Nachdem Porsche verkündet hatte, künftig eigene Batteriezellen entwickeln und produzieren zu wollen, liegt ein neues Gerücht in der Luft. Daimler plant laut Informationen der Nachrichtenplattform „Business Insider“ aus Unternehmenskreisen ebenso die Herstellung eigener Batteriezellen. Lange hatte Daimler-Chef Ola Källenius an der Strategie festgehalten, Zellen von Drittherstellern zu beziehen.

Nach einigem Hin und Her scheint es nun sicher zu sein, dass Varta die vor kurzem präsentierte V4Drive-Batterie an Porsche liefert. Das bestätigt das „Handelsblatt“ unter Berufung auf eine eigene kurzfristige Anfrage bei Varta. Der baden-württembergische Batteriekonzern selbst hatte zuvor bereits verlautbart, dass die Zellen vor allem für den Premiumbereich geeignet seien.

Die Porsche AG gründet mit dem deutschen Batterieproduzenten Customcells ein Joint Venture (JV) zur Herstellung von Hochleistungsbatterien. Laut Porsche sollen die Akkus die Ladezeiten deutlich reduzieren. Der Sportwagenbauer plant die Investition eines hohen zweistelligen Millionenbetrags in die neue Cellforce Group. Der Porsche-Anteil soll 80 Prozent betragen.

Die Regierung Großbritanniens steht mit sechs Unternehmen für den Bau von Batteriefabriken für Elektro-Autos in Kontakt. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um Ford, LG und Samsung sowie Nissan, InoBat und Britishvolt. Unklar sei bislang, ob es sich um Werke zur Herstellung von Batteriezellen oder zur Montage von Batteriemodulen und -systemen handeln soll.

Volkswagen steht in Gesprächen mit Zulieferern, um sich durch Partnerschaften den direkten Zugang zu Rohstoffen für E-Fahrzeug-Batterien zu sichern. Außerdem scheint VW kurz davor zu sein, einen Partner für sein geplantes Werk in Salzgitter zu finden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf ein Vorstandsmitglied von Volkswagen.

Volkswagen hat zusätzlich eine halbe Milliarde Euro in seinen Batteriezellpartner Northvolt investiert. Damit beteiligt sich der Wolfsburger Automobilkonzern eigenen Angaben zufolge an einer Finanzierungsrunde der Schweden, die umgerechnet insgesamt rund 2,26 Milliarden Euro für den Ausbau von Produktion, Recycling und Entwicklung von Batteriezellen erhielten.

Battery-News.de liefert mit der neuen Serie „Im Blick“ jeden Donnerstag spannende und informative Videos. Die ausgewählten Clips sollen zu einem schnellen Zugang zur und einem besseren Verständnis der Batterietechnik beitragen. Im Fokus stehen dabei vor allem die Bereiche „Batterieproduktion“, „Batterierecycling“, „Batterietesting“ und „Entwicklungstrends“.

Die Contemporary Amperex Technology Ltd (CATL) aus dem Südosten Chinas plant den Bau einer neuen Batteriefertigungsstätte in Shanghai. Die dortige Großansiedlung würde das Unternehmen in die Nähe der chinesischen Produktionsbasis von Tesla bringen. CATL hatte 2020 als exklusiver Tesla-Zulieferer die Versorgung der „Model 3“-Fahrzeuge begonnen.

Der Anfang 2021 gegründete Automobilkonzern Stellantis, zu dem unter anderem die Marken Fiat, Peugeot und Opel gehören, erwägt offenbar den Bau eines Batteriewerks in Italien. Laut Informationen von Reuters steht das Unternehmen derzeit in Gesprächen mit der italienischen Regierung. Für Stellantis und Tochter Fiat ist das Land einer der entscheidenden Produktionsstandorte in Europa.

Der Elektromobil-Pionier Tesla erwartet laut eigenen Angaben, künftig mehr als eine Milliarde US-Dollar pro Jahr in Batterierohstoffe aus Australien zu investieren. Das Land verfüge über eine zuverlässige Bergbauindustrie und verantwortungsvolle Produktionspraktiken. Robyn Denholm, selbst Australierin und Mitglied des Verwaltungsrats von Tesla, verkündete die Pläne jüngst bei einer australischen Rohstoffkonferenz.

Volkswagen erwägt einen Börsengang seines Batteriebereichs. Dadurch könnte der Konzern die weitere Finanzierung seiner Batteriezellambitionen sichern. Im Ergebnis soll es dann eine börsennotierte VW-Tochter geben. „Ein einzelnes Zellwerk ließe sich nicht an die Börse bringen, das ganze muss schon auf höherer Ebene zusammengefasst werden“, betont Technikvorstand Thomas Schmall.

Die BMW Group hat in ihrem „Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion“ in Dingolfing mit der Herstellung von Hochvoltbatterien und Batteriemodulen der fünften Generation begonnen. Die Komponenten sollen in den Modellen BMW iX und BMW i4 zum Einsatz kommen.

Nissan befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen mit der britischen Regierung für den Aufbau einer Batterie-Gigafabrik. Sollten die Gespräche im Rahmen eines Post-Brexit-Plans erfolgreich verlaufen, würde Großbritannien zu Nissans größtem Elektroauto-Produktionszentrum inklusive Batteriezellfertigung außerhalb Japans.

BASF plant offenbar mit Investitionen für den Aufbau einer Batteriefabrik in Ontario. Laut einer aktuellen Meldung der Nachrichtenagentur Reuters bewirbt sich der deutsche Konzern derzeit um kanadische Fördermittel. Das Unternehmen spezialisiert sich immer mehr auf die Produktion von Kathodenmaterial (CAM), das für die Produktion von Batteriezellen im weltweit stetig größer werdenden Maßstab benötigt wird.

Ford und SK Innovation stehen offenbar vor einer gemeinsamen Investition für eine neue Batteriefabrik in den USA. Insidern zufolge soll SK-Group-Chef Chey Tae-won das Joint Venture demnächst bekannt geben. Der Manager befindet sich als Teil einer inoffiziellen Wirtschaftsdelegation des ersten Gipfeltreffens von Präsident Moon Jae-in aus Südkorea derzeit bei US-Präsident Joe Biden.