Der Batteriezellhersteller Britishvolt wird für seine in der englischen Küstenkleinstadt Blyth geplante Zellfertigung von der britischen Regierung unterstützt. Die Förderung soll durch den „Automotive Transformation Fund“ bereitgestellt werden und 100 Millionen Pfund betragen. Das Projekt sei Teil der „grünen industriellen Revolution“.

Die beiden Aachener Unternehmen Digatron und Safion bündeln künftig ihre Kompetenzen in Entwicklung und Produktion. Digatron als Anbieter von Batterietest- und Formationslösungen soll seinen Kooperationspartner zudem bei dessen weltweitem Vertrieb seiner Batteriediagnose-Technologie unterstützen.

Die Blackstone Resources AG mit Sitz in der Schweiz hat für die Erweiterung ihrer sächsischen Batteriezellfabrik eine neue Fläche erworben. Das 16.500 Quadratmeter große Areal am Standort der Tochterfirma Blackstone Technology in Döbeln diene der Produktionserhöhung von 500 Megawattstunden auf fünf Gigawattstunden.

Volkswagen und die Robert Bosch GmbH planen die Gründung eines gemeinsamen Maschinen- und Anlagenbauers im Bereich der Batterie-Industrie. Laut einem Memorandum of Understanding wollen die beiden Konzerne Produktionsanlagen an Zellhersteller liefern und beim Ramp-up sowie bei der Wartung unterstützen.

Das Team der „Wissenschaftlichen Begleitung Batteriezellfertigung“ hat im Auftrag des Bundes eine Metrik zur Nachhaltigkeit der Zellproduktion für E-Fahrzeug-Batterien veröffentlicht. Demnach gibt es verlässliche Indikatoren für Umweltauswirkungen und zahlreiche weitere Aspekte – etwa als Arbeitsgrundlage für Politik und Industrie.

Das Bundesministerium für Forschung hat eine Richtlinie zur Förderung von Projekten im Bereich der „Effizienzsteigerung und Nutzung von Synergieeffekten in der Batteriezellfertigung für die Elektromobilität“ veröffentlicht. Das Förderprogramm „SynBatt“ soll auch Zulieferern sowie deren Maschinen- und Anlagenbauern zugutekommen.

Der Chemiekonzern HELM AG aus Hamburg und das britische Unternehmen Leverton Lithium haben im Januar das Joint Venture „LevertonHELM“ gegründet. Ziel der neuen Partnerschaft sei es, die Produktionskapazitäten für Lithium-Chemikalien auf dem europäischen Batteriemarkt zu erhöhen.

Der südkoreanische Batterieproduzent LG Energy Solution hat den Bau einer Batteriefabrik in Europa angedeutet. Das Werk sei, sollte es beschlossen werden, als Joint Venture mit einem Automobilhersteller geplant. Zudem erweitert die LG-Chem-Tochter ihr Portfolio um Lithium-Eisenphosphat-Batterien.

Die Vulcan Energie GmbH (VE) hat fünf neue Lizenzen für die Förderung von Lithium im Oberrheingraben erworben. Die deutsche Tochtergesellschaft des australischen Unternehmens Vulcan Energy Resources erhielt dabei eine Erlaubnis zur Gewinnung von Erdwärme sowie vier Explorationslizenzen für geothermische Energie und Lithium.

Der chinesische Batteriehersteller CALB und das deutsche Bauunternehmen Drees & Sommer haben ein Abkommen zur Errichtung einer Batteriefabrik unterzeichnet. Der Vereinbarung zufolge entsteht eine europäische Produktionsstätte mit jährlich mehr als 20 Gigawattstunden – möglicherweise in Deutschland.

Der schwedische Batteriehersteller Northvolt hat seine heimische Gigafactory in Betrieb genommen. Zum Jahresende 2021 lief die erste prismatische Batteriezelle vom Band. Aktuell werde die Fabrik schrittweise weiter hochgefahren. Das Unternehmen spricht von einem „neuen Kapitel in der europäischen Industriegeschichte“.

Der chinesische Batteriehersteller CATL hat den ersten Abschnitt seiner Gigafabrik in der Provinzstadt Fuding in Betrieb genommen. Zum Auftakt erreiche das Werk für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien eine jährliche Kapazität von 60 Gigawattstunden. Ab der Fertigstellung der Fabrik sei eine Kapazität von 120 Gigawattstunden geplant.

Die Manz AG mit Sitz in Reutlingen hat eine Kooperation mit dem Batteriehersteller Britishvolt geschlossen. Für den Gesamtauftrag von mehr als 70 Millionen Euro soll der weltweit agierende Maschinenbauer Manz Anlagen zur Montage von Lithium-Ionen-Batteriezellen liefern. Britishvolt will damit ab 2023 produzieren.

Die Cellforce Group als Joint Venture von Porsche und CUSTOMCELLS plant die Herstellung von Hochleistungsbatteriezellen ab 2024 in Reutlingen. Das Gremium habe sich nach gründlicher Prüfung mehrerer Standorte in Baden-Württemberg für das Industriegebiet zwischen Reutlingen und Tübingen entschlossen.

Dr. Heiner Heimes hat sich deutlich gegen die These einer „Batterie-Blase“ ausgesprochen. Der geschäftsführender Oberingenieur des Lehrstuhls PEM der RWTH Aachen reagiert damit auf einen „Handelsblatt“-Beitrag, der eine Überproduktion voraussagt. „Wenn nicht jetzt, wann denn dann?“, fragt Heimes zum Investitionszeitpunkt für Gigafabriken.