Volkswagen prüft derzeit einige Standorte in Spanien und Osteuropa für zwei seiner sechs geplanten Batteriezellenfabriken. Das Resultat soll in der ersten Hälfte des Jahres 2022 bekanntgegeben werden. VW hat zudem eine europäische Aktiengesellschaft gegründet, die fortan das Batteriegeschäft bündeln und optimieren soll.

Der Batteriehersteller SVOLT hat angekündigt, seine bis zum Jahr 2025 geplanten 320 auf 600 Gigawattstunden jährlicher Produktionsleistung zu erhöhen. Langfristig will das Unternehmen, das derzeit auch den Aufbau eines Werks im Saarland vorantreibt, zu einer global agierenden Marke werden, die 25 Prozent des Weltmarkts bedient.

Blackstone Resources hat ein Verfahren für Lithium-Ionen-Batterien aus dem 3-D-Drucker präsentiert. Durch diese Methode könne das Unternehmen Batteriezellen mit einer höheren Energiedichte bei geringeren Produktionskosten fertigen. In der ersten Phase sollen jährlich Zellen mit einer Kapazität von 500 Megawattstunden entstehen.

Toyota plant den Bau einer Produktionsstätte für E-Fahrzeug-Batterien im US-Bundesstaat North Carolina. Die Gesamtinvestition soll sich auf umgerechnet rund 1,15 Milliarden Euro belaufen. Ab 2025 soll das Werk in Betrieb gehen und mit vier Produktionslinien Lithium-Ionen-Batterien für etwa 800.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr liefern.

VW rechnet für seine geplanten europäischen Batteriezellfabriken und für die Sicherung essenzieller Rohstoffe mit Gesamtinvestitionen von bis zu 30 Milliarden Euro. Für das kommende Jahrzehnt plant Volkswagen den Bau von sechs großen Gigafabriken, um die Nachfrage für Batteriezellen zu bedienen.

Tesla-Chef Elon Musk hat bekanntgegeben, auf 1,135 Milliarden Euro zur staatlichen Förderung der in Grünheide geplanten Gigafactory zu verzichten. Als Grund gilt die Bedingung, die finanziell unterstützte Technik zunächst ausschließlich im entsprechenden Produktionswerk und an keinem weiteren Standort einzusetzen.

Der Elektroautotester Björn Nyland hat stark temperaturabhängige Ladeleistungen der im Tesla-„Model 3“ verbauten chinesischen Akku-Variante mit LFP-Batterien von CATL nachgewiesen. Der Norweger hatte den Akku herabgekühlt und an eine Schnellladestation angeschlossen. Die Ladegeschwindigkeit sei deutlich geringer als erwartbar ausgefallen.

Das Förderunternehmen Vulcan Energy hat mit dem Autohersteller Renault ein sechs Jahre geltendes Abkommen zur Lieferung von Lithium getroffen. Die darin vereinbarte Liefermenge weicht indes deutlich von dem vor Kurzem kommunizierten Umfang ab. Ab 2026 soll Renault bis zu 12.600 Tonnen weniger Lithium erhalten als angekündigt.

Das Marktforschungsunternehmen Benchmark Mineral Intelligence hat die Umsetzbarkeit der aktuellen Mobilitätsziele untersucht. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass bei dem zu erwartenden Anstieg der Zahl batterieelektrischer Fahrzeuge mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Ressourcenengpass auftritt.

Der Lithium-Produzent Rio Tinto hat in das slowakische Batterie-Unternehmen InoBat investiert. Wie hoch die Beteiligung ist, gab der britisch-australische Bergbau-Konzern indes nicht bekannt. Die Summe soll unter anderem dem Ausbau des Batterie-Ökosystems in Europa und der Fertigstellung eines F&E-Zentrums in der Slowakei dienen.

Northvolt hat seine erste Batteriezelle aus 100 Prozent recyceltem Nickel, Mangan und Kobalt produziert. Im nächsten Schritt will das schwedische Unternehmen mit Sitz in Stockholm seine eigenen Recycling-Anlagen ausbauen. Eigenen Angaben zufolge hat Northvolt sich das Ziel gesetzt, jährlich 125.000 Tonnen Batteriematerial wiederzuverwerten.

Niedrige Rendite, wachsende Konkurrenz: Der britische Chemiekonzern Johnson Matthey hat bekanntgegeben, sich aus dem Geschäft mit Batterierohstoffen zurückzuziehen. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen sich im Bereich der Batteriekathoden-Materialien einen Namen gemacht – etwa mit Chemien auf Basis hoher Nickelgehalte.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sagt für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von mehr als 17 Prozent für deutsche Produzenten von Maschinen, Anlagen und Komponenten im Bereich der Batterieherstellung voraus. Für 2022 erwartet der VDMA gar einen Anstieg von 25 Prozent.

In der jüngeren Vergangenheit sind immer mehr Automobilhersteller und Großkonzerne in das Batteriegeschäft eingestiegen. In zahlreichen Fällen fließen hohe Investitionen in die Errichtung eigener Produktionsstätten in Europa. Laut dem „Handelsblatt“ könnte die enorme Anzahl entstehender Fabriken künftig ein großes Überangebot erzeugen.

Die Regionalregierung Kataloniens hat dem Volkswagen-Konzern mit der Marke Seat die Wahl zwischen mindestens zwei Standorten für ein großes Batteriewerk angeboten. Der Autobauer hatte zuvor angekündigt, in Spanien produzieren zu wollen. Auch das benachbarte Aragonien sei für ein Batteriewerk vorstellig geworden.