Die Bio-Batterie ist die Vision der vollkommen nachhaltigen und damit maximal Ressourcen schonenden Energiespeicherung für mobile und stationäre Anwendungsfälle. Um das zu erreichen sollen nach und nach die kritischen und oftmals unter schwierigen Bedingungen abgebauten Grundbestandteile der heutigen Batteriezellen, wie Lithium und Kobalt, durch einfach verfügbare Batteriekomponenten ersetzt werden.

Erste Festkörperbatterien sind seit Mitte des Jahres in den Mercedes Benz eCitaro Stadtbussen bestellbar. Die Batterietechnik kommt von dem zur französischen Bolloré Group gehörendendem Unternehmen Blue Solution und besteht aus einer LMP Festkörperbatterie. Diese ersten industrialisierten Festkörperbatterien können aktuell jedoch nur durch den Verzicht auf Kobalt und durch die höhere Sicherheit gegenüber einem Batteriebrand punkten.

Forscher der Cockrell School of Engineering an der University of Texas in Austin sagen, sie hätten den Code für eine kobaltfreie Hochenergie-Lithium-Ionen-Batterie geknackt und die Tür zur Reduktion der Herstellungskosten von Batterien bei gleichzeitiger Leistungssteigerung geöffnet.

Forscher der Seoul National University und der Stanford University haben untersucht, in wieweit Seewasser eine potenziell unbegrenzte, alternative Ressource für die Gewinnung von Lithium der Lithium-Ionen-Batterie bildet. Dazu haben die Wissenschaftler Elektroden direkt in Meerwasser und Sole getaucht, um die Lithium-Ionen ohne konventionellen, oftmals in Nachhaltigkeitsdiskussion stehenden, Bergbau zu gewinnen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) investiert weitere 100 Millionen Euro in die Batterieforschung an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen: Als Teil des Dachkonzepts „Forschungsfabrik Batterie“ werden vier weitere Batterie-Kompetenzcluster dazu beitragen, die Batterieforschung in Deutschland entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken.

Ein Team von Wissenschaftlern, dass unter der Leitung des renommierten MITs steht, hat untersucht, in wieweit der Chitinpanzer von Garnelen zur Herstellung effizient ökologischer Vanadium-Redox-Flow-Batterie Elektroden genutzt werden kann.

Ein Wissenschaftlerteam der Stanford University hat einen Elektrolyt entwickelt, der den Weg zu neuen Batteriegenerationen weiter ebnen kann. In einer in der Fachzeitschrift „Nature Energy“ vorgestellten Studie, zeigen die Forscher, wie ihr Elektrolytdesign die Leistung von Lithium-Metall-Batterien weiter verbessert.

Der deutsche Autobauer und VW Tochter, Audi sowie der Baden-württembergische Energielieferant, EnBW, möchten bis zum Ende des Jahres eine skalierbare Batteriespeicheranlage für erneuerbare Energiequellen im EnBW-Werk in Heilbronn entwickeln.

Die niederländische Provinz Noord-Brabant, das Ministerium für Wirtschaft & Klimapolitik und das frei Forschungsinstitut TNO gaben bekannt, dass sie gemeinschaftlich in eine dreidimensionale Feststoffbatterie investieren möchten. Ziel ist es, einen Prototyp zu entwickeln, der beweist, dass die Technologie funktioniert und serienmäßig hergestellt werden kann.

Nach aktuellen, noch unbestätigten, Berichten der südkoreanischen Medien, will LG Chem schon zum Jahr 2021 seine neue und hoch energiedichte NCMA Batterietechnologie, bestehend aus einer Nickel, Kobalt, Mangan und Aluminium Kathode auf den Markt bringen. Ursprünglich war der Plan, dass die Technologie erst 2022 zur Verfügung steht.

Die hervorragenden Eigenschaften von Zellen auf Lithium-Ionen-Basis sind Mittelpunkt und seit Jahren Befähiger vieler Innovationen im Mobilitätssektor sowie darüber hinaus. Wir werfen in einer kleinen Serie einen Blick auf die Lithium-Sauerstoff-Batterietechnologie. Heute mit Teil I.

Das von der EU mit 11,8 Millionen Euro geförderte Projekt (CObalt-free Batteries for FutuRe Automotive Applications) soll künftige Batteriegenerationen vom kritischen Rohstoff Kobalt, als Baustein der Kathode heutiger Batteriezellen, befreien und bis zum Jahr 2024 technische Alternativen für das seltene Element finden.

Ein aktuelles Forschungsprojekt der TH Mittelhessen in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen „BE Power“ untersucht, wie Batterien über einen längeren Zeitraum nutzbar gehalten werden, indem der Alterungsprozess durch eine systemtechnische Lösung verlangsamt wird.

Der Elektrofahrzeughersteller Electra hat sich verpflichtet, ein System zu verwenden, das den Zustand einer Elektroautobatterie überwacht und eine Angabe macht, wann eine Batterie am besten für die Nutzung in einer Second-Life Anwendung geeignet ist und entsprechend gewechselt werden sollte.

Die Nissan Motor Co. und die Sundwoda Electric Vehicle Battery Co. werden wohl künftig bei der Entwicklung von neuen Fahrzeugbatteriegenerationen für Nissans kommende e-POWER Modelle kooperieren. Neben der Entwicklung der eigentlichen Batterien soll vor allem auch eine effiziente und stabile Produktionslinie dieser erarbeitet werden. Bis zum Ende des Jahres soll die Kooperation in allen Details formuliert und von den Parteien unterschrieben sein.