Nach der Bestätigung von VW, die Festkörperbatterietechnik als finale Ausbaustufe der Lithium-Ionen-Batterie mit Partner QuantumScape auf den Markt bringen zu wollen, hat nun auch BMW die Entwicklung einer Festkörperbatterie angekündigt. Automobiltaugliche Festköper- beziehungsweise Feststoffbatterien sollen schon „deutlich vor 2025“ in Demonstrator-Fahrzeugen erreicht werden.

Das unter anderem von VW und Bill Gates unterstützte Unternehmen QuantumScape, sah sich diese Woche im Zentrum von Vorwürfen, ausgesprochen vom Hedge-Fonds Unternehmen Scorpion Capital. Konkret ging es darum, dass Scorpion Capital dem Festköperbatteriespezialisten QuantumScape vorwarf ein sogenanntes „Pump & Dump“ Unternehmen mit betrügerischen Absichten zu sein.

Mit dem neuen Projekt „RoSiLIB“ forscht das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden zusammen mit den Partnern des Instituts für Ionenstrahlphysik und Materialforschung am Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf e. V., der E-Lyte Innovations GmbH, der NANOVAL GmbH & Co. KG, der VON ARDENNE GmbH und der Custom Cells Itzehoe GmbH an einer neuen hochenergetischen Anode für Lithium-Ionen-Batterien.

Daimlers Batteriezellpartner Farasis Energy hat Einblicke in die neue, vierte Generation seiner Batteriezelltechnologie gegeben. Die Batterien sollen Energiedichter, schneller in der Ladegeschwindigkeit und langlebiger werden. Farasis geht davon aus, dass die aktuell entwickelte Batterietechnik schon bald auf der Straße zu sehen sein wird, nennt aber kein genaues Datum.

Das Festköperbatterie Unternehmen QuantumScape, in welches VW im vergangen Jahr 200 Millionen Euro investiert hatte, hat diese Woche die Ausgabe von 13 Millionen neuen Unternehmensaktien angekündigt. Mit den so neu gewonnen Mitteln plant QuantumScape die erst im Februar angekündigte Pilotlinie für Festkörperbatterien, QS-0, in ihrem Produktions-Volumen zu verdoppeln, während parallel eine weitere Pilotanlage QS-1 zeitnah entstehen soll.

Panasonic, dass über ein Jahrzehnt hinweg im Bereich der Lithium-Ionen-Batterien von Tesla als Großkunden abhängig war, plant die vorhandene Ausrichtung auf Tesla zu reduzieren und neue Batterie-Entwicklungen in höherer Kompatibilität für den gesamten Automarkt voranzutreiben. „Wir müssen unseren einbeinigen Ansatz, uns ausschließlich auf Tesla zu stützen, hinter uns lassen“, so Panasonic Chef, Kazuhiro Tsuga.

In Rahmen des heute abgehaltenen VW Power Day zeigte Volkswagen zahlreiche Entwicklungsansätze beim Ausbau der hauseigenen Elektromobilität. Zentrale Bausteine betrafen dabei zum einen die Batterie, vor allem Batteriezelle und zum anderen die Ladeinfrastruktur. Mit den Entwicklungen strebt der Konzern Dominanz im elektrischen Fahrzeugsektor an.

Der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat anlässlich des 5. hochrangigen Treffens der European Battery Alliance, in einer Pressmittelung am Freitag, die Bedeutung der Initiative für die europäische Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit betont und eine neue Förderung ausgerufen. „Wir wollen in Deutschland und der EU die innovativsten, umweltschonendsten Batterien produzieren und international zur Weltspitzen gehören“.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass VW Chef, Herbert Diess, und Tesla Chef, Elon Musk, sich als Wettbewerber im Bereich der Elektromobilität sehr schätzen. Eine Rivalität von der beide Seiten profitieren. Ganz im Sinne vom bekannten Tesla Battery-Day, kündigt Diess nun über Twitter den #VWPowerDay an, der schon nächste Woche stattfindet. Erwartet wird ein Update zur Batterieentwicklung.

Mit dem Projekt „Battery in the cloud“ stellt der Automobilzulieferer Bosch ein System vor, mit welchen künftig die Batteriesysteme von ganzen Fahrzeugflotten über eine Daten-Cloud basierte Analysetechnik ausgewertet werden soll. Dabei sei geplant durch „intelligente Algorithmen“ potentielle Fehler, durch die vom Batteriesystem übermittelten Daten, präventiv erkennen zu können.

Ample, ein sieben Jahre altes Start-Up aus Kalifornien, plant die einst unter anderem von Tesla kurzzeitig verfolgte Idee der austauschbaren Fahrzeugbatterie wieder zu beleben. Kern des Vorhabens ist es, durch Servicestationen es Kunden zu ermöglichen Fahrzeugbatterien innerhalb von wenigen Minuten austauschen lassen zu können.

Blickt man in Richtung der Festköperbatterie, dem aktuellen Trendthema im Bereich der Batterieentwicklung, dann zeigt sich hier ein spannendes Bild. Erst unlängst hat sich Fisker von seinen Plänen zur Festkörperbatterie-Entwicklung verabschiedet, jetzt plant offenbar Rivian in das Thema einzusteigen und sucht per Jobanzeige entsprechende Experten.

Fisker, dass erst unlängst hohe Absatzziele für seine Elektroautos und eine mögliche eigene Batteriefabrik in den USA oder Europa angekündigt hatte, gibt seine Ambitionen zur Festkörperbatterie auf. Mehrere Jahre Forschungsarbeit hätten, nach Aussage von Henrik Fisker, CEO, nicht das gewünschte Ergebnis gebracht und würden jetzt komplett gestoppt.

Mit dem Projektnahmen „Glas-Separatoren für Lithium-Ionen-Batterien (GlasSeLIB)“, wollen die Partner Tesla, Varta und die Universität Bayreuth gemeinsam die Entwicklung von Batterien vorantreiben und setzen dabei auf Glas-Separatoren. Das Projekt startete gestern, am 1. März. Die Ergebnisse sollen für Elektrofahrzeug-, Laptop- und Smartphonebatterien Verbesserungen bringen.

Piaggio, KTM, Honda and Yamaha planen, als Hersteller von Motorrädern und leichten Fahrzeugen, die Gründung eines Konsortiums für austauschbare Batterien. Ziel sei es, durch die Gründung eines Tauschsystems für Batterien bei kleinen Elektrovehikeln, die Verbreitung selbiger voranzutreiben. Das Konsortium soll im Mai beginnen und stünde alle Investoren offen.