Der europäische Batteriezellfertigungsmarkt baut seine industriellen Produktionskapazitäten erheblich aus. Die größten Batteriezellfertigungsstandorte werden nach bisher angekündigten Projekten in den nächsten Jahren eine Batterieproduktionsleistung von über 450 GWh erreichen.

Der US-Elektroautobauer Tesla und der japanische Batteriespezialist Panasonic bleiben auch über die nächsten Jahre weiter Partner. Dazu haben die beiden Unternehmen nun einen neuen drei Jahres Vertrag unterzeichnet, der primär die Herstellung und Belieferung von Batteriezellen in Teslas Giga-Factory in Nevada sicherstellen soll.

Während aktuell immer wieder zu vernehmen war, dass Tesla langfristig auf das mit umstrittenste Rohstoffelement aktueller Batterien, Kobalt, verzichten möchte und hierfür bereits eine Partnerschaft mit dem chinesischen Batteriezellproduzenten CATL anstrebt, scheint aktuell die Absicherung der Kobaltlieferung für Tesla weiterhin wichtig zu sein.

Während CATL wohl künftig kobaltfreie LFP-Batterien an Tesla liefern wird und damit ein Problem der Rohstoffversorgung von Lithium-Ionen-Batterien aktueller Bauart löst, bleibt die Versorgung heutiger Batterien mit Lithium weiterhin eine Herausforderung. Mehrere Unternehmen wollen nun Deutschland zum nächsten Lithium Rohstoffproduzenten machen und den heimischen Batteriezellfertigungsmarkt mit dem wertvollen Rohstoff beliefern.

Noch hat Teslas Battery-Day, der wieder eine Vielzahl von Neuerungen des Technologieführers im Bereich der Elektromobilität für die hauseigenen Batterien offenbaren soll, noch nicht stattgefunden, da kündigt Tesla Chef Musk trotzdem bereits an, künftig auf LFP-Zellen bauen zu wollen und diese bald im Model 3 einzusetzen.

Im Rahmen des am 03.06.2020 vom Bundesministerium für Finanzen bekanntgegebenen Konjunkturpakets, beschließt der Koalitionsausschuss die Förderung der heimischen Batteriezellfertigung, den Ausbau des Ladesäulennetzes und der allgemeinen Elektromobilität mit einer Gesamtfördersumme von 2,5 Milliarden Euro zu unterstützen.

Das norwegische Unternehmen FREYR hat einen Vertrag für die gemeinsame Planung einer Batteriezellfabrik unterzeichnet. Im Detail geht es um die Entwicklung, die Planung sowie das PMO für eine Zellfabrik im norwegischen Mo i Rana.

Das neu gegründete, norwegische Unternehmen Morrow Batteries plant eine Gigafactory im norwegischen Landesbezirk Agder und hiermit die erste Fabrik dieser Art in dem skandinavischen Vorreiterland der Elektromobilität. Die Arbeiten am neuen Standort der Batterieproduktion sollen nach Plan im nächsten Jahr beginnen.

Nach vielfältige Gerüchten seit Anfang des Jahres bestätigt Volkswagen die Investition von rund 2 Milliarden Euro in zwei chinesiche Unternehmen mit dem Schwerpunkt Elektromobilität.

Obwohl Akasol im ersten Quartal die Gesamtleistung der Produktionskapazitäten ausweiten kann und nach eigenen Angaben „bedeutende Meilensteine erreicht habe“, muss das Unternehmen einen EBIT Verlust von 2,4 Mio. € im ersten Quartal des Jahres 2020 verkraften. Ein Verlust der im Rahmen der Covid-19 Pandemie von Akasol bereits, auch in der nun präsentierten Höhe, erwartet wurde.

Im Gemeinschaftsprojekt zwischen Volkswagen und dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt AB, einigen sich die Partner nun auf einen eigenständigen Bau der Batteriezellfertigung am Standort Salzgitter. Die Gesamtinvestition von 450 Mio. € soll im Folgenden durch das Gemeinschaftsunternehmen der Partner angemietet werden. Nach Angaben von VW sollen hierbei schon ab dem Jahr 2024 die ersten eigenen Batteriezellen in der neuen Fabrik hergestellt werden.

Der Maschinenbauer Manz AG hat nach dem Erlasse des italienischen Ministerpräsidenten Conte angekündigt, die Arbeit am Entwicklungsstandort für Lithium-Ionen-Batterien bei Bologna in Italien wiederaufzunehmen. Vor einem Monat war in Folge der Corona-Ausbreitung die Arbeit an italienischen und deutschen Standorten eingestellt worden.

Der gemeinsame Marktanteil der drei großen südkoreanischen Hersteller von Elektrofahrzeugenbatterien LG Chem Ltd., Samsung SDI Co. und SK Innovation Co. hat im Februar erstmals 40 Prozent überschritten, wie aktuell veröffentlichte Branchendaten zeigten. Dabei stieg der Marktanateil vor allem wegen den engen Kooperationen mit Herstellern von Elektrofahrzeugen weltweit.

In Wittenberg hat die 2014 gegründete Firma Tesvolt am ersten April Europas erste perspektivische Gigafactory für Energiespeichersystem in Betrieb genommen und das gerade, weil die Nachfrage auch während der Covid-19 Krise weiter gestiegen ist.

Das Land Baden-Württemberg hat Förderungen von rund 155 Millionen Euro speziell für die Batterieforschung angekündigt und freigegeben. Man wolle zu einem europäischen Zentrum der Batterie werden. Im Rahmen des IPCEI könnten insgesamt bis zu 500 Millionen Euro bereitgestellt, um mit der weltweiten Konkurrenz Schritt halten zu können.