

Autor: Die Redaktion
Veröffentlicht am: 23.10.2020
In Laboren des Center for Nanointegration (CENIDE) der UDE wird aktuell an einem verbesserten Anodenmaterial geforscht. Schnellladefähigkeit, Kapazität und Langlebigkeit künftiger Batteriezellen sollen durch das entwickelte neuartige Kohlenstoff/Silizium-Komposit erheblich verbessert werden. Gefördert wird das Projekt, an dem sich auch das Unternehmen Evonik beteiligt, durch 1,7 Millionen Euro vom Bundeswirtschaftsministerium.
Aktuelles Batterieanodenmaterial ist Graphit. Die Speicherkapazität von Graphit ist jedoch inzwischen nahezu ausgereizt und auch die Schnellladefähigkeit ist an einem Limit angekommen. Daher wird es sinnvoll nach Alternativen zu suchen. Einen ersten Durchbruch auf der Anodenseite könnte also das neue Kohlenstoff/Silizium-Kompositmaterial bringen. Dazu sagt Prof. Dr. Hartmut Wiggers, Experte für die Gasphasensynthese von Nanomaterialien: „Kein Projektpartner kennt etwas Vergleichbares“.
Das eigentliche Projekt hinter den vielversprechenden Anodenmaterial heißt HOSALIB „Hochleistungs-Silizium-Kohlenstoff-Komposit als Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien“ und hat das Ziel erste Erfolge aus dem Labor bis zum Jahr 2023 marktreif zu machen. Hier wird neben der Universität Duisburg Essen vor allem der Partner Evonik aktiv, der bereits an einer Pilotanlage im industriellen Maßstab arbeitet. „Unser erstes Ziel ist, die richtige Zusammensetzung und Form der Partikel auch im industriellen Maßstab zu gewährleisten. So können wir unseren Kunden dann maßgeschneiderte Lösungen anbieten“, sagt Dr. Julia Lyubina, Projektmanagerin bei Evonik.





























