Experten haben sich immer wieder gefragt, ob der europäische Batteriemarkt den in Ost-Asien jahrelang gewachsenen Vorsprung in der Batterieproduktion einholen kann. Nun sagt Professor Maximilian Fichtner als einer der führenden Batterieexperten, dass Europa zumindest in der Entwicklung mit China gleichgezogen habe.

General Motors (GM) hat mit dem Bau einer neuen Einrichtung begonnen. Das „Wallace Battery Cell Innovation Center“ soll ab Mitte 2022 die Entwicklung und Vermarktung von Batterien für Elektrofahrzeuge mit größerer Reichweite und zu günstigeren Preisen beschleunigen. Dem Center komme eine zentrale Rolle in GMs elektrischer Zukunft zu.

Das US-Unternehmen Lyten hat für 2025/2026 den Markteintritt einer Lithium-Schwefel- (LiS-) Batterie in Aussicht gestellt. Sie soll 900 Wattstunden pro Kilogramm erreichen und in enger Zusammenarbeit mit der US-Regierung entwickelt worden sein. Bis dato war es etwas ruhiger um neuartige Batterien auf Basis einer Lithium-Schwefel-Zellchemie geworden.

Der chinesische Elektromobil-Hersteller Nio will in seinen Batteriezellen künftig zwei unterschiedliche Zellchemien verbauen. Das Unternehmen setzt dabei auf eine Mischung aus NMC- und LFP-Zellen. Wesentliche Vorteile sollen in einer größeren Reichweite bei kaltem Wetter und in einer genaueren Schätzung des Ladestandes liegen.

General Motors (GM) hat verkündet, dass die Probleme mit den Batterien des „Chevrolet Bolt“-Modells nun gelöst seien. Die Produktion der Batteriesysteme wurde laut Angaben des US-Konzerns wieder hochgefahren. Ab Oktober soll der Tausch problematischer Batteriemodule in bereits ausgelieferten Fahrzeugen beginnen.

Der deutsche Batteriesysteme-Produzent BMZ kooperiert mit dem Schweizer Kleinstwagenhersteller Micro Mobility Systems. BMZ hatte speziell für das Serienmodell Microlino 2.0 die Batterie entworfen sowie entwickelt und ist offizieller „Exklusivpartner“ der für den kommenden Herbst geplanten Serienproduktion.

Der Automobilzulieferer Mahle hat ein neuartiges Kühlsystem für Batterien entwickelt. Der Schutz vor Überhitzung von Lithium-Akkus für Elektrofahrzeuge stelle beim Schnellladen bislang eine besondere Herausforderung dar. Zur Lösung dieser Problematik setze Mahle nun auf die sogenannte Immersionskühlung.

Volkswagen Group Components hat in Salzgitter ein Labor für Zellforschung und -entwicklung eröffnet. Für die perspektivisch konzerneigene Batterieproduktion sollen künftig in vier verschiedenen Bereichen Zellentwicklung, -analytik und -test auf einer Fläche von zunächst 2.500 Quadratmetern vorangetrieben werden.

Toyota will bis zum Jahr 2030 insgesamt rund 11,5 Milliarden Euro für die Entwicklung und Herstellung von Batterien aufwenden. Eigenen Angaben zufolge soll die jährliche Produktionskapazität dabei auf mehr als 200 Gigawattstunden steigen. Aktuell beträgt die Kapazität des japanischen Autobauers sechs Gigawattstunden pro Jahr.

Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff und Strahltechnik (IWS) in Dresden hat ein neuartiges Verfahren zur Trockenbeschichtung von Elektrodenfolien entwickelt. Die Methode soll Lösungsmittel bei der Produktion von Elektroden überflüssig machen und dadurch deutlich umweltfreundlicher und effizienter sein.

Der 5,4 Milliarden US-Dollar schwere Klimafonds „TPG Rise Climate“ hat sich neben Stahlhersteller ArcelorMittal an der Kapitalbeschaffung des Unternehmens „Form Energy“ mit 240 Millionen Dollar beteiligt. Der Fonds wettet mit Investoren auf preiswerte Batterien zur Integration „grüner Energiequellen“ in Stromnetze.

Die derzeit in Münster entstehende Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) unter der Leitung des Fraunhofer-IPT hat ihre Arbeit aufgenommen. Im „FFB Workspace“ ist eine Misch- und Beschichtungsanlage zur Erprobung der Elektrodenfertigung in Betrieb gegangen. Ziel dort ist die Digitalisierung eines vollkontinuierlichen Mischverfahrens.

InoBat aus der Slowakei und das US-amerikanische Unternehmen Group14 Technologies haben sich zu einer Kooperation zusammengeschlossen. Ziel der Zusammenarbeit sei es, Batterien mit hoher Energiedichte für Automobilanwendungen zu produzieren. Die konkrete Planung sieht vor, künftig die Silizium-Anoden von Group14 in Fahrzeugbatterien zu verbauen.

Das kalifornische Unternehmen Sakuu hat mit dem Bau einer Pilotlinie zur Herstellung von Festkörperbatterien mit einer Jahreskapazität von 2,5 Megawattstunden begonnen. Bereits im vergangenen Mai hatte der US-Betrieb angekündigt, an einem 3-D-Industriedrucker zur Massenfertigung von Festkörperbatterien zu arbeiten.

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat eigene Entwicklungsvorhaben zur lithiumfreien und aluminiumbasierten Zellchemie vorgestellt. Die Forschungseinrichtung sieht bei Aluminium-Batterien energetische sowie kosten- und sicherheitstechnische Vorteile. Erste Ergebnisse legen deutliche Vorzüge gegenüber der Lithium-Ionen-Batterie nahe.