Neun deutsche Unternehmen haben sich im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Entwicklung einer neuen Lithium-Ionen-Zelle zusammengeschlossen. Ziel sei es, durch Optimierungen die flächendeckende Elektrifizierung des Verkehrs zu forcieren. Die verbesserten Zellen sollen hochkapazitiv, schnellladefähig und kostengünstig sein.

Das „UK Battery Industrialisation Centre“ (UKBIC) fördert den Produzenten Britishvolt mit mehreren Millionen Pfund zur Entwicklung von Musterzellen der nächsten Generation. Ziel ist die Serienfertigung neuartiger Zellen mit hohem Nickelgehalt und erhöhter Energiedichte, um Batterien mit größerer Leistung produzieren zu können.

Mercedes-Benz und Stellantis haben insgesamt 200 Millionen US-Dollar in das Start-up-Unternehmen „Factorial Energy“ investiert. Eigenen Angaben zufolge nutzt der in Massachusetts ansässige Betrieb die Summe von umgerechnet 177 Millionen Euro dazu, die Kommerzialisierung der Feststoffbatterie zu beschleunigen.

Samsung SDI hat mit der Pilotproduktion von zylindrischen Batteriezellen der nächsten Generation für Elektrofahrzeuge begonnen. Aus Expertenkreisen heißt es, dass der südkoreanische Batterieproduzent seine internationalen Standorte ausbauen werde, sobald die Pilotproduktion Serienreife aufweist.

Die „Cellforce Group“ als deutsches Joint Venture von Customcells und Porsche AG hat eine Partnerschaft mit „PPG Industries“ geschlossen. Der Materialspezialist aus den USA beliefert Cellforce künftig mit einem innovativen Binder für Kathoden, der den Verzicht auf das umstrittene Lösungsmittel N-Methyl-2-pyrrolidon (NMP) erlaube.

Der japanische Technologiekonzern Toshiba hat eine neue Generation von 20-Amperestunden-Batteriezellen vorgestellt. Sie verfügt anodenseitig über Lithium-Titan-Oxid (LTO) und soll für ein breiteres Spektrum als sein Vorgängermodell geeignet sein – etwa für Bahnen, Hybridbusse, Lastkraftwagen und Hybrid- sowie Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge.

Toyota beabsichtigt, ab 2025 die ersten Festkörperbatterien in einem Serienfahrzeug zu installieren. Das verriet Gill Pratt, Toyotas leitender Wissenschaftler und Leiter des konzerneigenen Forschungsinstituts, in einem Inteview mit dem Branchennetzwerk „Autoline“ während der Elektronikmesse CES zum Auftakt des Jahres in Las Vegas.

Der chinesische Batteriehersteller SVOLT hat vor kurzem neue Short-Blade-Zellen präsentiert. Bei einer internen Veranstaltung im Rahmen des zweiten „Battery Day“ machte das Unternehmen im Beisein von 400 Teilnehmenden in Changzhou die Zellen bekannt, die auf einer Lithium-Eisenphosphat-Chemie basieren.

Volvo Cars und Northvolt eröffnen in Göteborg ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Batterien. Das 2,9-Milliarden-Euro-Projekt soll ab 2022 den Betrieb aufnehmen. Derzeit prüfen die beiden Unternehmen außerdem Standorte für eine gemeinsame europäische Gigafabrik mit einer Jahreskapazität von 50 Gigawattstunden.

Vulcan Energy Resources hat das Geothermiekraftwerk der Pfalzwerke in Insheim für rund 31,5 Millionen Euro erworben. Das deutsch-australische Start-up-Unternehmen plane einen Umbau der Anlage, um aus dem Thermalwasser Lithiumhydroxid zu gewinnen. Die Pfalzwerke beenden indes ihr Engagement in der Geothermie.

Die RWTH Aachen erforscht mit Partnern den Einsatz von Second-Life-Speichern in der kommunalen Infrastruktur. In dem bis Ende August 2024 vom Bund geförderten Projekt „FluxLiCon“ erarbeitet der RWTH-Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) zentrale Erkenntnisse für eine Kreislaufwirtschaft in der Mobilität.

Das in Stuttgart ansässige Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) will im Forschungsprojekt „EMSig“ mit zwei Industriepartnern ein Zentrum für Digitalisierte Batteriezellenproduktion (ZDB) aufbauen. Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine Großproduktion von Batteriezellen mit Festkörperelektrolyten auf Keramik-Basis.

Laut einer aktuellen Bloomberg-Analyse sind die Kosten für Lithium-Ionen-Batteriesysteme 2021 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Im Durchschnitt seien die Preise um sechs Prozent auf 132 US-Dollar pro Kilowattstunde gefallen. Bei Elektrofahrzeugen lagen sie sogar noch unter dem Marktdurchschnitt bei 118 Dollar und auf Zellebene bei 97 Dollar.

Mercedes-Benz hat sich an dem US-amerikanischen Feststoffbatterie-Spezialisten „Factorial Energy“ mit einer zweistelligen Millionen-Investition beteiligt. Die beiden Unternehmen streben eine Kooperation im Bereich der Feststoff-Technologie an. Die Zusammenarbeit werde sich indes nicht auf die Zellebene beschränken.

Der japanische Automobilkonzern Nissan will bis 2026 umgerechnet rund 15,6 Milliarden Euro in neue Batterietechnologien und die Produktion von Elektrofahrzeugen investieren. Das Unternehmen forciere dabei zwei aussichtsreiche Entwicklungen in der Batterietechnik, um den Wechsel zur Elektromobilität zu beschleunigen.