt-eu.com
northvolt.com
blackstoneresources.ch
pixabay.com
ses.ai
nissannews.com
SK Innovation
Adobe Stock Lizenz
Adobe Stock Lizenz
daimler.com
pixabay.com
Porsche AG

Dominierende Ansätze im Bereich der Weiterentwicklung heutiger Lithium-Ionen-Batterien sind bisher vor allem in Form von Festköperbatterien und Lithium-Schwefel-Batterien in den Medien vertreten. Nun plant das internationale Konsortium CSE aus BAE Batteries, DPU Investment, Netracon aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und UNE aus Italien sowie einem Privatinvestor den Bau einer Natriumchlorid-Batteriefabrik.

In einem aktuellen Interview berichtet Svolt-Europa-Chef, Kai-Uwe Wollenhaupt, über die Pläne des asiatischen Batteriespezialisten und gibt Einblick in die Produktionsplanung in Überherrn, im Saarland. Zudem werden die Themen Umwelt und Zukunft im Gespräch vom Wollenhaupt mit der Internetplattform Industrie.de adressiert im Rahmen der Batteriezellfertigung von Svolt adressiert.

In einem Interview mit der FAZ hat Porsche Chef Oliver Blume am Sonntag angekündigt, dass der Sportwagenhersteller künftig eigene Hochleistungsbatteriezellen produzieren will. Hochleistungsbatterien seien „eine Porsche-Domäne“, so der Vorstandschef. Gerüchte zum Batteriewerk von Porsche kursierten schon einige Zeit, nun also gibt es die Bestätigung.

Die aus der ETH Zürich heraus entstandene Firma Battrion hat in Dübendorf nahe Zürich eine Kleinserienfertigung für Batterieelektroden mit einer Kapazität von 20 MWh pro Jahr errichtet und am Standort die Produktion für Kunden, unter anderem aus der Automobilindustrie, aufgenommen. Battrion hat für die Anlage eine Investition von ca. 2,7 Millionen Euro getätigt.

Johnson Matthey, ein weltweit tätiges Unternehmen, das Katalysatoren herstellt, Edelmetalle raffiniert und recycelt, verarbeitet und in der Spezialchemie unterwegs ist und der staatliche Investor Finnish Minerals Group (FMG) haben sich darauf geeinigt, eine Anlage zur Herstellung von Kathodenmaterialien zu bauen, welches zur Anwendung in Batterien von elektrischen Fahrzeugen genutzt werden soll.

In einer aktuellen Pressemitteilung kündigt VW die Erweiterung der Produktion von Batteriesystemen für die neueste E-Fahrzeug-Generation an. Nachdem vorab schon eine erste Ausbaustufe mit einer jährlichen Kapazität von 250.000 Batteriesystemen pro Jahr umgesetzt wurde, soll nun in einer gleichwertigen Stufe die jährliche Produktionsmarke von 500.000 Systemen erreicht werden.

Der auch in Deutschland ein Batteriestandort aufbauende chinesische Batteriezellhersteller SVOLT hat mit der Massen-Produktion von kobaltfreien Batterie-Kathodenmaterial für seine NMX-Batteriezellen in Jintan, im Osten Chinas, begonnen. Hierfür stellte das Unternehmen bereits im Januar erste 10 Tonnen des kobaltfreiem Kathodenmaterials her. Nun in erster Ausbaustufe der Massen-Produktion will SVOLT 5.000 Tonnen des Spezialmaterials im Jahr herstellen.

Das von Amazon und Ford unterstützte e-Auto Start-Up Rivian, hat Samsung SDI als Zulieferer seiner Batteriezellen bekannt gegeben. Rivian sagt, dass es zusammen mit Samsung SDI die passenden Batterien für seine elektrischen Pickup und SUV Modelle entwickelte hätte und zeigt sich begeistert in Bezug auf die Leistungsdaten der hergestellten Systeme.