Britishvolt hat auf seiner Webseite die Zusammenarbeit mit Siemens UK angekündigt. Für das Vorhaben eine britische Batteriefabrik zu bauen soll die Technologie von Siemens genutzt werden. Teil der Partnerschaft sollen vor allem Produkte der Automatisierung und Elektrifizierung von Prozessen im Verbund mit der Technologie eines digitalen Zwillings der entstehenden Fabrik sein.

Wie sieht die Zukunft der Batterieproduktion aus? Diese Frage hat sich der VDMA in seiner Roadmap Batterieproduktionsmittel 2030 gestellt. Gemeinsam mit den Mitgliedern VDMA Batterieproduktion, dem Fraunhofer ISI, dem PEM der RWTH Aachen und der Battery LabFactory Braunschweig wurden die zukünftigen Trends in der Batterieproduktion herausgearbeitet sowie deren Maschinen und anlagenseitige Umsetzung erörtert.

Nach den Informationen aus einem ausführlichen Bericht des Handelsblatts, plant der chinesische Batteriehersteller CATL in diesem Jahr eine Produktionskapazität von 230 GWh zu erreichen und mittelfristig bis zum Jahr 2025 die eigene jährliche Batterieproduktion auf 1.200 GWh auszubauen. Klares Ziel ist die Rückkehr an die Weltspitze der Batterieproduktion.

LG Energy Solution, die seit Ende des letzten Jahres eigenständige Marke von Batteriezellenweltmarktführer LG Chem, hat einen langfristigen Vertrag mit dem chilenischen Bergbau-Unternehmen SQM (Sociedad Química und Minera de Chile) unterzeichnet. SQM soll nach den veröffentlichten Daten des Unternehmens bis 2029 Lithium an LG Energy Solutions liefern.

Nach Angaben der indonesischen Regierung plant CATL eine 5 Milliarden Dollar Investition in ein Batteriewerk in Indonesien. Das Lithium-Ionen-Batteriewerk soll im Jahr 2024 die Produktion aufnehmen. Die Investition steht im Zusammenhang damit, dass CATL Nickel aus Indonesien beziehen will, der indonesische Staat jedoch darauf besteht, dass 60% des geförderten Nickels auch im Land zu Batterien verarbeitet wird.

Die erste britische Gigafactory wird wohl nicht, wie dies im Rahmen einer Unterstützung der walisischen Automobilindustrie geplant war, in Wales beheimatet sein, sondern am Standort Blyth im Nordosten Englands entstehen. Ein herber Schlag für den Wirtschaftsstandort Wales jedoch eine wichtige Entscheidung für den weiterführenden Planungsprozess und die gesamte britische Batterieindustrie.

Der finnische Entwicklungs- und Fertigungsdienstleister Valmet Automotive plant ein zweites Werk zur serienmäßigen Produktion von Batteriesystemen. Dazu wird das Unternehmen einen bereits bestehenden Standort im finnischen Uusikaupunki für den Betriebsstart gegen Ende 2021 erweitern. Auch der erste Batteriestandort von Valmet im finnischen Salo soll ausgebaut werden.

Seit Oktober dieses Jahres erhält das Model 3 in der geringsten Ausstattungskategorie die günstigeren LFP-Zellen und nicht die bekannten NMC-Zellen. Diese sind nach Aussage von Elon Musk inzwischen gut genug für den Einsatz im Fahrzeug. Faktisch sind die von Partner CATL für das chinesische Model 3 zugelieferten Zellen dies wohl aber noch nicht.

Nach einer Quelle der Nachrichtenagentur Reuters plant LG Chem wohl die eigenen Produktionskapazitäten in China mehr als zu verdoppeln. Durch die Erhöhung der Produktionsmenge soll vor allem der ständig wachsende Bedarf von Tesla gedeckt werden. LG Chem Zellen aus China, oder auch Korea, sollen auch nach Grünheide geliefert werden.

Das seit den 50er Jahren bereits bestehende Joint Venture zwischen Ford und der türkischen Koc Holding ergänzt seine E-Fahrzeugfertigung am türkischen Standort Kocaeli um eine Batteriemontagefabrik. Die aktuell in der Umsetzung befindliche Fabrik soll ab dem Jahr 2022 fertiggestellt werden. Die Montage soll 30 Roboter nutzen und den mondernsten Standards der Batteriefertigung genügen.

Das Gemeinschaftsunternehmen zwischen der KION GROUP AG und der BMZ Holding GmbH, KBS (KION Battery Systems), hat seinen Betrieb in Karlstein aufgenommen. Ziel des JV ist die Produktion von Batterien für Flurförderzeuge. In der dazu neu entstandenen 4.000 m² großen Produktionshalle sollen künftig jährlich mehr als 12.000 Batterien entstehen.

Die EU soll nach Aussage des Vice-Präsidenten der europäischen Kommission, Maros Sefcovic, bis zum Jahr 2025 unabhängig von Batterieimporten sein. Der Bedarf der schnell wachsenden europäischen Fahrzeugflotte an Batterien soll bis zu diesem Zeitpunkt von einer ebenso stark wachsenden Batteriezellproduktion profitieren.

Tesla hat wohl LG Chem beauftragt die Batteriezellen für das neue Model Y bereitzustellen. Der Liefervertrag bezieht sich auf den chinesischen Markt, wo Tesla im Rahmen seiner Gigafactory 3 aktiv ist. Die belieferten Zellen basieren aller Vorrausicht nach auf der NMC-Technik. LG Chem könnte auch für die Gigafactory in Grünheide ein interessanter Partner für Tesla sein.

Mit weiterem Fortschritt der Bauarbeiten am Werk Grünheide, fokussiert Tesla nun wohl immer mehr die Suche nach einer geeigneten Belegschaft für den neuen Standort in Deutschland. Konkret will das Unternehmen aktuell Mitarbeiter im Bereich der Batterietechnik aber auch in der Fahrzeugproduktion gewinnen.

Der Aluminiumhersteller Norsk Hydro, das Energieunternehmen Equinor und der Batterieproduzent Panasonic planen gemeinsame Anstrengungen zum Aufbau von einem, nach Aussage von Panasonic, „nachhaltigen und wettbewerbsfähigen europäischen Batterie Geschäft“. Bis zum Sommer 2021 wollen die Unternehmen zusammenarbeiten und gemeinsam Strategien entwickeln.