Aktuellen Gerüchten zufolge soll Samsung SDI als erster Zulieferer die Einheitszelle für künftige E-Fahrzeuge produzieren, die VW beim vergangenen „Power Day“ vorgestellte hatte. Das berichtet das koreanische News-Portal „The Elec“ unter Berufung auf Insider. Über Produktions- und Lieferbeginn gibt es jedoch noch keine Informationen.

Ganfeng Lithium plant eine Investition von rund 1,1 Milliarden Euro in zwei Projekte zur Herstellung von Lithium-Batterien eines „neuen Typs“. Das Vorhaben des weltweit größten Lithiumaufbereiters werde durch die Tochter „Ganfeng LiEnergy“ umgesetzt. Bisher war das Unternehmen vor allem in Fachkreisen bekannt – als Lieferant von Tesla.

SK Innovation plant die Auslagerung des Batteriegeschäfts. Das neue Unternehmen mit dem vorläufigen Namen „SK Battery“ soll am 1. Oktober 2021 an den Start gehen. Der Schritt erinnert an das Vorgehen des ebenfalls koreanischen Mitbewerbers LG Chem, der zum Ende des vergangenen Jahres die „LG Energy Solution“ gegründet hatte.

Tesla beabsichtigt offenbar, die Vielfalt seiner Zellen zu reduzieren. Im Idealfall sollen künftige Batterien des langjährigen E-Mobilitäts-Vorreiters nur noch aus zwei Formaten und zwei Chemien bestehen. Das teilte Tesla-CEO Elon Musk in einer Telefonkonferenz zur Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen mit.

Nachdem vor wenigen Tagen bekannt geworden war, dass Vulcan Energy ab 2024 eine beträchtliche Menge Lithiums an LG Energy Solution liefern will, gibt es nun einen weiteren Abnehmer: Ab 2025 soll auch Renault Lithium aus Thermalwasser des Oberrheingrabens erhalten. Langfristig sollen es 6.000 bis 17.000 Tonnen Lithium werden.

Insgesamt acht Batteriezellfabriken plant Daimler für die Versorgung künftiger Elektroautos. Da jedoch zahlreiche Gespräche mit möglichen Batteriezellpartnern in der Vergangenheit gescheitert seien, ist die Planung dieser Batteriestandorte wohl aktuell noch sehr wackelig. Erst zuletzt wurde bekannt, dass sich die geplanten Batteriezellfertigung in Bitterfeld-Wolfen mit Partner Farasis verzögern würde.

In Tschechien scheint eine nächste Gigafactory zu entstehen. Dafür hat die Regierung ein Memorandum des staatlichen Energieunternehmen CEZ zur Errichtung einer „Gigafactory“ im Land gebilligt. In der Gigafactory sollen vor allem Batterien für E-Autos entstehen. Nach Gerüchten, die schon vorab aufkamen könnten VW bzw. Tochter Skoda am Bau der Fabrik beteiligt werden.

LG Chem will bis 2025 umgerechnet 4,4 Milliarden Euro in den Ausbau des Geschäfts mit Batterie-Ausgangsmaterialien investieren. Außerdem hat der Konzern jüngst die „EV & Battery Challenge“ für Start-up-Betriebe mitgegründet.

Volkswagen und die Regierung der Tschechischen Republik befinden sich in Verhandlungen. Ein Standort in Tschechien würde die dortige Konzernmarke Skoda profitieren lassen. VW hatte vor kurzem verkündet, Tschechien könnte die vierte von sechs geplanten Gigafactorys beheimaten.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die Richtlinie „Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen für die Batteriezellfertigung“ veröffentlicht. Der Projektträger VDI/VDE/IT informiert am Donnerstag, 5. August, von 10 bis 11:30 Uhr über die Modalitäten.

Einer aktuellen Umfrage zufolge wollen britische Hersteller und andere Produzenten in Europa einen größeren Teil der Lieferkette für Batterien näher an ihre Werke verlagern. Bislang dominieren China, Japan und Südkorea die Verarbeitung von Mineralien für E-Auto-Batterien.

Lithium stammt bislang vor allem aus Australien und dem sogenannten Lithium-Dreieck in Südamerika, wo das Element mit in der Kritik stehenden Abbaubedingungen und weiter Anreise zum europäischen Markt gewonnen wird. Demnächst soll der Rohstoff jedoch aus dem Rhein kommen.

Der chinesische Batteriehersteller SVOLT, der aktuell eine Produktionsstätte im Saarland plant, will ab 2025 Batteriezellen an den Automobilkonzern Stellantis liefern. SVOLT soll damit neben CATL, BYD, Samsung und LG Energy Solution ein weiterer Zulieferer des Automobilriesen werden.

Das schwedische Start-up-Unternehmen Northvolt scheint eigene Pläne in Deutschland zu verfolgen. Der Batterieproduzent war seit 2019 im Rahmen von VWs erster Zellfertigung aktiv, bis der Autobauer im März ankündigte, das Vorhaben in Salzgitter alleine umzusetzen.

Daimlers chinesischer Batteriezellpartner Farasis hatte geplant, bereits 2022 erste Batteriezellen im Werk Bitterfeld-Wolfen zu produzieren. Nun könnte der Bau sich noch um einige Jahre verzögern – oder gar komplett scheitern. Laut Farasis wird die Europa-Strategie überdacht.