Forschende des renommierten „Massachusetts Institute of Technology“ haben eine Studie zu den Ursachen für den starken Rückgang des Lithium-Preises veröffentlicht. Seit 1990 fielen die Kosten für das wertvolle Batteriematerial um 97 Prozent. Der größte Anteil davon sei auf die Forschung und Entwicklung zurückzuführen.

Die Daimler AG forciert ihre Strategie „Electric only“. Im Mittelpunkt stünden künftig alleine die Batterie und eine Kreislaufwirtschaft des Speichersystems. Bis 2030 will der Konzern die gesamte Produktion auf batterieelektrische Fahrzeuge umstellen. Bereits bei der Entwicklung der Autos werde analysiert, ob sich die Materialien fürs Recycling eignen.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat die ersten Einrichtungen der Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) in Betrieb genommen. Seit mehr als zwei Jahren entsteht in Münster ein Forschungsprojekt zur Herstellung künftiger Batteriezellen. Die FFB soll wichtige Erkenntnisse für die deutsche Batterieproduktion hervorbringen.

In den zentralen Märkten EU, USA und China könnten die Hersteller von Elektrofahrzeugen bald zu einer Batteriemindesthaltbarkeit verpflichtet werden. Das ist das Ergebnis einer prinzipiellen Einigung der Länder im Weltforum für die Harmonisierung von Fahrzeugvorschriften der UN-Wirtschaftskommission für Europa.

Die Universität Bayreuth ist mit einem laut eigenen Angaben aussichtsreichen neuen Beschichtungsverfahren in das vom Bund geförderte Kompetenzcluster „FestBatt“ eingestiegen. Die Technologie soll bei der Erforschung einer optimierten Herstellung feiner keramischer Schichten zur Anwendung in der Festkörperbatterie helfen.

Die QuantumScape Corporation hat einen QS-Campus angekündigt, der in naher Zukunft als Zentrum ihrer Produktionsaktivitäten dienen soll. Der Campus sei ein wichtiger Baustein für das weitere Unternehmenswachstum und die beschleunigte Kommerzialisierung der Lithium-Metall-Batterietechnologie.

Der Elektrofahrzeug-Hersteller e.GO Mobile mit Sitz in Aachen will mehrere Stationen zum Batterietausch aufbauen. Die ersten beiden Pilot-Einrichtungen namens „e.Pit“ sind bereits in Betrieb. Die Next.e.GO Mobile SE betrachtet ihre Lösung als zeitsparende Alternative zum klassischen Aufladen der Batterie.

Das südkoreanische Unternehmen SK Innovation mit seiner Batterietochter SK On hat sich auf eine neue Entwicklung von LFP-Zellen ausgerichtet. Batterien auf Basis einer Lithium-Eisenphosphat- (LFP-) Zellchemie erlangten im Laufe des Jahres immer mehr Bedeutung im Sektor der günstigen, aber leistungsschwächeren Batteriezellen.

Der französische Batteriehersteller Forsee Power will ab Ende 2021 eine Modellpalette besonders dünner Akkus für elektrische Bau- und Landwirtschaftsfahrzeuge in die Serienfertigung bringen. Die Batterien der „Slim“-Reihe sollen flexible Leistungsabstufungen ermöglichen und auf Kundenanforderungen auslegbar sein.

Die VW-Tochter Audi möchte im Werk Neckarsulm ein Kompetenzzentrum zur Entwicklung von Batterien aufbauen. Schon bis zum Jahr 2023 soll dazu ein Technikum den Betrieb aufnehmen, das Prototypen für neue Batteriegenerationen produzieren soll. Seit Ende 2020 qualifiziert Audi eigenen Angaben zufolge Mitarbeiter für den Standort.

Chinesischen Medien zufolge hat BYD vom US-Autobauer Tesla eine Bestellung für LFP-Batteriezellen erhalten. Das Auftragsvolumen betrage zehn Gigawattstunden. Sollte die Information stimmen, könnte sich das Gerücht als wahr erweisen, demgemäß Tesla ab dem zweiten Quartal 2022 Blade-Batterien von BYD mit LFP-Zellen nutzen möchte.

Der Chemiekonzern BASF und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben sich zur Erforschung mehrschichtiger Anoden zusammengeschlossen. Ziel des Projekts sei ein „Wissenstransfer zur Förderung der Beschichtungstechnologie im akademischen Bereich, um globale Kundenanforderungen zu erfüllen“.

Experten haben sich immer wieder gefragt, ob der europäische Batteriemarkt den in Ost-Asien jahrelang gewachsenen Vorsprung in der Batterieproduktion einholen kann. Nun sagt Professor Maximilian Fichtner als einer der führenden Batterieexperten, dass Europa zumindest in der Entwicklung mit China gleichgezogen habe.

General Motors (GM) hat mit dem Bau einer neuen Einrichtung begonnen. Das „Wallace Battery Cell Innovation Center“ soll ab Mitte 2022 die Entwicklung und Vermarktung von Batterien für Elektrofahrzeuge mit größerer Reichweite und zu günstigeren Preisen beschleunigen. Dem Center komme eine zentrale Rolle in GMs elektrischer Zukunft zu.

Das US-Unternehmen Lyten hat für 2025/2026 den Markteintritt einer Lithium-Schwefel- (LiS-) Batterie in Aussicht gestellt. Sie soll 900 Wattstunden pro Kilogramm erreichen und in enger Zusammenarbeit mit der US-Regierung entwickelt worden sein. Bis dato war es etwas ruhiger um neuartige Batterien auf Basis einer Lithium-Schwefel-Zellchemie geworden.