Der deutsche Batteriehersteller AKASOL erhöht die Produktionsleistung im US-Standort Hazel Park von 400 MWh auf 2 GWh und bestellt dafür eine vollautomatisierte Produktionsanlage. Grund für den Produktionsanstieg sei vor allem ein langfristiger Vertrag mit einem Nutzfahrzeughersteller, der ab 2021 bereits AKASOL „Hochenergiebatteriesysteme“ nutzen möchte. Die vollen 2 GWh Produktionsleistung sollen ab 2023 zur Verfügung stehen.

Die Feststoffbatterie ist aktuell einer der vielversprechendsten Ansätze, um eine erhebliche Entwicklung im Bereich der Batterietechnik für mehr Leistung und längere Reichweiten zu erzielen. BMW und Ford Partner Solid Power, hat nun bereits seit einiger Zeit an einer Festkörperbatterietechnik gearbeitet. Solid Power sieht sich in der Lage erste Feststoffbatterien ab dem nächsten Jahr zu produzieren, jedoch noch nicht für den Automotivebereich.

In einer aktuellen Meldung erklärt sich das Bundeswirtschaftsministerium bereit, die Errichtung der Batteriezellfertigung von Northvolt in Schweden mit einer staatlichen Garantie von 525 Mio. US-Dollar zu unterstützen. Neben der Bundesregierung sind bereits BMW und VW am schwedischen Batteriezellfertigungs-Start-Up in Kooperationen beteiligt. Erste Batteriezellen sollen ab dem Jahr 2024 durch Northvoltanlagen produziert werden. Langfristig soll die Produktionsleistung bis zu 40 GWh pro Jahr betragen.

Nach aktuellen Insiderinformationen hat SVOLT aller Vorrausicht nach einen Großauftrag von PSA im Rahmen einer Batteriezellzulieferer Vereinbarung gewonnen. Künftig soll der chinesische Hersteller so wohl vermutlich schon relativ zeitnah die Batteriezellversorgung von PSA weiter absichern, bis der Konzern ab dem Jahr 2022 in Kaiserslautern und Dury beginnen wird eigene Batteriezellen für seine Elektrofahrzeuge herzustellen.

In Tübingen soll eine neue Batteriezellfabrik entstehen. Bauherren sind der schwäbische Sportwagenhersteller Porsche und der norddeutsche Batteriespezialist Customcells. Ziel der partnerschaftlichen Bestrebungen ist die Produktion von Hochleistungsbatterien die weniger für den Massenmarkt und dafür mehr für den exklusiven Sportwagenmarkt genutzt werden sollen.

Internationales Renommee hat der schwäbische Batteriehersteller Varta heute schon für seine hoch spezialisierten Knopfzellen für Hörgeräte und Kopfhörer. Diese sind technologisch so gut, dass sogar ein kostenfokussiertes Unternehmen wie Apple sie in seinen AirPods nutzt. Nun bestätigt Varta, dass das Unternehmen auch im Bereich der Elektroautobatterien aktiv werden möchte.

Aufgrund der Tatsache, dass die chinesische Automobilgesellschaft BAIC Group of China ihre Investition in die hauseigene Elektroautomarke Arcfox, als chinesische Premium Elektroautomarke, deutlich ausbauen möchte, wird mit einem erheblichen Anstieg der Marktanteile von SK Innovation in China gerechnet. SK Innovation beliefert alle Arcfox Fahrzeugmodelle mit Batterien.

Dank der Stärke bei europäischen Automobilherstellern und wegen der mit Tesla geschlossenen Zuliefererpartnerschaft, erwartet LG Chem dieses Jahr einen Rekordumsatz von 11 Milliarden Dollar. Darüber hinaus sieht das Unternehmen seine eigene Zukunft weiter rosig. Bis zum Jahr 2025 rechnet LG Chem mit mehr als einer Verdopplung des heutigen Umsatzes durch Batterieverkäufe.

In einer aktuellen Pressemitteilung des Automobilkonzerns Daimler wurde am Mittwoch bekannt gegeben, dass die Daimler Tochter Mercedes-Benz und der chinesische Batteriezellhersteller CATL eine erweiterte Partnerschaft im Bereich der Batterietechnologie anstreben. Ziel sei es gemeinsam die „Industrialisierung von Lithium-Ionen-Batterien in Deutschland zu fördern“, zudem sollen alle kommenden Mercedes-Benz EQS Modelle mit CATL Batteriemodulen ausgerüstet werden.

Zum August 2020 sind inzwischen 17 verschiedene Unternehmungen auf dem Markt der Batteriezellfertigung in Europa im Rahmen von GWh-Projekten aktiv. Ende Juli hinzugekommen ist das Unternehmen Verkor. Verkor, dass seine Batteriezellen unter anderem für Elektroautos herstellen möchte, plant seine Fertigung aller Voraussicht nach in Frankreich. Ab dem Jahr 2023 will Verkor im Volumen von 16 GWh pro Jahr Batteriezellen herstellen und liegt damit genau mit der ersten Ausbaustufe der Batteriewerke von PSA in Kaiserslautern und Dury, welche jedoch schon ab 2022 produzieren wollen, gleich auf.

Viel hin und her gab es bei den Aussagen bezüglich einer Tesla eigenen Produktion von Batteriezellen in Berlin. Immer wieder gab es widersprüchliche Aussagen und Berichte darüber ob Tesla Batterien in Deutschland fertigen will oder aber diese aus dem europäischen Umfeld (z.B. LG Chem, Polen oder perspektivisch CATL, Thüringen) zuliefern lässt. Nun scheint es eine verlässliche Aussage aus dem brandenburgischen Wirtschaftsministerium zu geben: „Tesla hat die Planung für eine Produktion von Batteriezellen in Grünheide begonnen.“

Elon Musk, CEO von Tesla, verlangt von den weltweiten Nickelminenbetreibern, dass diese mehr und nachhaltigeres Nickel, als wesentlichen Grundstoff für die in Tesla Fahrzeugen verbauten Batteriezellen produzieren. Für das Unternehmen, welches es schafft nachhaltiges Nickel in großen Mengen an Tesla und dessen Batteriepartner zu liefern, stellt Musk dazu einen „gigantischen“ Vertrag in Aussicht.

Die Unternehmen Hitachi Rail und Hyperdrive Innovation wollen gemeinschaftlich ein Batteriepack für den Einsatz in Verkehrszügen fertigen und diese im Nordosten von Großbritannien auf die Schiene bringen.

Der bayrische Autobauer BMW und das schwedische Batteriezellfertigungs-Start-Up Northvolt haben einen Vertrag im Volumen von 2 Milliarden Euro, beginnend ab dem Jahr 2024, unterzeichnet. Mit der Unterschrift möchte BMW die Belieferung mit Batteriezellen für künftige Elektrofahrzeuge sicherstellen.

Im hochbeschleunigten Wettkampf der Batteriezellherstellungsriesen hat LG Chem nun die Konkurrenten CATL und Panasonic im Auftragsvolumen überholt und ist neue Nr. 1 der Batteriezellhersteller. Mit einem Bestellvolumen von 125 Milliarden US-$ sind die Produktionsstätten der Koreaner die nächsten fünf Jahre ausgelastet.