Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik arbeiten zusammen an der Erforschung neuer, leistungsfähiger Materialien für Batterien und Brennstoffzellen. In dem gemeinsamen Projekt QuESt nutzen die Partner dafür einen Quantencomputer, der elektrochemische Vorgänge im Innern der Energiespeicher simulieren soll.

Wie sieht die nächste Generation von Batterien aus? Blickt man in das Jahr 2020 zurück, so hat sich hier das Thema Festköperbatterien deutlich vor allen anderen als nächste Entwicklungsstufe der Batterien abgehoben. Mit der Festkörperbatterie Entwicklung ist aktuell vor allem ein Name sehr verbunden, QuantumScape, ein Unternehmen das von zahlreichen namenhaften Investoren unterstützt wird.

Das BMBF gibt in einer Bekanntmachung erste Richtlinien zur Förderung von Projekten zum Thema „Ausbau der nationalen Forschungsinfrastruktur im Bereich der Batteriematerialien und -technologien (ForBatt)“ im Rahmen des Dachkonzeptes „Forschungsfabrik Batterie“ an.

Die Europäische Kommission hat das von Deutschland koordinierte zweite europäische Großvorhaben zur Batteriezellfertigung mit dem Titel „European Battery Innovation – EuBatIn“ genehmigt. Diese Meldung verkündete Peter Altmaier, Bundeswirtschaftsminister, am Dienstag. Durch die Freigabe ist die Förderung von elf Unternehmen mit Standorten in Deutschland und 42 Unternehmen aus zwölf Mitgliedsstaaten beschlossen.

Zur Untersuchung der Entwicklung des Batteriemarktes hat die Mercom Capital Group, ein globales Kommunikations- und Research- und Beratungsunternehmen, seinen jährlichen Bericht über die Projektentwicklung im Bereich der nachhaltigen Energie veröffentlicht. Aus diesem geht hervor, dass Batteriespeicher-, Smart Grid- und Unternehmen zur Verbesserung der Energieeffizienz 8.1 Milliarden US-Dollar an Finanzierungsmitteln einsammeln konnten.

Der größte chinesische Batteriehersteller CATL, der aktuell auch in Deutschland an einem Batteriestandort plant, entwickelt wohl aktuell eine eigene Festkörperbatteriezelle die eine Energiedichte von mehr als 350 Wh/kg haben soll. Langfristig soll, nach Aussage eines CATL-Insiders, das Ziel der Festköperbatterietechnik von CATL bei 400 Wh/kg liegen.

Das Fraunhofer IKTS eröffnet einen neuen Standort in Freiberg in Sachsen, mit dem Ziel, nachhaltige Entwicklungen im Bereich der Batterietechnik durch Kreislaufwirtschaft auf Basis von effektivem Recycling zu schaffen. Bei der Erforschung sollen auch digitale Prozesse genutzt werden. Die Schaffung des Forschungsstandortes wurde maßgeblich auch durch den Freistaat Sachsen unterstützt.

Im Rennen der Batteriezellformate rund, prismatisch und Pouch, gibt es einen neuen Ausschlag in Richtung des runden Zelltyps aus China. Konkret haben sich der chinesische, staatliche Autobauer JAC Motors und der noch relativ unbekannte Batteriehersteller CBAK Energy Technology für die Entwicklung von Rundzellen für Elektroautos zusammengeschlossen.

Der Batterieentwickler StoreDot zeigt in einer Videovorstellung seine Vision von schnellen Ladevorgängen in der Elektromobilität, die das Unternehmen als entscheidend für die Entwicklungen der weltweiten Elektrifizierung erachtet. Von Prototypen-Batterien des Unternehmens, die bereits in Handys und Rollern verbaut wurden und die Möglichkeiten des schnellen Ladens zeigten, sei der nächste Schritt ein komplettes EV mit den Zellen auszurüsten.

Der US-amerikanische Technologiespezialist Texas Instruments hat ein kabelloses BMS-System vorgestellt. Mit der Technologie entfällt eine Vielzahl von Verkabelungen im automobilen Batteriepacks, was eine ganze Palette an Vorteilen mit sich bringt. Bei der Sicherheitsüberprüfung der Systeme war auch der TÜV Süd aktiv, der die Sicherheit der Wireless-Verbindung bestätigte.

Das BMBF hat sich dazu entschlossen, auch weiterhin das Kompetenzcluster zur Festkörperbatterie (FestBatt) zu unterstützen. Nachdem das Kompetenzcluster zur Festkörperbatterie im September 2018 initiiert worden war, lief es seitdem die ersten drei Jahre lang. Nun startet das BMBF in einem Skizzenaufruf eine zweite Förderphase und sammelt bis zum 21. Februar 2021.

Der amerikanische Autobauer GM plant mit aller Macht in Zukunft die aktuelle Dominanz von Tesla auf dem Markt der batterieelektrischen Fahrzeuge zu brechen. Dafür hat sich GM bereits Partnerschaften mit LG Chem und Honda Motors gesichert und sucht nun vor allem das innovative Wissen von Start-Ups.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) forscht in Zusammenarbeit mit elf europäischen Projektbeteiligten an einer kobaltfreien Lithium-Ionen-Batterie, die auch insgesamt 85% weniger „problematische Rohstoffe“ enthalten soll. Dazu analysiert das DLR-Institut für Technische Thermodynamik die elektrochemischen Vorgänge im Inneren der neuartigen Batterien und erprobt deren Leistung und Langzeitstabilität.

Der seit diesem Jahr größte Hersteller für Lithium-Ionen-Batteriezellen LG Chem wird künftig neue NCMA-Batterien an Tesla liefern. Konkret wird Tesla erster Kunde der dann abgespaltenen LG Chem Tochter, LG Energy Solutions, werden, dessen Gründung LG Chem in diesem Jahr erklärt hatte. Die neuen Batterien von LG Energy Solutions bestehen zu 90% aus Nickel.

Wenn es in diesem Jahr eine Batterietechnik gab, die sehr im Fokus künftiger Batteriegeneration stand, dann war dies die Festköperbatterietechnik. Nachdem in letzter Zeit hierzu vor allem das Unternehmen QuantumScape Schlagzeilen erzeugte, welches erst unlängst vielversprechende Daten zur neuen Batterie verkündet hatte, kündigt nun auch Toyota an in den frühen 2020er Jahren die Technik in Serie zu bringen.